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Aus der Welt der Esoterik

Farbsymbolik – die starke Wirkung von Farben

Farben begleiten die Menschen nicht nur bei ihrer bewussten Wahrnehmung, sie beeinflussen auch stark das Unterbewusstsein. Und jede Farbe hat ihre eigene spezifische Wirkung – erfahren Sie mehr darüber.

Das menschliche Auge besitzt die Fähigkeit, ein sehr großes Spektrum von Farben wahrzunehmen.

Dabei hat jede Farbe ihre ganz eigene Wirkung auf uns – anregend, beruhigend, bedrohlich oder befreiend sind nur ein Ausschnitt des ganzen Spektrums.

Aus diesem Grund entwickelte sich das wissenschaftliche Feld der Farbsymbolik immer weiter, um Farben und die Wirkung bis ins letzte Detail zu verstehen. Farben lassen sich seelischen Verfassungen, Handlungen, Ritualen zuordnen. Das zeigt deutlich, dass Farben in der Psychologie eine sehr wichtige Rolle spielen. Deren Einflüsse werden sowohl bei der Behandlung psychischer Krankheiten und Depressionen genutzt, aber auch ganz gezielt in der Werbung eingesetzt.

Wie Farben auf den Menschen wirken

Was Menschen empfinden, wenn sie eine bestimmte Farbe sehen, davon umgeben sind, ist teils übergreifend auf alle Menschen zutreffend, teils auch kulturell geprägt. So ist beispielsweise in unserem Kulturkreis Schwarz die Farbe der Trauer, die auch bei Begräbnissen getragen wird. In China, Indien und anderen Ländern trägt man zu Traueranlässen hingegen Weiß. Das ist auf die unterschiedliche Todesbewertung zurückzuführen. Die klärende Farbe Weiß steht für den Übergang in eine andere Existenzform.

Farben in Kulturkreisen

Andere Farben, beispielsweise Rot, Grün oder Blau rufen bei Menschen verschiedener Kulturkreise gleiche Emotionen hervor. Rot löst eine anregende, stimulierende, aktivitätsfördernde Wirkung aus, Grün wird allgemein mit der Natur in Zusammenhang gebracht und Blau mit dem kühlen Wasser.

Dennoch gibt es in verschiedenen Kulturkreisen auch eine unterschiedlich interpretierte Farbsymbolik. So werden Farben wie Rot, Schwarz, Gelb, Orange, Weiß bei zahlreichen religiösen und magischen Ritualen eingesetzt und stehen jeweils für bestimmte Handlungen und Ziele.

Farben und Gefühle

Farben beeinflussen stark das Unterbewusstsein. Gefühle, die von Farben hervorgerufen (Ausgeglichenheit, fröhliche Stimmung, Angst) stehen außerhalb von rationalen Überlegungen. Der farbsehende Mensch träumt farbig, ordnet der Vorstellungswelt Farben zu und reagiert emotional auf Farben in der Umgebung.

Die meisten Menschen entwickeln eine Vorliebe für eine bestimmte Farbe. Bei Anwendung der Farbsymbolik werden solche Vorlieben durch Lebensphasen, psychische Zustände und die individuelle Persönlichkeit geprägt. Menschen, die sich mit Rot und Orange umgeben, lieben einerseits das warme und belebende Farbspektrum und wünschen sich unterbewusst eine starke Anregung durch die Farben. Weniger emotionsgeladen ist beispielsweise die Gestaltung einer Umgebung, der Wohnung oder die Vorliebe bei der Kleidung für Blau, kontrastreiches Schwarz-Weiß, Grau oder Silber.

Farbsymbolik und Symbolfarben

Da die Zuordnung bei der Farbsymbolik vielfach auch stark kulturell geprägt ist, sollte auch die Farbsymbolik bestimmten Kulturräumen zugeordnet werden. Daher kann das allgemeine Spektrum einer Symbolfarbe sehr weitreichend sein.

  • Rot – Symbolfarbe für Liebe, Erotik, Macht, Reichtum, Blut, Kampf, Sieg, Warnfarbe bei Gefahr

  • Grün – Symbolfarbe für Natur, Glück, Ausgeglichenheit, Ruhe, Hoffnung, Harmonie, kann aber auch mit bestimmten Giften assoziiert werden

  • Blau – Symbolfarbe für Treue, Ruhe, Sehnsucht, Fernweh, Beständigkeit, aber auch Kälte und Distanz

  • Gelb – Symbolfarbe für Licht, Sonnenlicht, Aktivität, aber auch Neid, Gefahr

  • Weiß – Symbolfarbe für Reinheit, Weisheit, Unberührtheit, Klarheit, Überirdisches

  • Schwarz – eine negativ besetzte Symbolfarbe für Dunkelheit, Undurchdringlichkeit, Tod, schwarze Magie, Böses, Angst, Bedrohung, positiv als Kontrastfarbe (Yin und Yang)

Bedeutung von Farbkontrasten

Farbkontrasten kommt eine besondere Bedeutung in der Farbsymbolik zu. Ausgehend von der Unabdingbarkeit von Gegensätzlichkeiten im Leben, bei der Wahrnehmung und bei den Naturgesetzen wirken Farbkontraste gegensätzlicher Farben, wie Rot und Schwarz, Weiß und Blau, Gelb und Grün, Weiß und Schwarz besonders eindrucksvoll. Viele Designs machen sich das zunutze.

Dabei ist der Kontrast von Schwarz und Weiß der markanteste, denn er spiegelt voneinander abhängige Gegensätze wider – Reinheit und Vergehen, Tod und Leben, Angst und Erhöhung. Grau, das schwächere Schwarz, das durch die Beimischung von Weiß entsteht, steht dagegen für die Vorstufe des Todes, das Alter, aber auch für Weisheit, Undurchdringlichkeit, Geheimnis, Lethargie (alles grau in grau sehen).

Eine weitere Mischfarbe, Violett, spielt in der Spiritualität eine große Rolle. Sie wird hier assoziiert mit geistigem Gleichgewicht, Ritualen, Meditation, Idealismus. Violett gilt aber auch als Symbolfarbe für Erfolg und spirituelle Kraft. Negativ besetzt ist Violett dagegen mit Eitelkeit, Untreue oder Unnatürlichkeit. Die Farbsymbolik hat im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen erfahren. Die schwierige Beschaffung von roten Farbstoffen machte in früheren Zeiten Rot zu einer Herrscherfarbe. Im Mittelalter war es in vielen Ländern beispielsweise Menschen des Volkes und niederen Adels verboten, Rot zu tragen.

Farbnuancen und die richtige Deutung

Die Farbsymbolik beschäftigt sich intensiv mit den Grundfarben und farblichen Nuancen, denen bei Ritualen oder für die Beeinflussung der Stimmung eine besondere Bedeutung zukommt. Jede einzelne Farbnuance mit der Farbsymbolik zu deuten, würde allerdings zu weit führen. Dennoch kommt natürlich den verschiedenen Nuancen von Farben und Farbmischungen eine große Bedeutung zu.

Nuancen, die in Richtung dunklerer Farbtöne gehen, verstärken die Grundwirkung einer Farbe. Die Tendenz zur helleren Tönung dagegen kann Wirkungen der Grundfarbe abschwächen. Die helleren Farbtöne entstehen durch die Beimischung von Weiß, das sehr positiv in der Farbsymbolik besetzt ist. Die dunklen Farbtöne enthalten Anteile von Schwarz, das eher negativ besetzt ist. Gelb- und Rottöne, die ins Gold gleiten, assoziieren Menschen weniger mit Beruhigung und Stimmungsaufhellung als mit Hochwertigkeit, Reichtum, Glück und Erfolg. Dagegen wird Rosa mit femininen Eigenschaften, Zartheit, Schwäche, Kindlichkeit, Verniedlichung oder gar Kitsch besetzt. Ähnlich ist es, wenn Weiß und Blau zum Silber tendieren.

Selbst Weiß, die Farbe, die die Summe aller Farben enthält, gibt es in verschiedenen Nuancen. Klares Schneeweiß wird eher als grell empfunden, Cremeweiß dagegen als angenehm mild und ausgleichend. Gelb ist laut Farbsymbolik eine dynamische Farbe, die zur Aktivität anregt und heiter stimmt, jedoch nicht beruhigt. Kommen Gelb und Rot zusammen, entstehen Farbtöne von Orange bis Braun, wobei Braun mit Erde, Bodenständigkeit und Wärme in Verbindung gebracht wird.

Farbe im Alltag bewusst einsetzen

Die Prägung unseres Wissens um weltweit verbreitete oder kulturelle Farbsymbolik bewirkt, dass Farben bei Menschen bestimmte Stimmungen auslösen. Das ist jedoch nicht nur auf die Farbsymbolik zurückzuführen. Eine Farbe wirkt bereits auf den Menschen, wenn er kulturell noch nicht geprägt ist und die Farben noch nicht benennen kann. Die Farbe löst im Unterbewusstsein bestimmte Reaktionen und Gefühle aus, ohne dass es dafür eine Vorgabe gibt.

Eine Lieblingsfarbe im Leben?

Lieblingsfarben werden bei Kindern bereits bevorzugt, bevor sie Farben benennen können und etwas über deren Wirkung und Symbolik gehört und verstanden haben. Ein Mensch fühlt sich zu bestimmten Farben, manchmal einer bestimmten Grundfarbe hingezogen. Dabei kann sich die Vorzugsfarbe im Laufe des Lebens ändern, je nachdem wie sich eine innere Einstellung und die Lebensführung ändern. Dem unterbewussten Hang zur Lieblingsfarbe sollten Menschen ruhig nachgeben und sich mit dieser Farbe umgeben und sie auch bei der Kleidung bevorzugen.

Abwechslung durch Farben

Lieblingsfarbe hin oder her - bei der Raumgestaltung noch bei der Kleidung sollte auf farbliche Vielfalt, auch nicht auf die Vielfalt der Zwischentöne, verzichtet werden.

Eine einfarbige Umgebung oder die ausschließliche Ton-in-Ton-Gestaltung setzen so starke Akzente, dass sich die positivste Farbe negativ auswirken kann.Es fehlt der Ausgleich, der nur durch Kontrastfarben hergestellt werden kann. Dabei sollten auch Kontraste zwischen Hell und Dunkel ausreichend vorhanden sein.

Viele einfarbige Gegenstände wie Möbel können durch Accessoires in anderen Farben, durch Wandgestaltung und Böden belebt werden. Zu große Vielfarbigkeit bewirkt dagegen Chaos für Auge und Gemüt. Jede Farbe sollte bei Vielfarbigkeit sowohl ein Pendant haben, aber auch Übergänge durch Farbnuancen.

Farbsymbolik – Kultur und Wissenschaft

Die Farbsymbolik ist teils kulturell geprägt, für einige Farben weltweit gleich. Die Farbsymbolik schreibt Farben eine große Bandbreite von Wirkungen und Eigenschaften zu. Menschen können sich vom Farbgefühl leiten lassen, sollten aber die nachgewiesene Wirkung von Farben nicht unterschätzen. Jeder sollte Abwechslung reinbringen, aber nicht als chaotischer Farbenhaufen durch die Welt gehen.

 

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► Farbe Lila

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