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Mein Weg zur Spiritualität | viversum-Newsletter vom 05.01.2010
Mein Großvater war schon immer ein ganz
besonderer Mensch für mich. Ich hatte es als Kind zu Hause nicht leicht. Meine Eltern stritten viel und hatten so
viele eigene Sorgen, dass ich in ihrem Leben kaum Platz hatte. Zum Glück gab es meinen Großvater, dessen Augen immer
strahlten, wenn er mich sah. Als Kind verbrachte ich viel Zeit mit ihm und lauschte seinen Geschichten. Er lehrte
mich das Einmaleins, spazierte mit mir durch seinen Garten und erklärte mir die Natur.
Viele Jahre später zog ich für mein Schauspielstudium nach Berlin. Ich musste nebenbei Geld verdienen und so
arbeitete ich vor dem Schauspielunterricht frühmorgens als Zimmermädchen in einem Hotel. Eines Morgens – ich war
gerade dabei, eines der Zimmer zu reinigen – spürte ich plötzlich und unerwartet ein tiefes Gefühl der Liebe in
mir.
Ich dachte an meine Kindheit und meinen Großvater. Wie ein wunderbarer Film zogen vor meinem inneren Auge all die schönen Momente, die ich mit ihm erlebt hatte, vorbei. Ich stand für eine unbestimmte Zeit regungslos mitten im Hotelzimmer und war so tief ergriffen, dass ich mir vornahm, meinem Großvater noch an diesem Tag zu sagen, wie sehr ich ihn liebte.
Als ich am späten Nachmittag nach Hause kam, sagte mir meine Mitbewohnerin, dass mein Vater versucht hatte, mich zu
erreichen. Ich rief zurück und erfuhr, dass mein Großvater frühmorgens tot im Bett aufgefunden worden war.
Für mich fühlte es sich so an, als ob er auf wunderbare Weise von mir Abschied genommen hatte, und ich war mir sicher, dass auch meine Liebeserklärung bei ihm angekommen war.
Haben Sie schon einmal eine ähnliche Erfahrung gemacht? Beschäftigt Sie das Erlebte bis heute? Verspüren Sie das Bedürfnis, mit jemandem darüber zu reden, der Sie versteht? Dann sprechen Sie mit einem unserer erfahrenen viversum-Berater. Sie sind rund um die Uhr für Sie da.
Herzliche Grüße
Ihr viversum-Team


