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Aus der Welt der Esoterik

Entschleunigung - Tempo drosseln und Zeit zum Leben gewinnen

Der Begriff Entschleunigung ist eine moderne Wortfindung für eine Drosselung des Tempos, die sich besonders auf persönliche Lebensbereiche bezieht.

Entschleunigung wird statt des Begriffs Verlangsamung eingesetzt, um zu kennzeichnen, dass hiermit keinesfalls eine Verlangsamung der allgemeinen Produktivität, des gesellschaftlichen, kulturellen, wissenschaftlichen und ökonomischen Fortschritts umschrieben wird. Vermieden werden sollen mit der neuen Wortfindung auch Begriffe wie Faulheit oder Müßiggang, die traditionell negativ besetzt sind.

Das Leben entschleunigen, den Alltag entschleunigen - warum und wie

Entschleunigung ist ein Gegenwert zum immer hektischer werdenden Alltag, zu pausenlosem Zeitdruck und dem Drang, immer schneller zu neuen Entwicklungen zu kommen, ohne zu hinterfragen, welchen Nutzen die eigentlich haben. Die immer stärker beschleunigten Entwicklungen auf allen Gebieten von Wissenschaft, Technik und Produktion sind unaufhaltsam. Neue Erkenntnisse können heute schneller umgesetzt werden. Das hat Vor- und Nachteile.

Viele Vorteile, die eine rasant entwickelte Technik für die Arbeitserleichterung bedeutet, werden allerdings dadurch zunichte gemacht, dass das Produktions- und Entwicklungstempo sich auch im privaten Alltag fortsetzt. Wer Zeit und Muße hat, macht scheinbar etwas falsch. Angesehen sind Menschen, die atemlos mit dem Smartphone vor Augen von einem Berufstermin zum nächsten jagen und in der Freizeit in einen ebenso atemlosen Aktionismus verfallen.

Die Folgen für Körper und Psyche sind hinreichend bekannt. Letztlich führt so ein Leben schnell in die Sackgasse von Burnout und körperlichen Erkrankungen, zum Zerbrechen sozialer Beziehungen und in die Vernachlässigung der Familie. Spätestens hier ist es an der Zeit das Leben zu entschleunigen und wieder für Dinge wie echten Genuss, erholsame Pausen, Rast und für zwischenmenschliche Beziehungen Raum zu schaffen.

So lässt sich der Alltag entschleunigen:

  • Ordnung schaffen im Terminkalender und im Kopf: Ordnung ist das halbe Leben sagt ein Sprichwort, Ordnung ist auch wichtig zur Entschleunigung. Wer Termine vernünftig plant, unrealistische Vorhaben neue Grenzen zeigt, gewinnt Zeit für Muße im Privatleben. Das ausgewogene Verhältnis vom Berufs- und Privatleben, die sog. Work-Life-Balance ist sehr wichtig!

  • Nicht alles auf einmal tun wollen: Es ist besser, eine einzelne Unternehmung von A bis Z zu genießen, statt zig verschiedenen Aktionen zu planen und letztlich alles nur im „Vorbeirauschen“ wahrzunehmen.

  • Etwas Schönes für jeden Tag einplanen und konzentriert durchführen: Einen Familienausflug unternehmen, Zeit für ein Hobby, im Garten faulenzen, ein Buch lesen. Alles, was dem Menschen gut tut, dafür sollte er sich täglich ein wenig Zeit nehmen.

  • Es ist besser, sich bei sportlichen Aktivitäten auszupowern als bei privatem Terminstress: Auch lohnt es sich ab und zu eine kleine „Zivilisationsflucht“ einzuplanen bspw. am Wochenende zelten oder angeln gehen oder einen Abend am Lagerfeuer planen. Handy und Notebook bleiben dabei natürlich zu Hause.

  • Etwas langsam und mit Bedacht tun: Jeder kann sich beliebig viele solcher Dinge ausdenken. Worauf es beim Entschleunigen ankommt ist die viel geschmähte Langsamkeit. Sie öffnet alle Sinne für jedes Detail und lässt Momente genießen.

Entschleunigung durch Achtsamkeit

Die tägliche Hektik hat oft zur Folge, dass Menschen sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse aus den Augen verlieren. Geschieht das, fühlt sich der Mensch aber nicht mehr in seiner Lebenswelt fest genug verankert. Er verliert die nötige Sicherheit und Selbstsicherheit, die zur Meisterung des Lebens erforderlich ist.

Achtsamkeit beinhaltet, dass auch innegehalten wird, um sich nach persönlichen Bedürfnissen, Wünschen und Zielen zu fragen. Achtsamkeit beinhaltet weiterhin, sorgsam mit dem eigenen Körper und der eigenen Seele umzugehen und für ihre Gesundheit zu sorgen. Darüber hinaus richtet sich Achtsamkeit auf die Bedürfnisse von Menschen im Umfeld und sorgt für Rücksichtnahme und Verständnis.

Das Augenmerk auf diese Dinge zu lenken, erfordert an sich schon, alles zeitweilig zu entschleunigen. Schließlich wird etwas Zeit gebraucht, um sich eigenen Bedürfnissen und denen der Mitmenschen zuzuwenden. Keine Angst: Solche Augenblicke achtsamen Innehaltens werden weder das erforderliche Arbeitstempo zur Erledigung aller Pflichten, noch private Vorhaben negativ beeinflussen. Im Gegenteil: Aus Achtsamkeit wird Kraft geschöpft, Selbstsicherheit und innere Ruhe gefunden.

Hilfreich für das Erlernen von Achtsamkeit sind:

  • Yoga
  • Meditationsübungen
  • Entspannungstechniken (bspw. autogenes Training)
  • Atemübungen, bei denen bewusst die Energien in Fluss gebracht werden

Wer so an Achtsamkeit für sich und andere gewinnt, ist auch besser gegen Stress gewappnet. Sich jeden Tag ein wenig Zeit zu nehmen für Entschleunigung und Achtsamkeit, für den Blick auf die Dinge, die wirklich wesentlich sind, das stärkt im Umgang mit Krisensituationen, Zeitdruck und steigenden Anforderungen.

Auf diese Weise macht es den Menschen stärker und widerstandsfähiger, immer wieder das Leben etwas zu entschleunigen und auch für Entschleunigung im Alltag zu sorgen. Das ist auch der körperlichen Gesundheit zuträglich. Wer innehalten kann und zu sich kommt, gibt auch seinem Körper Gelegenheit, neue Energien zu mobilisieren und sich gegen Krankheiten zu wappnen.

Entschleunigung hilft zur Regeneration des Körpers und des Geistes

Entschleunigung und Achtsamkeit sollten in einem engen Zusammenhang gesehen werden. Es geht bei der Entschleunigung nicht um Verlangsamung schlechthin, sondern darum, die Temporeduzierung zur körperlichen und geistigen Regeneration sinnvoll zu nutzen.

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