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Das Tarot Favole

Auch in der Welt des Tarots ist vom Vampir- und Gothic-Hype, der vor einigen Jahren in der Unterhaltungsliteratur und in den Kinos Einzug gehalten hat, etwas zu merken.

Das bedeutet, dass zwisFavolechen den fast unzähligen Tarotdecks, die mittlerweile sämtliche Bereiche des Lebens thematisieren, ein paar „schaurige“ zu finden sind. Eines davon ist das „Tarot Favole“.

Das „Tarot Favole“ orientiert sich an der gleichnamigen Bildreihe, erinnert an die gotische Romantik und erfreut sich so großer Beliebtheit, dass es getrost als das bekannteste und meist verbreitete Gothic- beziehungsweise Vampir-Tarot bezeichnet werden kann. Doch einiges gilt es zu beachten, bevor Sie sich für dieses Deck entscheiden.

Sich Schattenseiten nähern - Das Tarot Favole

Zwar handelt es sich beim „Tarot Favole“ um ästhetisch ansprechende, aber gleichermaßen sehr düstere Karten: Auf ihnen ist kein lachendes Gesicht zu finden, dafür nicht selten Blut. Ob Sie das Deck nun als „deprimierend“ bezeichnen, wie es manche tun, hängt sicherlich von Ihrem persönlichen Geschmack und Ihren Empfindungen ab. Tatsache ist: Wer ein Kartendeck mit einer fröhlich-optimistischen Grundstimmung sucht, der hat beim „Tarot Favole“ im wahrsten Sinne des Wortes schlechte Karten.

Jedenfalls eignet sich dieses Deck ausgezeichnet, um Verdrängtes und eigene Schattenseiten zu hinterfragen – also Themen, die normalerweise nicht angesprochen und bearbeitet werden. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass die Große Arkana und die Hofkarten sehr „sprechend“ illustriert sind. Es dürfte also nicht schwerfallen, die Karten nur anhand ihrer Bilder und Symbole zu deuten. Ganz anders verhält es sich bei den Karten der Kleinen Arkana, denn sie sind „klassisch“ illustriert, was heißt, dass sie nur die Symbole, aber keine sonstigen bildhaften Darstellungen enthalten.

Damit sind wir auch schon beim Booklet, das dem „Tarot Favole“ beiliegt, angelangt: Es erläutert die Karten und stellt die Legemethode „Das keltische Kreuz“ vor – allerdings nur in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Doch fehlende Fremdsprachenkenntnisse sollten kein Grund sein, auf dieses Deck zu verzichten. Wie bereits erwähnt, sind die Große Arkana und die Hofkarten so illustriert, dass sie auch ohne „Kochbuch“ recht einfach zu interpretieren sind. Wer Literatur zum „Tarot Favole“ benötigt, der kann mit einem Tarotbuch, das klassische Decks erklärt, weiterkommen. Grund hierfür ist, dass sich die herkömmlichen Bedeutungen der Kleinen Arkana auf das „Tarot Favole“ übertragen lassen.

Und noch etwas unterscheidet dieses Deck von vielen anderen Tarotdecks, die es heute gibt: Die Symbole der Kleinen Arkana wurden verändert. Das heißt konkret: Die Stäbe wurden zu Kreuzen (Element Feuer), die Kelche zu Rosen (Element Wasser), die Schwerter zu Schmetterlingen (Element Luft) und die Münzen zu Masken (Element Erde). Bei den Masken ist der spanische Einfluss nicht zu übersehen, der auf einigen Karten ansonsten lediglich ein bisschen „durchschimmert“, beispielsweise wenn eine Königin einen Fächer in der Hand hält. Warum ausgerechnet diese Symbole gewählt wurden, wird im Booklet nicht erwähnt. Doch ein Tarotdeck zu kreieren, das sich nach bereits bestehenden Bildern und Symbolen richten soll – in diesem Falle waren es die drei „Favole“-Bildbände –, erfordert einfach ein gewisses Maß an künstlerischer Freiheit.

Bedeutung der Karte "Der Stern" Im Tarot Favole

Eine Karte, die fast gänzlich von den traditionellen Darstellungen abweicht, ist „Der Stern“ (XVII). Im „Tarot Favole“ trägt diese Karte die spanischen und englischen Bezeichnungen: „La Estrella“ und „The Star“. Traditionell ist auf dieser Karte eine nackte junge Frau zu sehen, die aus einem See Wasser schöpft. „Der Stern“ aus dem „Tarot Favole“ hingegen ist sehr düster: Die junge Frau auf dieser Karte wirkt ziemlich erschöpft und scheint zu resignieren. Möglicherweise handelt es sich um eine Vampirin, denn in ihrem Gesicht und auf ihrem Kleid klebt Blut. Die Flügel, die sehr langen Haare sowie das dominierende Weiß erinnern an einen Engel; der Rosenkranz mit großen Dornen an einen gefallenen Engel.

Wie bereits erwähnt, hält sich das Booklet trotz der düsteren und abweichenden Darstellungen an die gewohnten Interpretationen. Es wird jedoch unterschieden zwischen aufrecht liegenden und auf dem Kopf liegenden Karten. Hinsichtlich dieser Methode gehen die Meinungen unter den Kartenlegern auseinander. Es bleibt also jedem selbst überlassen, ob er umgedrehte Karten entsprechend anders beurteilt. „Der Stern“ im „Tarot Favole“ steht also ebenfalls für Hoffnung und Glaube. Wird diese Karte gezogen, kann der Fragende davon ausgehen, dass eine Angelegenheit von Freude, Erfüllung und Optimismus gekennzeichnet und sehr zukunftsträchtig ist.

Wird „Der Stern“ also in Fragen zum Thema Liebe und Beziehung gezogen, hat der Ratsuchende allen Grund zur Freude, denn sie stellt vielversprechende Perspektiven in Aussicht. Vergessen sollte er dabei nur nicht, langfristig zu planen.

Ähnlich verhält es sich bei Fragen zum Thema Job und Karriere: „Der Stern“ prognostiziert eine glänzende Zukunft und hervorragende Perspektiven. Der Hilfesuchende kann davon ausgehen, dass er am richtigen Ort ist – selbst wenn es gegenwärtig noch nicht so aussehen sollte. Aber auch dann sollte er nicht vergessen, langfristige Pläne zu schmieden. Äußerst günstig ist „Der Stern“, wenn nach Themen wie Spiritualität oder Selbsterkenntnis gefragt wird. Daher nämlich außer glänzenden Zukunftsaussichten Klarheit und Erfüllung verspricht, handelt es sich hierbei um die Karte der Selbsterkenntnis schlechthin. Darüber hinaus weist sie auf alle kosmischen Zusammenhänge hin. Darunter fallen auch die Astrologie oder Energien wie Reiki und Prana.

Fällt die Karte „Der Stern“ umgekehrt, versinnbildlicht sie im „Tarot Favole“ jedoch etwas anderes: Es sind nicht Erfüllung und glänzende Zukunftsaussichten gemeint, sondern der Mangel an guten Gelegenheiten. Erfüllung wird nicht prognostiziert, sondern Hoffnungslosigkeit und Enttäuschung. Karten sagen allerdings nie ein unabänderliches Schicksal voraus, dem der Betroffene hilflos ausgeliefert ist. Sie haben vielmehr die Aufgabe, den Fragesteller zu warnen oder ihn auf Irrtümer hinzuweisen. Darum ist „Der Stern“, wenn er auf dem Kopf steht, lediglich als Hinweis gemeint: Der Ratsuchende kann sein Glück – zumindest zum gegenwärtigen Zeitpunkt – nicht innerhalb seines aktuellen Fragethemas finden. Er sollte sich umorientieren.

„Der Gehängte“ im Tarot Favole

Kommen wir jetzt zu einer Karte, die den Betrachter häufig erschüttert, ihm vielleicht sogar Furcht einflößt. Es handelt sich um „Der Gehängte“ (XII), der im „Tarot Favole“ „El Colgado“ beziehungsweise „The Hanged Man“ heißt. Von einer gehängten Person, wie wir es aus anderen Kartendecks kennen, ist auf dieser Karte nichts zu sehen, sondern eine am Boden liegende Person, die an eine Marionette oder einen Pierrot erinnert. An dem Handgelenk und dem Fußgelenk, das dem Betrachter nicht verborgen ist, sind Schnüre wahrnehmbar, die durchtrennt worden sein könnten. Die Person ist sehr dunkel gekleidet und offensichtlich bewusstlos oder sehr schwach.

Auch bei „Der Gehängte“ orientiert sich die Beschreibung im Booklet an der überlieferten Bedeutung. Doch erstaunlich ist, dass in erster Linie die positiven Seiten dieser Karte erwähnt werden. Während sie traditionell auf Stagnation, Stillstand, Opfer und Umkehr und in dem Zusammenhang auf das schwer zu erkennende Potenzial – nämlich die Erkenntnis in der Stille – hinweist, kennzeichnet „Der Gehängte“ im „Tarot Favole“ in erster Linie spirituelle Erneuerung und einen freiwilligen Verzicht. Er kann ebenfalls Regeneration oder eine Verbesserung der Situation andeuten.

Das lässt sich auf jeden Lebensbereich übertragen: In Beziehungsfragen beschreibt diese Karte Opfer, die der Ratsuchende aus freien Stücken – und möglicherweise auch seinem Partner zuliebe – darbringt. Sie steht außerdem für neue Erkenntnisse.

Ähnlich ist es in puncto Beruf. Hier kann „Der Gehängte“ ebenfalls auf einen Wandel oder eine Kurskorrektur hinweisen, die auf neuen Einsichten oder Erfahrungen basiert. Er steht bei Jobfragen ebenfalls für freiwilligen Verzicht oder eine gewisse Aufopferungsbereitschaft und Selbstlosigkeit: Der Betroffene möchte zurückstecken, was seine eigenen Bedürfnisse betrifft, und anderen den Vortritt lassen.
Demzufolge handelt es sich bei „Der Gehängte“ gleichfalls um eine sehr spirituelle Karte. Sie weist auf die Bereitschaft und auf die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis hin. Mit Gefahren und Fehlern, denen Egoismus, Gier und Täuschungen zugrunde liegen, hat sie nichts zu tun.

Erscheint die Karte allerdings umgekehrt, also auf dem Kopf stehend, dann ist Vorsicht geboten: Sie kündigt an, dass die Bemühungen des Fragenden unnütz beziehungsweise umsonst sind, offenbart fehlende Opferbereitschaft oder warnt vor Apathie, Selbstaufgabe und falschen Versprechungen.

"Bube der Kelche" im Tarot Favole

Jetzt betrachten wir eine KarFavolete aus der Reihe der Hofkarten: den „Buben der Kelche“, der im „Tarot Favole“ zur Reihe der Rosen gehört und dementsprechend die Bezeichnungen „Sota de Flores“ und „Knave of Flowers“ trägt.

Auf dem Bild ist ein weiblicher Harlekin zu sehen, dessen Blick leidenschaftlich, aber auch traurig anmutet. Entweder ist der Lippenstift verschmiert oder es handelt sich um Blutspuren – auf seiner weißen Halskrause sind Bluttropfen zu erkennen. Die Rose zwischen seinen Lippen und die aufgemalte Träne auf seiner linken Wange sind schwarz.

In der Überlieferung und im „Favole Tarole“ steht diese Karte für Unterstützung und freundliche Impulse von außen, selbst wenn sie finster und melancholisch wirkt wie die meisten Karten in diesem Deck. Des Weiteren weist der „Bube der Kelche“ auf die Tugenden Fleiß, Loyalität und Hilfsbereitschaft hin. Erscheint er in Legungen in Bezug auf den Lebensbereich Liebe und Partnerschaft, ist die Bedeutung leicht erkennbar: Es dreht sich um gegenseitige Anerkennung. Bei neuen Bekanntschaften kann er aufzeigen, dass das gegenseitige Interesse geweckt ist und der Fragende prima Chancen bei seinem Gegenüber hat.

In Hinsicht auf Berufliches kann mit dieser Karte Unterstützung oder Lob gemeint sein. Oder sie beschreibt einen Job, bei dem die eben genannten Qualitäten wichtig sind. Fällt die Karte umgekehrt, sollte der Hilfesuchende allerdings gewappnet sein. Denn dann warnt der „Bube der Kelche“: Der Fragesteller sollte sich in Acht nehmen vor einem Schmeichler oder scheinheiligen Menschen. Oder die Karte warnt vor Verlockungen. Zudem können Abneigung gegen jemanden und große Empfänglichkeit für Impulse von außen – die nicht immer gut oder hilfreich sind – angezeigt werden.

"Ass der Schwerter" richtig deuten

Schauen wir abschließend noch auf eine Karte aus der Kleinen Arkana, die traditionell als das „Ass der Schwerter“ bezeichnet wird. Im „Tarot Favole“ sind fast nur ein Schmetterling sowie die Ziffer 1 darauf zu sehen, wenn die Szenerie im Hintergrund nicht beachtet wird. Dass im „Tarot Favole“ die Reihe der Schmetterlinge das Luftelement repräsentiert, wird deutlich durch die verschneite Landschaft (das Luftelement entspricht der Jahreszeit Winter). Beinah scheint es so, als würde der Schmetterling vor der Kälte flüchten – trotz der Kälte ist er sehr agil. Die Beschreibung im Booklet hinsichtlich der Interpretation dieser Karte ist ähnlich: Sie offenbart eine wichtige Entscheidung oder zumindest große Entschlossenheit im Allgemeinen. Darüber hinaus steht sie für Initiative und Kraft sowie Sieg und Meisterschaft. Sie beschreibt sogar – und damit weicht sie von der überlieferten Bedeutung ab – emotionale Vielfalt und Gefühlstiefe.

So handelt es sich beim „Ass der Schwerter“ im „Tarot Favole“ um eine günstige Karte, wenn sie in Liebesfragen gezogen wird. Denn dann kündigt sie erfreuliche Momente und gute Nachrichten an.
In Job- und Karrierefragen meint diese Karte Einsatz, Lob und Erfüllung. Doch wie immer beschreibt auch sie in umgekehrter Lage das Gegenteil oder weist auf Gefahren hin. Beim „Ass der Schwerter“ betrifft das Hindernisse, erfolglose Bemühungen und Fehlschläge.

 

Somit bleibt als Fazit festzuhalten, dass es sich beim „Tarot Favole“ zweifellos um ein sehr außergewöhnliches Deck handelt. Seine Bilder können zum Teil bedrückend sein. Doch wer diese Karten zu Rate zieht und gleichzeitig bereit ist, sich mit unbequemen Tatsachen – dargestellt durch die markanten Bilder sowie das erweiterte Deutungsspektrum auf dem Kopf stehender Karten – auseinanderzusetzen, der kann mithilfe des „Tarot Favole“ zu ungeahnten Einsichten gelangen.

 

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