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Beltane Rituale

Beltane stand im keltischen Kalender für den Sommerbeginn. Man ehrte die Natur, zelebrierte die Fruchtbarkeit, bat um Schutz für das neue Jahr. Auch heute werden Beltane und seine Rituale wieder praktiziert.

Das keltische Jahr wurde durch zwei Hauptfestivitäten in die helle und die dunkle Jahreshälfte unterteilt. Dabei läutete Samhain die Winterzeit ein, während Beltane den Beginn des Sommers markierte. Die Feierlichkeiten zu Beltane begannen mit Sonnenuntergang am 30. April und dauerten bis zum Sonnenaufgang am 2. Mai an. Das Wort Bealtaine bezeichnet noch im heutigen Irisch den Monat Mai. Zu Beltane begrüßte man das Leben, das erneut erwachte nach einem kahlen Winter, und huldigte der fruchtbaren Mutter Erde. Dies tat man, indem man Beltane mit seinen Ritualen feierte.

Beltane und seine Bräuche

Wie zu allen Festen verbindet man auch mit Beltane bestimmte Rituale, die teilweise bis in die heutige Zeit überliefert sind. Betrachtet man Beltane und seine Bräuche, so lassen sich diese nach verschiedenen Aspekten ordnen:

  • Rituale, bei denen Feuer im Mittelpunkt steht
  • Opfergaben
  • Rituale, die Pflanzen einbeziehen
  • Fruchtbarkeitsriten
     
  • Bräuche, die mit Wasser zusammenhängen
     
  • Gebete und Lieder zum Lob, Dank und für Bitten

Manche Bräuche waren weit verbreitet, andere wurden lediglich von einer kleinen Gemeinschaft ausgeübt – daraus ergibt sich ein breites Spektrum an zeremoniellen Handlungen zu Beltane.

1. Beltane und Feuer

Über den Ursprung des Wortes Beltane herrscht keine Gewissheit. Eine mögliche Erklärung ist jedoch, dass sich das Wort aus bel = leuchtend, strahlend und tene/teine = Feuer zusammensetzt und übersetzt „das leuchtende Feuer“ ist. Dies würde auch zu dem Brauch passen, dass zu Beltane große Feuerhaufen errichtet wurden. Man löschte alle anderen Feuer – das Herdfeuer, die Kerzen, etc. – alles sollte von Neuem erwachen. Teilweise erzählen Überlieferungen von zwei Freudenfeuern, die nebeneinander errichtet wurden, um die Viehherden zwischen ihnen hindurchzutreiben. Dieses Ritual sollte den Tieren auf den Sommerweiden Schutz, Gesundheit und Fruchtbarkeit bringen. Menschen würden zwischen den Feuern hindurchgehen bzw. über kleine Feuer springen oder im Uhrzeigersinn um sie herumtanzen. Für die Feuer verwendete man nicht selten die sogenannten neun heiligen Hölzer: Birke, Eberesche, Esche, Erle, Weide, Weißdorn, Eiche, Stechpalme und Haselnuss. Die Hölzer für das Feuer mussten vom Boden aufgelesen und nicht vom Baum oder Busch abgebrochen werden. Sie sollten Haus, Vieh und Menschen schützen. Mit Ebereschezweigen lief man dreimal um das Feuer herum und hängte die Zweige dann über den heimischen Herd oder die Feuerstelle, damit sie Unheil vom Haus fernhielten.

2. Opfergaben zu Beltane

Wie bei vielen heidnischen Bräuchen wurden auch zu Beltane Opfer dargebracht. In einem Kessel bereitete man am Lagerfeuer ein Trankopfer zu, in manchen Regionen Schottlands nahm man dafür beispielsweise Eier, Milch und Haferschleim. Einen Teil dieses Punsches verschüttete man als Opfergabe für Mutter Erde und den Rest teilte man mit Freunden oder Umstehenden. Außerdem wurden sogenannte Beltane bannocks gebacken und geteilt – Brote, die zumeist aus Hafer- und Gerstenmehl bestanden. Mancherorts war es Tradition, einen Maikorb zu füllen. Diesen ließ man dann heimlich Freunden oder Bedürftigen zukommen. Der Maikorb wurde mit Blumen und Wohlwollen gefüllt. Auch kleine Lämmer wurden als Opfergabe dargebracht.

3. Die Verehrung der Natur – Maibusch und heilige Hölzer

Zu Beltane huldigte und dankte man Mutter Erde, auf dass das kommende Jahr fruchtbar würde. Zu diesem Anlass wurden die Fenster und Hauseingänge mit einigen der heiligen Hölzer wie Stechginster, Haselnuss-, Eberesche- und Weißdorn geschmückt, ebenso die Gerätschaften zur Herstellung von Butter oder Käse, der Milchschemel oder die Milchkanne, sowie die Kühe selbst. Das Verzieren eines Maibuschs – in der Regel ein Weißdornbusch oder eine Eberesche – mit Blumen und Schleifen gehörte ebenso zu Beltane. Blumengirlanden würden sowohl die Tiere als auch die Menschen schmücken. Der Maibaum entstammt wohl ebenso der Tradition des Beltane. Er wird in manchen Quellen als der Baum beschrieben, der zwischen den beiden Freudenfeuern stand und um den man herumtanzte. Der heilige Baum/Strauch des Beltane-Festes ist der Weißdorn.

4. Fruchtbarkeitsriten

Zu Beltane wurde die Beziehung zur Erde als eine Liebhaberin gefeiert. Man verlor jeden Sinn für Prüderie in dieser Nacht, Sex war sowohl zeremoniell als auch praktisch ein zentraler Aspekt der Feierlichkeiten zu Beltane. Man wählte einen Maikönig und eine Maikönigin – sie standen im Mittelpunkt des Festes und präsentierten die Fruchtbarkeit der Erde bzw. symbolisierten Naturgötter. Maikönig und -königin wurden auch als „Green Man“ und „Green Woman“ (Grüner Mann und Grüne Frau) bezeichnet. Teilweise sind sogenannte Hirschjagden überliefert, bei denen der Maikönig einen Hirsch erlegen musste, ehe er zu seiner Maikönigin vorgelassen wurde. Eine heilige Hochzeit bzw. Vereinigung der beiden Auserwählten krönte ihre Zusammenkunft. Ein bekanntes Hochzeitsritual war das Handfasting, bei dem das Leben eines Mannes und einer Frau durch das zusammenbinden ihrer Handgelenke mit einem Band symbolisch vereint wurde.

5. Wasser im Beltane-Ritus

Wasser und insbesondere der Morgentau spielten eine große Rolle zu Beltane – schließlich ist Wasser auch ein wichtiges Element der Natur und ohne Wasser gäbe es keine Natur. Junge Frauen würden sich an Beltane im Morgentau einer Wiese wälzen oder den Tau sammeln, um sich damit zu waschen oder gar darin zu baden. Damit in Zusammenhang steht wohl auch der Brauch, von einer heiligen Quelle Maiwasser für eine Waschung zu holen. All diese Wasser-Rituale sollten den Frauen Fruchtbarkeit, Schönheit und Glück in der Liebe bescheren.

6. Gebete, Lieder und Tanz

Was wäre Tanzen ohne Singen und ein Ritual ohne Gebete, Gedichte oder Lieder. Man besang Mutter Natur, bat um fruchtbare Erde, Schutz für die Tiere und die Menschen, verabschiedete den Winter und hieß den Sommer mit seiner üppigen Pflanzenschau willkommen. Die Gebete und Lieder begleiteten verschiedene Rituale. Auch in modernen Beltane-Feierlichkeiten haben sie ihren Platz, und nachdem viele der früheren Gedichte und Lieder verloren gegangen sind, füllt man das Repertoire mit neuen auf.

Die Bedeutung der Rituale zu Beltane heute

Viele der alten Bräuche sind in Vergessenheit geraten. Allerdings erfährt Beltane in den vergangenen Jahrzehnten eine Renaissance. Beispielsweise in der irischen und schottischen Folkmusic- oder in der Metal-Szene beziehen sich Texte auf Beltane. Ebenso werden vielerorts wieder Beltane-Feste organisiert, es entstehen neue Lieder, in denen man die Natur, den Maikönig und die Maikönigin oder die fruchtbare Erde besingt, und man lässt alte Rituale aufleben. Beispielsweise in Edinburgh, wo das Beltane Fire Festival jedes Jahr von der Beltane Fire Society veranstaltet wird und regen Zuspruch findet. Auch die Wicca-Anhänger (eine naturverbundene spirituelle Bewegung) feiern die acht Jahreskreisfeste wie schon die Kelten vor ihnen. Beltane darf da nicht fehlen. Moderne Druiden und neuheidnische Bewegungen haben Beltane und seinen Ritualen im 20. und 21. Jahrhundert zu neuem Aufschwung verholfen und wieder Leben eingehaucht.

Genauere Hintergründe zu Beltane, warum es gefeiert wird und welche Bedeutung es hatte und hat, erfahren Sie in Beltane – Der beginn des Sommers.

 

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