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Der heilige Nikolaus – Gabenbringer, Schutzpatron und Nothelfer

Am 6. Dezember bringt der Nikolaus Süßigkeiten und kleine Überraschungen. Doch kaum jemand weiß, wer Nikolaus von Myra war und warum er bis heute noch als heilige Gestalt verehrt wird.

Wer denkt, der rundliche Mann mit rotem Mantel und weißem Rauschebart sei der Nikolaus, der täuscht sich.

Der wahre Heilige ist Sankt Nikolaus, ein Gabenbringer, Schutzpatron und Nothelfer, der echte Freude schenkt und in den Menschen die Erinnerung weckt, Gutes zu tun. Doch wie lebte der heilige Nikolaus von Myra? Was passierte zu seinen Lebzeiten? Warum ist der 6. Dezember sein Gedenktag?

Wer war der Heilige Nikolaus von Myra?

Der heilige Nikolaus von Myra war ein Metropolit, der 280/286 n. Chr. in Lykien, heute ein Ruinenfeld in der Türkei, geboren und zwischen 345 bis 351 n. Chr. in der Hafenstadt Myra gestorben ist. Kaufleute aus Süditalien brachen 1087 n. Chr. den Sarkophag des Heiligen auf, um seine Gebeine in Sicherheit zu bringen, indem sie die Reliquien mit dem Schiff nach Bari brachten, in die heutige Hauptstadt von Apulien. An der Adria fanden die sterblichen Überreste in der Basilika San Nicola ihre letzte Ruhestätte.

Belegt ist, dass der heilige Nikolaus um das Jahr 300 n. Chr. in Myra zum Oberbischof geweiht wurde, am 1. Konzil in Nicäa teilnahm und während der Christenverfolgung in Gefangenschaft geriet. Weiter ist bekannt, dass Bischof Nikolaus an einem 6. Dezember gestorben ist. Ende des 8. Jahrhunderts wurde im deutschen Billerbeck die erste Nikolauskirche errichtet. Kaiserin Theophanu, die Ehefrau von Kaiser Otto II., trug entscheidend zur Verehrung des Nikolaus bei und erkor ihn zum Hausheiligen der Osmanen. Daraufhin wurde der Bischof der Schutzpatron sämtlicher neu gegründeter Kirchen der damaligen Zeit.

Der Nikolaustag am 6. Dezember ist der Jahrestag des Heiligen. Als Schutzpatron der Kinder beschenkt Nikolaus an diesem Tag auf der ganzen Welt Jungen und Mädchen mit Süßigkeiten, Apfelsinen, Äpfeln und Nüssen, spricht Lob aus oder auch Tadel.

Welche Legenden ranken sich um Bischof Nikolaus?

Nikolaus von Myra soll etlichen Menschen beigestanden haben. Eine der bekanntesten Legenden ist die von drei Mädchen, denen der sagenumwobene Heilige jedem einen Sack voller Gold schenkte, um sie vor der Prostitution zu schützen. An diese Wohltätigkeit erinnern auch heute noch drei goldene Kugeln, die oft vor einem Pfandhaus zu sehen sind.

Bischof Nikolaus galt auch als Schutzheiliger der Seefahrer, da er eine Schiffsmannschaft vor einem Unglück auf dem Meer bewahrte. Eine weitere Heiligenlegende berichtet von einem Metzger, der drei Jungen tötete, um deren Fleisch zu verkaufen. Nachdem der heilige Nikolaus von Myra das Verbrechen erkannte, erweckte er die Knaben wieder zum Leben.

In den West-und Ostkirchen wurde Nikolaus von Myra im Lauf der Jahrhunderte zu einem der berühmtesten und meist verehrten Heiligen. Der Nikolauskult in Nordeuropa hängt vermutlich mit den Mythen um den nordischen Donnergott Thor zusammen, weshalb auch Stechpalmen oder Schnee mit dem Nikolaustag verbunden sind. Sowohl in Holland als auch in Deutschland wurde es zum Brauch, das Sankt Nikolaus in der Nacht zum 6. Dezember den Kindern kleine Überraschungen brachte. Daraus resultierte auch die spätere Verwandlung zum Weihnachtsmann.

In Brasilien reist der Nikolaus übrigens nicht auf einem Rentier-Schlitten, sondern fliegt am 6. Dezember mit dem Hubschrauber ins Maracana-Fußballstadion, um mit 250.000 Fans eine ausgelassene Vorweihnachtsparty zu feiern.

Welche Bräuche gibt es zum 6. Dezember?

In Anlehnung an die Legende, dass Nikolaus von Myra drei Mädchen vor der Prostitution bewahrte, hat sich die Tradition des schenkenden Sankt Nikolaus entwickelt. Kinder und Erwachsene stellen Stiefel oder Schuhe vor die Haus- oder Wohnungstür und hoffen, diese am nächsten Tag reich gefüllt vorzufinden. Das bekannte Nikolauslied "Lasst uns froh und munter sein" mit der Textzeile "Dann stell ich den Teller auf, Nikolaus legt gewiss was drauf" beschreibt diesen Brauch.

 

Weitere Traditionen und Bräuche zum 6. Dezember sind:

  • einen Nikolaus aus Hefe mit Rosinenaugen und Zuckerguss backen

  • Stiefel und Schuhe am 5. Dezember blank putzen

  • einen schönen Nikolausplatz an der Wohnungs- oder Terrassentür schaffen

  • Nikolauslieder singen und Nikolausgedichte aufsagen

  • den Wunschzettel an das Christkind in den Nikolausstiefel legen

  • die Nikolauslegende erzählen oder nachspielen

Welche Bedeutung hat das Wetter am Nikolaustag

Die Wetterlage am 6. Dezember ist für Meteorologen ein außerordentlich wichtiger Hinweis zur Prognose für das Winter- und Frühlingswetter. Mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100 Prozent kommt es genau am Nikolaustag zu einer Angleichung der Temperaturen im Norden und Nordosten Europas. Wie es zu diesem Phänomen kommt, ist bisher nicht erklärbar. So liegen die Temperaturen auf Island aufgrund des warmen Golfstroms im Dezember zwischen drei und sieben Grad, im Nordosten Europas sinken die Temperaturen bedingt durch die Angleichung auf bis zu -21 Grad zur Nullgradgrenze. Auch Bauernregeln gehören zum Nikolaustag: „Fließt zu St. Nikolaus noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft.“ "Regnet's an St. Nikolaus, wird der Winter streng und graus."

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