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Das Neuzeit Tarot

Moderne Tarotdecks, die unseren Zeitgeist widerspiegeln, gibt es mittlerweile viele. Allerdings gibt es eine weitere Eigenschaft, die das „Neuzeit Tarot“ von anderen Tarotdecks unterscheidet. So ist es Wegmüller, dem Autor des Neuzeit Tarors, auf sehr spezielle Art gelungen, einen richtigen Bezug zu den heutigen kollektiven Kräften darzustellen, also zu Themen, die nicht nur den Einzelnen, sondern auch die Gesellschaft betreffen.

Diese Betrachtungsweise ist neu, wenn nicht sogar revolutionär. Denn das bedeutet, dass dieses Tarotdeck ebenfalls zu gesellschaftlichen und globalen Geschehnissen befragt werden kann. Der Kartenleger hat die Wahl: Entweder er hält sich an die klassischen Deutungen, sodass er normale Tarotliteratur für diese Karten verwenden kann, oder er vergisst die herkömmlichen Interpretationen gänzlich und lässt sich auf die teilweise sehr ausgefallenen Anschauungen des Erschaffers dieses Kartendecks ein. Beides ist richtig, wobei Letzteres eventuell das Deutungsspektrum erweitert und Einblicke in uraltes Wissen über des Tarot gewährt.

Die traditionellen Symbole der Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen wurden beibehalten. So ähneln die Stäbe nicht Knüppeln oder Keulen, wie sie einst im Nahkampf eingesetzt wurden, sondern sie werden durch Personen dargestellt. Dadurch werden die Stäbe ihrer ursprünglichen Bedeutung gerecht, denn sie stehen schließlich für Tatendrang und Energie. Darüber hinaus versinnbildlichen sie im „Neuzeit Tarot“ die Gesetze der Natur und damit verbunden Fruchtbarkeit, Wachstum und Flexibilität, was ihrer einstigen Bedeutung sehr nah kommt.

Die Münzen in diesem Tarotdeck sind ästhetisch ansprechend illustriert, wobei Wegmüller sie als modernes Zahlungsmittel sowie als ein Merkmal für die Wirtschaft und alle Formen des Handels sieht. Da der Handel über den Wohlstand eines Volkes entscheidet, so der Autor, beschreiben die Münzen quasi das „Öl im Getriebe“ einer Gesellschaft.

Wie die Stäbe und Münzen haben die Schwerter ihre Bezeichnung im „Neuzeit Tarot“ behalten, erinnern optisch jedoch eher an Messer. Wegmüller sieht in den Schwertern die Macht des Bewusstseins, die über Intelligenz, aber auch Angriff und Verteidigung entscheidet. Letzteres kann manchmal notwendig sein, deshalb erinnert der Künstler im Booklet daran, dass der richtige Einsatz des Schwertes Klugheit und Ruhm offenbart. Aus diesem Grund ist das Schwert außerdem ein Symbol für die Entscheidungen unserer Ahnen und deren Kriege. Die Kelche im „Neuzeit-Tarot“ muten an wie religiöse Gefäße oder große Siegerpokale. Walter Wegmüller versteht sie als Welt der Emotionen, als ein Merkmal für religiöse Wissenschaften und als Zeichen für die Kräfte der Natur – schließlich wurde schon immer zum Dank für die empfangene Lebensenergie der Kelch gehoben und mit anderen angestoßen.

 

"Zehn der Stäbe" im Neuzeit Tarot

Auf der Karte „Zehn der Stäbe“, die Wegmüller „Zehn-Stäbe“ nennt, sind Stäbe in Menschengestalt zu sehen, die wie hölzerne Figuren aussehen. Wie auf fast allen Stabkarten sind unterhalb der Figuren auf einer Art Planet zahlreiche Augen und Hände zu erkennen, die die Situation scheinbar beeinflussen. Im Hintergrund befindet sich eine rot-grüne Pyramide, darüber ist ein Regenbogen abgebildet. Sowohl in der modernen Kunst als auch für alte indianische Stämme ist der Regenbogen ein sehr wichtiges Symbol, denn er repräsentiert grundsätzlich harmonische Vielfalt.

In der Überlieferung wird dieser Karte Überforderung sowie körperliche und geistige Verausgabung zugeschrieben. Partnerschaftlich und beruflich hat der Ratsuchende häufig den Eindruck, viel Zeit und Kraft zu investieren, ohne für diesen Einsatz etwas zurückzubekommen. Walter Wegmüller weist der „Zehn der Stäbe“ in der Beschreibung eine ganz andere Bedeutung zu. Für ihn steht diese Karte für die Existenz als solches sowie für den Zugang zum Bewusstsein und für Erkenntnis.

Wir sehen also, dass hier die Zahl Zehn in Verbindung mit den Stäben – jenem Symbol der Stärke – nicht Kräfteverschleiß, sondern konstruktiven Kraftaufwand darstellt. Bei Fragen zum Thema Liebe und Partnerschaft kündigt sie gute Beziehungen an, wobei Wegmüller hier ebenfalls auf die kollektive Bedeutung der Karte hinweist: Sie meint zudem die konstruktive Verständigung zwischen den Völkern. In puncto Job ist die „Zehn der Stäbe“ ein Hinweis auf alle Berufsstände; dem Fragenden sollen sämtliche Karrieremöglichkeiten offenstehen.

 

Bedeutung der "Königin der Schwerter"

Bei der „Königin der Schwerter“ beziehungsweise der „Schwert-Königin“ handelt es sich um eine weitere interessante Karte. Die nicht mehr ganz junge Frau mit den langen dunkelgrauen Haaren und dem bunt gemusterten Kleid erinnert auf den ersten Blick an eine Zigeunerin oder Frau aus der Hippiezeit. In ihrem Thron, der eher einem Stuhl ähnelt, sind seitlich eine Blütenranke, eine Echse und eine Schneeflocke als Symbole eingraviert. Tatsächlich entspricht das Schwertzeichen und das dazugehörige Element Luft der kalten Jahreszeit und – auf die menschliche Lebenszeit übertragen – der Blüte des Lebens, dem reifen Alter.

Die langen Haare der Herrscherin wirken zerzaust und wild, auf dem Kopf trägt sie eine Krone. In der linken Hand hält sie ein ebenfalls mit einer Blütenranke verziertes Schwert, in der rechten Hand eine große Blumenblüte. Im Hintergrund ist eine karge Gebirgslandschaft vor einem nachtblauen und sternenbehangenen Himmel zu sehen. Der freundlich lächelnde Mond schimmert grün und scheint die Szene zu beobachten. Während die „Königin der Schwerter“ manchmal gern als verstandesmäßig handelnde, gefühlskalte Frau betrachtet wird, weist Wegmüller in seiner Interpretation darauf hin, dass eine Betonung des Geistes nicht immer negativ sein muss.

So sieht er in ihr die „Herrscherin über das Matriarchat und Hüterin der Nachtschattengewächse“. Ferner betrachtet er sie als die „Kennerin von Heilkräutern“ und die „Mutter der Kunst und Bodenschätze“, die Pflanzen liebt und musisch begabt ist. Als Ereignis kann sie, laut Wegmüller, auch für einen Rat von einer älteren, erfahrenen Frau stehen oder für eine „Korrektur männlicher Fehler“. Interessant sind ebenso die Schattenseiten, die der Tarotkünstler in dieser Karte sieht: So warnt er im Booklet vor einem ungesunden Nachtleben, vor Eifersucht, vorm Stiften von Unruhe und vor Fantasielosigkeit, wenn die „Königin der Schwerter“ gezogen wird.

Fällt diese Karte in einer Legung, repräsentiert sie das Bild der unabhängigen und erfahrenen Frau, und zwar in Liebes und Berufsfragen. In Beziehungsfragen handelt es sich hierbei oft um eine Partnerin, die sich nur sehr langsam bindet. Um in einer Partnerschaft bleiben zu können, muss sie stets das Gefühl haben, jederzeit gehen zu dürfen. Das Gefühl von Freiheit und Unabhängigkeit ist also ihr persönliches Verständnis von Sicherheit. Am Arbeitsplatz ist die „Königin der Schwerter“ die Kollegin, die sich nicht immer dem Mainstream anpasst, vielleicht sogar die Rebellin, die sich nicht um die Meinung anderer kümmert. Aus archetypischer Sicht ist sie die „Trägerin von Wissen“ und die weise Frau, was ihr im heutigen modernen Berufsleben das Image der sachlichen, kompetenten und klugen Beraterin verleiht.

 

 

"Der Mond" und seine Bedeutung im Neuzeit Tarot

Wenden wir uns abschließend einer Karte aus der Reihe der Großen Arkana zu: „Der Mond“ (XVIII) ist eine der gelungensten und ästhetisch ansprechendsten Karten in diesem Deck und die meisten Betrachter vergessen beim ersten Anblick, dass sie traditionell nicht immer positiv gedeutet wird. Aber dem Schöpfer ist es augenscheinlich gelungen, die versteckten Chancen dieser Karte bildlich auszudrücken.

Die Karte ist in kühlen Blautönen gehalten, am Himmel strahlt ein Vollmond, der ein Gesicht hat. Bei näherer Betrachtung lässt sich erkennen, dass dieses aus zwei Profilen zusammengesetzt ist. Es obliegt also dem Unbewussten des Betrachters, was er in diesem Erdmond zuerst erkennt: die Einheit oder die Zweiheit. Er stellt zugleich eine Sonne dar – offensichtlich eine Andeutung auf einen Neumond – und taucht die Landschaft in helles, bläuliches Licht. Am Himmel sind Flammen zu sehen und im Hintergrund befindet sich eine ähnlich anmutende Gebirgskette wie auf der Karte „Königin der Schwerter“, davor sind zwei Türme. Auf den beiden Wegen, die jeweils zu den einzelnen Türmen hin und an ihnen vorbeiführen in das vom Mond erhellte Gebirge, sind zwei größere Hunde, die Wölfen ähneln, wahrnehmbar. Sie sind ein Hinweis auf im Menschen vorhandene Instinkte. Der Krebs, der sich aus dem Gewässer im Vordergrund bewegt, ist eine Anspielung auf das lunare Prinzip in der Astrologie.

Die scheinbar nebensächliche Umgebung im Hintergrund wurde von Walter Wegmüller augenscheinlich mit sehr großer Liebe zum Detail gemalt. So ist rechts hinter dem Turm ein Wohnhaus zu sehen, ebenso eine Art Schuppen oder Garage, die an den rechten Turm grenzt. Davor parkt ein Auto. Links neben dem Turm ist ein Wohnwagen aus Holz erkennbar. Die Menschen davor könnten sogenanntes „Fahrendes Volk“ sein, das sich für ein paar Tage an diesem Platz niedergelassen hat. Sie haben eine Leine gespannt, auf der Wäschestücke hängen, und sitzen um ein Lagerfeuer herum. Traditionell steht die Karte „Der Mond“ für vage Ängste und Ahnungen. Taucht er in einer Legung auf, beschreibt er häufig Unsicherheiten und Unklarheiten in Verbindung mit dem Fragethema. Der Hilfesuchende hat nicht selten das Gefühl, im Dunkeln zu tappen, wenn diese Karte gezogen wird.

Für Walter Wegmüller hingegen stellt „Der Mond“ das „Urbecken des Unterbewusstseins“ sowie den „Hüter aller Geheimnisse der Seele“ dar. Der Autor betont, dass die Ängste, die der Mond mit sich bringt, vor Gefahr schützen können. In Legungen ist „Der Mond“ für den Tarotkünstler eine Karte, die anzeigt, dass „die Geister der Nacht gut gesinnt sind und zur Flucht verhelfen“. Und da „Der Mond“ außerdem ein Sinnbild für menschliche Instinkte ist – Stichwort „richtiger Riecher“ –, kann er des Weiteren unbekannte Helfer oder Retter symbolisieren, die plötzlich durch einen scheinbaren Zufall ins Leben des Ratsuchenden treten.

Auf einer weniger positiven Ebene steht diese Karte, laut Wegmüller, für die Finsternis, für Lichtscheue und für Mondsucht sowie für alles, was im Verborgenen geschieht, wie beispielsweise Untreue, Betrug oder Kriminalität. Taucht „Der Mond“ im neuzeit Tarot also in Fragen nach Liebe und Beziehung auf, beschreibt er Ängste und Unsicherheiten. Sehr oft ist er ein Merkmal für unerfüllte Sehnsüchte oder diffuse Vorstellungen. Hin und wieder ist „Der Mond“ ein Fingerzeig auf Orientierungslosigkeit. Dazu gehören unerklärliche Ängste, etwa die Furcht, vom Partner nicht geliebt oder gar betrogen zu werden. Gleichzeitig rät „Der Mond“ dem Hilfesuchenden, über seine bisherige Vorgehensweise – vielleicht sogar über seine ganze Lebensweise – ernsthaft nachzudenken und gegebenenfalls eine Kurskorrektur vorzunehmen. Im beruflichen Erleben verhält es sich ähnlich. Hier kann diese Karte ebenfalls Unsicherheiten oder Geheimniskrämerei andeuten. Nicht selten beschreibt sie Lampenfieber oder allgemeine Versagensangst. Doch auch dann weist „Der Mond“ auf vorhandene Potenziale hin. So steht er zudem für Vorahnungen und eine uns innewohnende Weisheit. Er beinhaltet somit immer den Ratschlag an den Fragenden, auf seine Träume und Ahnungen zu hören, eventuell sogar in die Tiefen seines Unbewussten abzutauchen, um dort Verdrängtes aufzuarbeiten oder latent vorhandene Weisheit zu nutzen. Deshalb signalisiert diese Karte ebenso altes und verborgenes Wissen, das von Wegmüller als „alter Reichtum, der plötzlich zutage treten kann“ interpretiert wird.

Als abschließendes Fazit können wir also festhalten: Wer sich ein modernes und zeitgemäßes Tarot wünscht, aber zugleich altes Wissen über Tarotsymbole nicht vernachlässigen möchte, und dabei vor ungewohnten Illustrationen sowie eigenwilligen Interpretationen nicht zurückschreckt und trotzdem Bilder mit Detailtreue liebt, der wird sich am „Neuzeit Tarot“ erfreuen.

 

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