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Aberglaube – Lauert das Unheil überall?

Die Zahl 13 löst bei vielen Menschen aus westlichen Kulturen diffuse Ängste aus oder sorgt zumindest für Unbehagen. Die „Unglückszahl“ assoziiert ebenso wie schwarze Katzen oder zerbrochene Spiegel Negatives.

Der Aberglaube ist ein verbreitetes Phänomen in allen Kulturen der Neuzeit. Bis heute haben bestimmte Zahlenkombinationen, umgestoßene Salzstreuer oder Kettenbriefe eine mystische Bedeutung.
 

Die treibende Kraft, die zu abergläubischem Denken führt, sind unterschwellige Ängste. Doch woher kommt diese Geisteshaltung? Geht es um Magie oder ist Aberglaube sogar eine Lebenshilfe? Können persönliche Glücksbringer das Unheil abwenden?

Aberglaube: Was versteht man genau darunter?

Aberglaube bezeichnet den Glauben an Vorgänge, die Einfluss auf das Schicksal nehmen. Glücksbringer und Rituale sollen vor Unglück und dem Bösen schützen. Mit Aberglauben ist eine Weltanschauung gemeint, die vom Gottesglauben abweicht und das Verhältnis zwischen gültigem und verpöntem Denken beschreibt. Im Mittelhochdeutschen bedeutet das Wort „Aberglaube“ so viel wie „falscher, gegensätzlicher Glaube“. Die Vorsilbe „Afar“ im Altdeutschen steht für „zuviel oder über“.

Heute wird der Begriff „Aberglaube“ mit allen seinen Vorsichtsmaßnahmen vorwiegend für den Volksglauben verwendet. Praktiken wie das Spucken über die Schulter oder das Tragen von Talismanen sollen Glück bringen. Aberglaube geht auch mit der Neigung einher, dass das Zusammentreffen zweier Ereignisse nicht zufällig geschieht, beispielsweise wenn Sie an jemanden denken, der gerade in dem Moment anruft. Experimente aus der Neuropsychologie zeigen, dass der Glaube an Übersinnliches seinen Ursprung in der Bereitschaft zur Bildung von Assoziationen hat. So interpretierten Abergläubische bei Rorschach-Tests weit mehr in einen Tintenklecks hinein als die „ungläubige“ Fraktion. Ebenso ist die Zeit zur Aktivierung von Assoziationen kürzer. Aberglaube bewegt Menschen dazu, leichter einen Bezug zwischen zwei Ereignissen herzustellen.

Die Entstehung des Aberglaubens

Schon 500 v. Chr. befragte König Krösus das Orakel von Delphi, um zu erfahren, ob er gegen die Perser Krieg führen soll. Der Aberglaube war schon damals ein wichtiger Teil des Alltagslebens und die alten Griechen ließen sich daher oft von der Priesterin Pythia die Zukunft voraussagen.

Die Römer haben den Abfall vom echten Glauben als „Superstitio“ bezeichnet, was „Überglauben“ bedeutet. Später nutzte der heilige Augustinus den Begriff zur Bezeichnung nicht-christlicher Religionen und verlieh ihnen damit einen dämonischen Charakter.

Im Mittelalter war die Farbe Gelb ein Zeichen für Tod und Unglück, schwarze Raben auf dem Dach galten als Orakel für Krankheiten. Zur Abwehr des bösen Zaubers spuckten die Menschen dreimal auf den Boden. Pflanzen mit weißen Blättern im Maisfeld bedeutete Unglück für die Bauernfamilie, die Rufe eines Kauzes wurden ebenfalls als Unheilszeichen gedeutet. Und eine Uhr, die stehen blieb, wies auf einen Todesfall hin.

Das Phänomen Aberglaube in Deutschland

In Deutschland erklärten die Menschen über die Jahrhunderte immer mehr Dinge zum Glücksbringer oder Unglücksbringer – ob Schornsteinfeger, Kleeblatt, Engel, Teufel, Kuckucksruf oder schwarze Katze. Mit dem linken Fuß aufstehen heißt schlechte Laune. Wer zuerst den linken Strumpf anzieht, wird den ganzen Tag vom Pech verfolgt, der Anblick einer Spinne am Morgen bringt bekanntlich Kummer und Sorgen. Weitere Omen, die als Unglückszeichen gelten und Ängste schüren sind:

  • Zerbrochener Spiegel: sieben Jahre Unglück
  • Umgekippter Salzstreuer beim Essen: heftiger Streit oder Unglück
  • Freitag der 13.: Unglückstag
  • Schwarze Katze von links nach rechts: Unglücksbotschaft
  • Scharfe Gegenstände mit der Schneidseite oben: der Teufel reitet auf Messerschneiden
  • Aufstehen vor dem ersten Hahnenschrei: die Nacht-Dämonen sind noch aktiv

Welche traditionellen Glücksbringer nutzen die Deutschen?

Viele Riten zur Abwehr von Unglück aus früheren Zeiten gibt es zwar heute nicht mehr, aber andere sind fester Bestandteil selbst verweltlichter Gesellschaften. Der alte Germanenbrauch, sich Silvester mit großen Feuern vor bösen Mächten zu schützen, wird auch heute noch praktiziert, wenn auch mit Knallfröschen und Feuerwerksraketen.

Viele traditionelle Glücksbringer konnten sich bis in die Neuzeit durchsetzen. Mehr als 50 Prozent der Deutschen glauben an Engel, die ihnen zur Seite stehen. Die Himmelswesen gelten seit vielen Jahrhunderten als Vermittler zwischen dem Irdischen und dem Göttlichen, und sind als Glücksbringer beliebte Helfer gegen Unheil und Ängste.

Auch Kleeblatt, Schornsteinfeger Glücksschwein, und Hufeisen gehören zu den favorisierten Glückssymbolen der Deutschen. Das Glücksschwein versinnbildlichte im Mittelalter Wohlstand, eine gute Ernte und erfolgreiche Viehhaltung. Kam früher der Schornsteinfeger ins Haus, sorgte der für einen freien Kamin, damit wieder gekocht werden konnte, und wendete die Brandgefahr ab. Heute soll es Glück bringen, den Mann in Schwarz anzuschauen oder zu berühren. Noch mehr Glück verheißt das Drehen an einem silbernen Knopf der Uniform.

Aberglaube im Widerspruch zur Wissenschaft

Früher hatte Aberglaube eher die Bedeutung von Glaube, heute wird er vorwiegend übersinnlichen Kräften zugeschrieben und steht oft im Widerspruch zu wissenschaftlichen Erfahrungen.

Aberglaube ist für viele auch ein Zeichen für Unwissenheit oder übersteigerte Ängste oder gilt als Beweis für einen Mangel an echtem Glauben.

Oft werden abergläubische Menschen belächelt oder als dumm dargestellt.

In der modernen Welt hat Aberglaube immer noch einen negativen Beigeschmack, denn er steht hauptsächlich für Elemente, Praktiken und Riten verschiedener Kulturkreise, die auf den neutralen Betrachter sehr befremdlich wirken können.

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