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Aschermittwoch Bedeutung – Konfrontation mit der Endlichkeit des Seins

Der Aschermittwoch setzt dem Karnevalstreiben ein Ende und markiert den Anfang der Fastenzeit.

Er konfrontiert die Menschen mit der Endlichkeit des Seins. Die Botschaft: Das Leben überdenken und Ballast abwerfen.

Die Mahnung "Gedenke, o Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehren wirst" beim Zeichnen des Aschenkreuzes auf die Stirn erinnert an die Rückkehr zu Gott, verdeutlicht die Vergänglichkeit des Irdischen und verweist auf Ostern, das Fest der Erlösung.

Im christlichen Sinn eröffnet die 40-tägige Buß- und Fastenzeit mit Beginn am Aschermittwoch Möglichkeiten, um die Beziehung zum Göttlichen zu erneuern.

Aschermittwoch und seine Bedeutung

Das genaue Datum für Aschermittwoch 2016 errechnet sich aus der Osterformel und unterliegt keinem fixen Termin. Die Kirche hat jedoch den 46. Tag vor Ostern als Aschermittwochsdatum festgelegt. Für gläubige Christen beginnt am Aschermittwoch 2016 die 40-tägige Buß- und Fastenzeit, gleichzeitig kennzeichnet der Tag das Ende des bunten Narrentreibens. Der Name des Fastentages leitet sich von dem kirchlichen Brauch ab, an diesem Mittwoch in den Gottesdiensten Palmzweige des vergangenen Jahres zu verbrennen und die geweihte Asche als Kreuz auf die Stirn gläubiger Christen zu zeichnen.

Das Aschenkreuz versinnbildlicht die Vergänglichkeit des Irdischen, gleichzeitig ist es das Symbol für Reue und Bußbereitschaft. Früher galt Asche auch als Sinnbild für die Seelenreinigung. Während der Fastenzeit sollen Gläubige sich von Ballast befreien, zum Göttlichen zurückfinden und Ostern die Auferstehung von Jesus Christus feiern. Aschermittwoch 2016 ist als stiller Feiertag auf den 10. Februar datiert.

Wie feiern die Menschen an diesem Fastentag?

In den christlichen Religionen steht die Fastenzeit für die 40 Tage, die Gottes Sohn betend und ohne Nahrung in der Wüste verbrachte. Selbst weniger strenge Katholiken und Protestanten akzeptieren Aschermittwoch als Fastentag. An dem nicht-gesetzlichen Feiertag verzichten viele auf Fleisch und verzehren stattdessen Fisch. Insbesondere das Heringsessen hat in Deutschland eine lange Tradition. Politiker treffen sich am Tag nach Faschingsdienstag zum alljährlichen Schlagabtausch, während der Aschermittwoch der Künstler ein Mix aus Kirche und Kunst ist.

In früheren Zeiten unterlag die komplette Fastenzeit strikten Regeln mit nur einer Tagesmahlzeit, heute hat das nur für Karfreitag und Aschermittwoch Gültigkeit. Mittlerweile haben sich facettenreiche Fasten-Formen entwickelt. Viele verzichten auf üppige Mahlzeiten oder Alkohol, andere auf Süßigkeiten oder Konsumgüter.

Im Trend liegen weitere Initiativen, die weniger von religiösen Traditionen herrühren:

  • Auto-Fasten
  • SMS-Fasten
  • Computer-Fasten
  • Facebook-Fasten
  • Make-up-Fasten

Die Entstehung des stillen Feiertags

In den Traditionen der alten Kirchen ließen sich Büßer in einem Bußgewand mit Asche bestreuen. Der Brauch der Aschenbestreuung stammt aus dem 11. Jahrhundert und gehört bis heute zu den gottesdienstlichen Ritualen der Katholiken. Alten Überlieferungen zufolge wurde Satan am Aschermittwoch aus dem himmlischen Reich verbannt, da er gegen die göttliche Ordnung verstoßen hatte. In Halberstadt war es Brauch, einen Missetäter als Stellvertreter für die Gemeinde zu erwählen und ihn aus der Kirche zu jagen. Die ganze Fastenzeit über musste er bettelnd und ohne Schuhe durch die Stadt ziehen und bekam nur an den Kirchentüren zu essen und trinken. Am Gründonnerstag wurde der „Sünder“ wieder in den Schoß der Kirche aufgenommen.

Aschermittwoch 2016 und Traditionen in anderen Ländern

Nicht nur in Deutschland hat der Aschermittwoch 2016 eine besondere Bedeutung, sondern auch in anderen Ländern. Die  Bräuche an Aschermittwoch unterscheiden sich zwar, weisen aber teils große Ähnlichkeiten mit deutschen Traditionen auf. In den christlichen Religionen beginnen die vorösterliche 40-tägigen Fastenzeit in der katholischen Kirche und die Passionszeit in der protestantischen Kirche immer am Aschermittwoch und enden am Samstag vor Ostern.

 

Aschermittwoch in Spanien:

In Spanien ist Karneval eine Zeit der Lebensfreude. Auch hier zieht sich der Karneval Donnerstag der Vorwoche bis zum Karnevalsdienstag. Am Aschermittwoch beenden die Spanier die Karnevalszeit mit der Beerdigung einer Sardine. Der Karneval stirbt und wird zu Grabe getragen. Statt bunter Verkleidungen tragen die Menschen Trauerkleidung und essen an dem Tag Fisch.

 

Bedeutung vom Aschermittwoch in Frankreich:

Auch in Frankreich feiern die Menschen die fünfte Jahreszeit. Der Aschermittwoch 2016 macht wie hierzulande Schluss mit dem Mummenschanz. Faschingsdienstag lassen es die Franzosen aber noch mal krachen. An „Mardi Gras“ (fetter Dienstag) werden Schlemmereien wie Krapfen und Crêpes vertilgt, bevor die 40 Tage andauernde Fastenzeit beginnt.

 

Aschermittwoch in Großbritanien:

In Großbritannien ist Aschermittwoch 2016 ein Erinnerungstag, an dem die Priester zu innerer Einkehr ermahnen. Auch in England wird das Aschenkreuz auf die Stirn der Gläubigen gezeichnet, das sie jedoch bis zum Sonnenuntergang nicht abwischen dürfen. Die Fastenregeln waren damals äußerst rigide, denn neben dem Verzehr von Fleisch und Fisch, waren auch Milchprodukte wie Käse und Butter verboten. Heute versagen sich gläubige Engländer nur den Fleischverzehr während der Fastenzeit.

 

Alle christlichen Länder messen dem Aschermittwoch große Bedeutung zu, da er die 40-tägige Fastenzeit bzw. Passionszeit einläutet. Die Bräuche basieren alle auf den gleichen Traditionen, wenn sie auch in den verschiedenen Ländern etwas unterschiedlich ausgelegt werden.

 

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