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Karma Yoga – tatkräftiger Weg zur Erkenntnis

Was ist Karma Yoga? - Kurz gesagt, ist Karma Yoga das Yoga der Tat und der Überwindung alter Lasten und von engstirnigem Egoismus. Im Unterschied zu Yoga-Arten wie Hartha Yoga, gibt es bei der Lehre des Karma Yoga keine Vorgaben für körperliche Übungen und Meditation. Es gibt einige Karma Yoga Rituale, zum Beispiel das Ritual des Kreises, des Rades, sie sind jedoch nur eine Hilfe zur Durchführung des aktiven Tuns, keine feste Vorschrift.

Dieses Yoga wird auch als das „Yoga des selbstlosen Dienens“ oder als „Pfad der Werke“ beschrieben. Den Taten sollen Selbstlosigkeit, Verzicht auf Egoismus, Eifersucht, Neid, rückhaltloses Erfolgsstreben und Feinseligkeit zugrunde liegen.

Offene Lebensgestaltung und philosophische Erkenntnisse durch Karma Yoga

Im Hinduismus werden verschiedene Wege zur inneren Erleuchtung und Befreiung gewiesen. Karma Yoga ist einer dieser Wege und Teil einer uralten hinduistischen Philosophie, das Leben im Sinne von innerer Erleuchtung, Erlösung von Zwängen und Gewinnung neuer Erkenntnisse zu gestalten. Es geht darum, eine innere Einstellung zu gewinnen, die es ermöglicht, in Einklang mit dem eigenen Ich und anderen Menschen zu leben. Karma ist das Handeln. Es umfasst alle Arten von Tätigsein im Leben. Karma schließt dabei auch Handlungen ein, die in einem früheren Leben stattgefunden haben. Krishna, Gott im Hinduismus, lehrt in der alten Schrift Bhagavadgita im dritten Kapitel:

„Für den Besinnlichen gibt es den Pfad der Erkenntnis, für den Tätigen den Weg der selbstlosen Tat. Niemand wird vollkommen dadurch, dass er der Arbeit entsagt. Niemand kann dem Tun entsagen … Deshalb musst du jede Tat vollziehen als eine Darbringung an Gott und frei sein von aller Bindung an die Ergebnisse.“

Das Karma Yoga als Instrument für einen Neuanfang im Leben nutzen

Im Hinduismus gibt es keinen seelischen Tod, nur den körperlichen Tod. Das ist eine der vielen Gemeinsamkeiten, die sich zum Christentum finden. Während allerdings im Christentum das Leben als geistiges Wesen bis in Ewigkeit fortgesetzt wird, schlüpft für die Hindus die Seele in einen neuen Körper. Dabei nimmt sie unerfüllte Wünsche, unerreichte Ziele, Fehler und Stärken aus dem früheren Leben mit, was den Menschen im derzeitigen Leben belasten kann. Hinzu kommen alle Dinge, die der Mensch in seinem derzeitigen Leben tut. Er übt Tätigkeiten aus, die Folgen haben. Das können gute oder schlechte Folgen sein. Er trägt Begonnenes, Unvollendetes und Belastendes mit sich herum.

Beim Karma Yoga sollen Menschen die Möglichkeit wahrnehmen können, sich von solchen Altlasten zu befreien. Eigentlich weist dieses Yoga also denen, die es praktizieren wollen, den Weg zu einem kompletten Neuanfang. Der so oft verwendete Begriff vom „Aussteiger“, der sich von üblichen Regeln und Zwängen abwendet, wird hier zu einem erstrebten Ziel der zukünftigen Handlungen. Die Ideale dieser Handlungen zeigen wiederum einige Ähnlichkeit mit der christlichen Lehre. Der Mensch soll sich dem Dienst an Gott widmen, er soll sich von Hass, Überheblichkeit und Selbstsucht befreien und stattdessen reine Liebe, Demut und Toleranz üben. Auf ähnlich absolute Art folgen solchen Zielen beispielsweise die Nonnen und Mönche in christlichen Klöstern. Einem Neuling beim Karma Yoga werden keine Karma Yoga Rituale vorgeschrieben, ihm werden nur Aufgaben gestellt:

  • Karma (handeln) und Erfüllung von Wünschen
  • Karma und der richtige Antrieb zu sinnvollem Handeln
  • Karma und der Weg zur Erleuchtung
  • Karma ohne Egoismus
  • Tamassiges (träges, trauriges Ego), rajassiges (unruhiges, erfolgs- und konkurrenzbetontes Ego), sattwiges (lichtvolles, unbelastetes, reines) Ego

Zu den philosophisch-religiösen Grundlagen des Hinduismus, somit auch des Karma Yoga, gehört unbedingt das Ursache-Wirkung-Gesetz. Gleich, was jemand tut, es hat immer eine Ursache und ruft Wirkungen hervor. Daher wird der Hauptaspekt beim Karma Yoga für eine innere Befreiung und Erleuchtung auf physische und geistige Handlungen gelegt, die angetan sind, gute Wirkungen zu erzielen. Bevor dieser Weg beschritten werden kann, muss sich der Karma-Yoga-Anhänger jedoch von altem Ballast befreien. Er muss sich von falschen Ansichten und Handlungen befreien, von alten Ängsten und den Folgen eigener Fehler und sich völlig neuen Handlungsweisen öffnen. Was das Handeln betrifft, wird von drei Karma-Arten gesprochen:

  • Sanchita - die Arbeiten und Handlungen, die sich angesammelt haben
  • Prarabdha - die fruchtbringenden Arbeiten und Handlungen der Vergangenheit
  • Krivamana/Agami - die derzeitigen Taten und Arbeiten

Was ist Karma Yoga im heutigen Alltag?

So einleuchtend und schön die beim Karma Yoga an seine Anhänger gestellten Handlungsaufforderungen klingen, so schwierig wird es vielleicht sein, sie im modernen Alltag umzusetzen. Die Zuwendung zu diesem Yoga setzt voraus, dass sich der Anhänger von vielen üblichen Denk- und Handlungsweisen trennen muss. Konkurrenzkampf, Feindseligkeit, Neid, Mobbing, Rache, eigennütziges Erfolgsstreben, all dies soll zukünftig in seinen Handlungen und Denkweisen keinen Platz mehr finden. Ein schwerer Weg, all diese gewöhnlichen Denk- und Arbeitsweisen abzulegen.

Das Karma Yoga stellt jedoch – wie auch jedes andere Yoga – nicht die Aufgabe, alles bis zum letzten zu erfüllen. Auch hier dürfen Anhänger so weit gehen, wie sie möchten und können. Ein bekannter Lehrer dieses Yoga, Sukadev Volker Bretz, Gründer von Yoga Vidya, legt in Online-Videos und zahlreichen Vorträgen und Seminaren alltägliche Aufgaben und Anwendungen anschaulich dar. Hilfreiche Bücher zu Karma Yoga haben u. a. Karin Jundt, C. Kerneiz, Swami Satyasangananda oder Swami Vivekananda veröffentlicht. Kurse und Seminare vermitteln:

  • Grundlagen zum Handeln, Urvertrauen und Gleichmut
  • Begleitung im Alltag durch den Yoga-Lehrer
  • Gespräche und Austausch über verschiedene Kursabschnitte und die eigenen Erfahrungen
  • Analyse des Lernprozesses
  • Erarbeitung von neuen Erkenntnissen

Die Kurse werden gewöhnlich in kleinen Gruppen mit einem erfahrenen Yoga-Lehrer durchgeführt. Als „Yoga der Tat“ begnügt sich Karma Yoga auch bei den Kursen nicht mit der Vermittlung der theoretischen Grundlagen und dem Üben bestimmter Karma Yoga Rituale. Alles wird mit der praktischen Anwendung im Alltag verbunden. Es geht darum, das Leben nach neuen, befreienden Richtlinien zu gestalten. Alle Lehren werden praktisch in die Tat umgesetzt.

Für wen ist Karma Yoga besonders geeignet?

Die Yoga-Schule Karma Yoga ist eine gute Entscheidung für Menschen, die nach mehr innerer Ausgeglichenheit streben, ein neues Selbstwertgefühl gewinnen wollen und die bereit sind, neue Wege im alltäglichen Leben zu beschreiten.

Menschen, die auf der Suche nach Spiritualität im alltäglichen Leben sind, finden hier gewiss viele Antworten auf wichtige Fragen.

Hilfreich können die Kurse und Seminare auch für Menschen sein, die sich durch Burnout oder Depression, unerträglichem Druck im Berufs- oder Gesellschaftsleben in einer „Sackgasse“ glauben. Die Befreiung von so mancher alten Gewohnheit, von dem Druck ständigen Erfolgsstrebens und überhöhter Ansprüche von anderen oder sich selbst an das eigene Ego, führt zu mehr Gleichmut und Gelassenheit im Alltag.

Menschen, die eine christliche Erziehung genossen haben, sich vielleicht schon eingehender mit Glaubensfragen befasst haben, werden hier ein Yoga finden, dem sie sich öffnen können, ohne von eigenen Glaubensstandpunkten abzuweichen. Sie werden im Gegenteil sogar Möglichkeit sehen, Ansprüchen gerecht zu werden, die ihnen zuvor unerfüllbar erschienen sind. Auch Menschen, die vielleicht an chronischen Krankheiten oder schweren Krankheitsfolgen leiden, können hier Wege finden, ohne Zwang und Druck Wege zu beschreiten, die ihnen Kraft im Alltag geben. Kein Yoga ist isoliert zu sehen. Jedes Yoga lässt sich sehr gut mit anderen Yoga-Arten verbinden und ergänzen. So kann es beispielsweise auch sinnvoll sein Hartha Yoga und Karma Yoga ergänzend zu betreiben. Das Gleichgewicht von Körper und Geist, das beim Hartha Yoga im Mittelpunkt mit praktischem Handeln von Karma Yoga im Alltag zu verbinden, ist für viele eine gute Kombination.

Entschlossenheit für Ihr Leben – Karma Yoga als Schlüssel zu mehr Tatendrang

Was ist Karma Yoga? Tu es! Die Aufgabenstellungen und die Wegen zum praktischen Handeln von Karma Yoga auch nur teilweise zu verinnerlichen, kann das innere Gleichgewicht und Selbstwertgefühl stärken. Da die Lehre dieser Form des Yoga vor allem die Tat und das Dienen in den Vordergrund stellt, ist es wunderbar geeignet für Menschen, die sich einer grundlegenden Entscheidung gegenüber sehen. Die verschiedenen Elemente des Karma Yoga – die Meditation als immer wiederkehrende Übung auf der Suche nach mehr innerer Ruhe – ebnen dabei den Weg zu einem weitaus ausgeglicheneren Alltag und im Zuge dessen auch zu einer zeitweilig wesentlich differenzierteren und objektiveren Sicht auf die Dinge.

Eine Sicht, die es Anhängern des Karma Yoga ermöglicht, Entscheidungen nach reiflicher Überlegung mit gesteigerter Überzeugung zu treffen und so nachhaltig das eigene Leben zu gestalten. Nutzen auch Sie Ihre Möglichkeiten und verknüpfen Sie das Karma Yoga mit Ihrem Alltag! Bereits mit wenigen Übungen kann die Entschlossenheit zum Handeln gesteigert werden – diese Entschlossenheit öffnet Ihnen Tür und Tor, neue Wege in Ihrem Leben zu beschreiten.

Das Wichtigste über Yoga erfahren Sie in unserer Yoga-Serie:

► Die Geschichte des Yoga      ► Hatha Yoga      ► Bhakti Yoga      

► Kundalini Yoga                       ► Jnana Yoga       ► Raja Yoga

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