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Die Buß- und Bettag Bedeutung

Nur wenige gläubige Christen kennen noch die Bedeutung dieses Feiertages im November. Dabei waren Bußtage früher wichtige Bestandteile des Glaubens.

Spätestens nach der Abschaffung als bundesweiter einheitlicher Feiertag ist der Buß- und Bettag vielerorts in Vergessenheit geraten. Besonders die Bedeutung vom Buß- und Bettag kennen viele Menschen nicht mehr, obwohl er in früherer Zeit für die Bevölkerung eine große Rolle gespielt hat. Denn es ging darum, durch die Gnade Gottes Schaden vom Volk abzuwenden.

Was ist der Buß- und Bettag und wann wird er gefeiert?

Nach einer wechselhaften Geschichte hat sich der Buß- und Bettag als Feiertag vorwiegend in der evangelischen Kirche etabliert, wird jedoch auch in eher katholisch geprägten Gegenden begangen. Gefahren für die Bevölkerung, wie Kriege, Hungersnöte oder allgemeine Notzustände, sollten abgewendet werden. Die Mittel dazu: Gebete, innere Einkehr sowie reuevolle Umkehr und Gesinnungsänderung durch die Hinwendung zu Gott.

Der Buß- und Bettag 2017 fällt auf den 22. November. Als beweglicher Feiertag ist sein Datum variabel: Immer am Mittwoch vor dem 23. November wird der Buß- und Bettag in Deutschland begangen. Damit findet er am letzten Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag statt, auf den eine Woche später der Erste Advent folgt.

Die Bedeutung vom Buß- und Bettag

Das Wort Buße wird leicht fehlinterpretiert: Es geht nicht um eine Buße im Sinne einer tatsächlichen Strafe. Zentrales Element ist die Reue für die Sünden, die man begangen hat.

 

Seine Funktion erstreckt sich aus theologischer Sicht auf drei Bereiche:

  • fürbittendes Eintreten der Kirche für die Schuld der Gläubigen vor Gott
  • Wächterfunktion gegenüber den Sünden der Zeit
  • jeder Einzelne soll sein Gewissen vor Gott prüfen

Trotz des gemeinsam begangenen Feiertages ist also auch jeder einzelne Gläubige gefragt, diesen Tag für sich selbst zu begehen und so der Bedeutung vom Buß- und Bettag gerecht zu werden.

Wo und wie wird der Buß- und Bettag 2017 gefeiert?

Als evangelischer Feiertag genießt der Buß- und Bettag vor allem in hauptsächlich vom evangelischen Glauben geprägten Gegenden Deutschlands eine hohe Bedeutung.

Viele Andachten finden mittlerweile am frühen Abend statt, da dieser Tag in fast allen Regionen ein normaler Arbeitstag ist. Die Gebete drehen sich vorrangig um den Frieden sowie die Versöhnung aller Menschen.

Entstehung und geschichtliche Entwicklung

Von den Anfängen des Christentums bis hin zum Buß- und Bettag 2017 hat dieser Feiertag eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Schon in der Antike gab es Zeiten der Buße, die gemeinsam begangen wurden. Die „feriae piaculares“ bei dem Römern waren dazu gedacht, durch die Buße Kriege und große Not abzuwenden.

Im Mittelalter existierten sowohl feste Bußtage, die sich aus der kirchlichen Ordnung ergaben, als auch zusätzliche, variable Bußtage, die zu Notzeiten nach Bedarf angeordnet wurden. Nach der Reformation wurden diese Tage von der evangelischen Kirche übernommen.

Über die Jahrhunderte nahmen diese Feiertage regional unterschiedliche Entwicklungen. Jedes der deutschen Länder konnte eigene Termine festlegen, so dass im 19. Jahrhundert eine große Anzahl von Bußtagen zu unterschiedlichen Terminen existierte. Deshalb wurde eine Vereinheitlichung angestrebt und 1893 zumindest in Preußen umgesetzt. 1934 wurde der Buß- und Bettag als einheitlicher Feiertag für das gesamte Deutsche Reich festgelegt.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Termin auf einen Sonntag gelegt, anschließend aber wieder in allen Bundesländern außer Bayern als regulärer Feiertag eingeführt. Bayern zog erst 1981 vollständig nach. In der ehemaligen DDR wurde der Buß- und Bettag 1966 abgeschafft, um eine 5-Tage-Woche für die Beschäftigten einführen zu können.

Zwischen 1981 und 1994 war der Buß- und Bettag am letzten Mittwoch vor dem Ewigkeitssonntag im November ein bundeseinheitlicher Feiertag, der nach der Wende ab 1990 auch von den neuen Ländern übernommen wurde. Als 1995 die Pflegeversicherung zu einer Pflichtversicherung wurde, suchte die Politik nach Wegen, um die Arbeitgeber zu entlasten. Die Entscheidung fiel auf die Abschaffung des Buß- und Bettages als gesetzlicher Feiertag.

Welche Einschränkungen im Alltag bringt der Buß- und Bettag mit sich?

Nach der Abschaffung des Buß- und Bettages als bundesweiter gesetzlicher Feiertag ist die Handhabung in jedem Bundesland unterschiedlich. In den meisten gibt es am Buß- und Bettag keine Einschränkungen mehr. Umso wichtiger ist es, die wenigen Ausnahmen zu kennen.

 

Einschränkungen und Sonderregelungen am Buß- und Bettag 2017 gibt es in folgenden Bundesländern:

  • Sachsen
  • Bayern
  • Berlin

Sachsen ist derzeit das einzige Bundesland, in dem der Buß- und Bettag ein gesetzlicher Feiertag ist. Darüber hinaus ist es Arbeitnehmern in allen anderen Bundesländern möglich, sich unbezahlt von der Arbeit freistellen zu lassen, ohne dafür einen Urlaubstag aufzuwenden.

In Bayern haben die Schüler unterrichtsfrei; außerdem sind fast alle Kindergärten geschlossen. Öffentliche Nahverkehrsmittel verkehren nach eventuell vorhandenen Ferienfahrplänen. In Berlin sind evangelische Schüler vom Unterricht befreit, wenn sie dies wünschen.

Trotz seiner langen Geschichte besitzt der Buß- und Bettag in Deutschland heute nur noch für wenige gläubige Christen eine Bedeutung. Viele Menschen nehmen ihn seit der Abschaffung als bundesweiten gesetzlichen Feiertag kaum noch wahr. Dabei bietet er jedem Menschen die Möglichkeit zur inneren Einkehr und Besinnung.

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