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Das Goldene Botticelli Tarot

Boticelli Tarot
Boticelli Tarot Florenz im 15. Jahrhundert. Es ist die Zeit der frühen italienischen Renaissance, die von vielen Künstlerpersönlichkeiten geprägt ist und die Neuzeit einläutet. Es ist auch die Zeit, in der der Tarot (s)eine Renaissance erlebt.

Wer kennt sie nicht, „Die Geburt der Venus“, auf der die Liebesgöttin in unvergänglicher Schönheit zu sehen ist? Oder die drei Grazien, die auf dem Gemälde „Der Frühling“ unter Amors Pfeil ausgelassen tanzen? Botticelli ließ sich für seine Werken oft von der antiken Mythologie inspirieren.

Seine Bilder, die Jahrhunderte nach seinem Tod zu den bedeutsamsten Werken der Kunstgeschichte zählen, stellen auf zeitlose Weise weltliche, mythologische und religiöse Themen dar und repräsentieren Lebensfreude, Körpergefühl und Sinnlichkeit. Leider hat uns Botticelli kein eigenes Kartendeck gemalt, selbst wenn vermutet wird, dass die Verbreitung des Tarots im 15. Jahrhundert in Italien ihren Anfang nahm. Doch dafür wurde aus seinen Bildern, die die unterschiedlichsten menschlichen Gefühle darstellen, im Jahr 2007 ein modernes Tarotdeck geschaffen: Es heißt das „Goldene Botticelli Tarot“.

Das Goldene am Goldenen Botticelli Tarot

Einige Karten wurden mit Grafiken von Pietro Alligo ergänzt, illustrierender Künstler dieses Tarots ist Atanas A. Atanassov. Das Begleitheft wurde von Giulia Orsini verfasst. Als „golden“ wird es deshalb bezeichnet, weil die Karten zum Teil im Goldfolienprägedruck entstanden sind, was sie noch kostbarer macht.

Um das Jahr 1482 herum hat Botticelli im Auftrag eines Mitglieds der berühmten Familie Medici ein Bild gemalt. Dieses Gemälde, das den Einzug des Frühjahrs, also den Beginn der Blütezeit, beschreibt und „Der Frühling“ heißt, gilt heute als eines seiner berühmtesten Werke. Für das „Goldene Botticelli Tarot“ diente es gleich mehrfach als Vorlage, denn die einzelnen Personen und Szenen wurden aufgeteilt und auf verschiedenen Karten abgebildet.

Deutung der Goldenen Botticelli Tarotkarten

So sind die drei im Vordergrund tanzenden Grazien auf der Karte „Der Stern“ (XVII) zu fnden. Auch im „Goldenen Botticelli Tarot“ steht diese Karte für Optimismus, für das Vertrauen in die Zukunft. „Der Stern“ ist außerdem eine Karte der positiven Vorzeichen und kann für neue Ideen und Zukunftsvisionen stehen.

Auf dem Gemälde „Der Frühling“ ist ebenso ein kleiner Engel zu sehen. Im „Goldenen Botticelli Tarot“ ist dieser Engel auf der „Acht der Stäbe“ anzutreffen. Wie bei den traditionellen Tarotdecks deutet er auch hier unerwartete Ereignisse an. Und der Frühling ist die Jahreszeit, in der viele Menschen zu neuer Kraft kommen.

Die zentrale Person auf dem Bild „Der Frühling“ ist die Frühlingsgöttin Flora (die Erste von links). Diese schöne, hoffnungsfroh stimmende Göttin ist zugleich die Hauptfgur auf der Karte „Drei der Stäbe“, auf der wir sie als strahlende Blondine mit Blumen verzierten Gewand wiedererkennen. Laut Begleitheft zeigt diese Karte an, dass der Fragesteller seine „Angelegenheiten erfolgreich vertreten kann“. Diese Deutung kommt der klassischen Karteninterpretation – nämlich sich einen Überblick zu verschaffen und seine Standpunkte zu vertreten – sehr nah.

Die Karte „Die Welt“ (XXI) steht für Vollendung und für Vollkommenheit. Und welches Bild von Botticelli eignet sich dafür am besten? Ja, genau. Es ist das berühmte Bildnis „Die Geburt der Venus“. So dürfte es sich bei „Die Welt“ um eine der ansprechendsten Karten handeln, und fast jeder hat diese Darstellung der blonden Liebesgöttin Venus, die auf einer Muschel stehend dem Meeresschaum entsteigt, schon mal gesehen.

Da es für das „Goldene Botticelli Tarot“ bislang keine Literatur gibt, sind wir auf die kurze und knappe Beschreibung im Booklet angewiesen, das dem Deck beiliegt.

Dort ist „Die Welt“ wie folgt beschrieben: „Erfolg. Perfektion. Gelingen. Belohnung. Erbschaft. Geschenk. Beförderung.“ Ob diese Karte immer als Erbschaft oder dergleichen gedeutet werden kann, ist aus der Sicht eines Tarotkundigen zweifelhaft, aber diese Interpretationsvorschläge beinhalten im Prinzip eine ähnliche Bedeutung wie im klassischen Tarotdeck: der positive und erfreuliche Abschluss eines Vorhabens oder die Krönung einer Angelegenheit.

Die Wandlung des Botticelli

Es sind Gemälde wie „Der Frühling“ oder „Die Geburt der Venus“ mit den leicht bekleideten jungen Frauen, die feiern oder tanzen. Darüber hinaus war es erstmals Botticelli, der Jesus Christus nicht als bärtigen Sohn Gottes darstellte, sondern als bildschönen, jungen Mann. Allerdings gibt es auch jene, aus seiner späteren Schaffensphase stammenden Kunstwerke, auf denen nicht mehr nackte, lebenslustige Frauen zu sehen sind, sondern Heilige, Engel oder reuige Menschen in züchtiger Kleidung, die sich manchmal sogar selbst geißeln.

Ein sehr anschauliches Beispiel für diese religiöse Umkehr ist auch das Gemälde „Madonna mit dem Granatapfel“. Diese Madonna ist als ernsthafte junge Frau in unterschiedlichsten Varianten auf mehreren Karten zu sehen, beispielsweise auf den Karten „Ass der Kelche“, „Königin der Stäbe“ und „Königin der Schwerter“ im Botticelli Tarot. Das verleiht ihnen einen leicht melancholischen Charakter. Entsprechend sind die Deutungsvorschläge, die dem Booklet zu entnehmen sind.

Das „Ass der Kelche“ steht demzufolge nicht wie üblich für emotionale Erfüllung und Freude, sondern hauptsächlich für Geburt und Bereitstellung von Nahrung. Die „Königin der Stäbe“ macht auf der Karte nicht wie gewohnt den Eindruck einer unabhängigen und temperamentvollen Frau, auch wird sie anders beschrieben: Sie entspricht dem Archetyp der reifen und vernünftigen Frau, während die „Königin der Schwerter“ nicht wie herkömmlich als eine unabhängige und kluge, sondern vielmehr als eine einsame und schwierige Frau erscheint.

Obwohl sich die Karten des „Goldenen Botticelli Tarots“ von den traditionellen Symbolen und Bedeutungen unterscheiden, sind sie es wert, beachtet zu werden. An dieser Stelle sei noch zu ergänzen, dass die künstlerische Freiheit nicht immer ein Einhalten der überlieferten Symbole und Illustrationen zur Folge hat. Aber gerade in den Unterschieden zu den traditionellen Kartendecks liegt für manche Kartenleger der Reiz. So kann das Weglassen herkömmlicher Deutungsregeln wieder neue Horizonte eröffnen. Die größte Motivation jedoch, mit dem „Goldenen Botticelli Tarot“ zu arbeiten, dürfte in der Macht der Bilder liegen.

Ob eine Karte gezogen wird, auf der jene Frauen zu sehen, die sich lustvoll auf das Leben einlassen, oder eine Karte, auf der eine demütige Madonna erscheint, selbst nach 500 Jahren haben diese Bilder nichts von ihrer Ausdruckskraft eingebüßt. Sie spiegeln nach wie vor alle Facetten des menschlichen Daseins auf eindrucksvolle Art und Weise wider.

 

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