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Autogenes Training – eine erfolgreiche Entspannungstechnik

Was ist autogenes Training?

Das autogene Training ist eine Entspannungsmethode, die auf Autosuggestion beruht. Das Wort autogen kommt aus dem Griechischen und bedeutet in diesem Zusammenhang „aus eigenen Kräften, von innen heraus erfolgend“. Demnach beeinflusst sich der Übende insoweit selbst, dass er seinen gesamten Körper gezielt in einen entspannten Zustand versetzt.

Wer hat das autogene Training entwickelt?

Entwickelt wurde das autogene Training von dem deutschen Psychiater Johannes Heinrich Schultz (1884-1970). Dieser testete seine Entspannungstechnik zunächst an sich selbst. Der Öffentlichkeit präsentierte er sie erstmals 1926 in einem Vortrag in Berlin, damals noch als „autogene Organübungen“. 1932 schließlich veröffentlichte er sie in seinem Buch „Das autogene Training: Konzentrative Selbstentspannung. Versuch einer klinisch-praktischen Darstellung“.

Wie funktioniert das autogene Training?

Zunächst einmal legt oder setzt sich der Übende entspannt hin. Anschließend stimmt er sich auf die Entspannungsphase ein, indem er versucht, Nebengeräusche auszublenden. Dann spricht er sich im Geiste bestimmte Formeln vor, die ihm dabei helfen, seine einzelnen Körperteile zu spüren und zu entspannen. Beispielsweise sagt er sich: „Ich spüre, wie meine Arme ganz schwer werden.“ So gelingt es dem Übenden nach und nach, seinen ganzen Körper durch die Kraft seiner Gedanken zu entspannen.

Wie wird das autogene Training gegliedert?

Das autogene Training umfasst drei verschiedene Stufen: die Grundstufe, die Mittelstufe und die Oberstufe:

  • Bei der Grundstufe gibt es die folgenden Übungsschritte: das Erleben der Schwere, das Erleben der Wärme, die Herzregulierung, die Atmungsregulierung, die Bauchwärme und die Stirnkühlung. Auf diesem Level trainiert der Übende die körperliche Entspannung und die Selbstsuggestion.
  • Wenn der Übende die Grundstufe beherrscht, kann er sich der Mittelstufe zuwenden und einen persönlichen formelhaften Vorsatz in die Entspannungsübung mit einbauen. Dieser muss kurz und positiv formuliert sein. Der Ausspruch „Ich bleibe gelassen.“ Wäre ein gutes Beispiel für einen solchen Vorsatz. Ziel dabei ist es, die eigene Einstellung oder das eigene Verhalten zu ändern.
  • Die Oberstufe schließlich orientiert sich an der Tiefenpsychologie und benutzt Meditationstechniken. Der Übende soll seine Erlebnisse verarbeiten und sich bei  verschiedenen Meditationen, wie etwa der Seinsmeditation, selbst erleben.

Bei welchen Beschwerden kann autogenes Training helfen?

Das autogene Training kann im Prinzip bei allen Störungen und Erkrankungen helfen, bei denen Muskeln, Nerven oder Kreislauf beteiligt sind. So wirkt es nicht nur bei Verspannungen oder Kopfschmerzen, sondern auch bei Durchblutungsstörungen oder Organerkrankungen. Auch zur Behandlung von Lernschwächen wird es eingesetzt.

Außerdem hat diese Entspannungstechnik einen positiven Einfluss auf psychosomatische Beschwerden und lindert innere Unruhe, Ängste sowie Reizbarkeit. Mithilfe des autogenen Trainings kann deshalb auch verhindert werden, dass der Übende am Burn-out-Syndrom erkrankt.

 

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