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Konfuzianismus - Philosophische Weltanschauung aus China

Der Konfuzianismus ist eine ehemalige Theorie zur chinesischen Staatsführung und erlebt heute eine Renaissance in der westlichen Welt. Die Kerngedanken der asiatischen Weltanschauung lassen sich auf verschiedene Lebensbereiche übertragen.

Laut Konfuzius ist der Mensch durch soziale Strukturen und Familie geprägt.

Sein Wohl und Wehe ist abhängig von gegenwärtigen und vergangenen Beziehungen zu Familienmitgliedern und  Vorfahren.

Die konfuzianischen Grundregeln vermitteln die positiven Auswirkungen einer moralischen Lebensführung. Die Ordnung findet vorher statt, nicht erst, wenn Chaos entstanden ist. Der Konfuzianismus gilt das Prinzip „Vorbeugen statt Heilen“.

Konfuzianismus als Grundlage einer umfassenden Reformierung

Die Bezeichnung Konfuzianismus steht für eine chinesische Philosophie und leitet sich aus den Silben Kong-fu-zi ab, was so viel bedeutet wie Meister Kong. Der Gründer Konfuzius wollte den Daoismus reformieren, der das Einswerden mit dem Göttlichen zum Ziel hat. Das Anliegen des Konfuzianismus ist der respektvolle Umgang mit allen Menschen. Die konfuzianischen Lehren fordern jeden auf, alte Traditionen zu wahren. Im Zentrum des Konfuzianismus stehen die moralischen Aspekte innerhalb der Familie und der staatlichen Gemeinschaft. Die durch die Weisheiten erstellten Normen für das gemeinschaftliche Zusammenleben wurden in Teilen von anderen Religionen übernommen. Im Mittelpunkt konfuzianischer Lehren stehen:

  • Jen: Die Ideale der Menschlichkeit
  • Li: die Ideale der Gerechtigkeit
  • Hsiao: Die Ideale der Frömmigkeit oder Pietät

Die geschichtliche Entwicklung des Konfuzianismus

In China war der Konfuzianismus während der Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.) bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts Staatsreligion. Konfuzius ist der Begründer der philosophischen Lehren. Als Meister Kong starb er 479 v. Chr. Missionarische Jesuiten lebten die konfuzianischen Lehren, als sie im 17. Jahrhundert n. Chr. durch China zogen. Ende des 19. Jahrhunderts hatte der Konfuzianismus eine Anhängerschaft von etwa 300 Millionen Menschen. Rund 15 Prozent der praktizierenden Konfuzianer sind Mönche, leben in einfachsten Verhältnissen und beschäftigen sich vorwiegend mit Meditation.

Die konfuzianistische Lehre zwischen Loyalität und Gerechtigkeit

Die konfuzianische Lehre ist neben dem Daoismus, dem Taoismus und dem Buddhismus eine der einflussreichsten Weltanschauungen. Die Grundwerte, die Konfuzius lehrte, sind Tugendhaftigkeit, Moral, Rechtschaffenheit sowie der Ausgleich zwischen Ying und Yang. Ying steht für das Weibliche, Erhaltende und Dunkle, Yang dagegen für das Männliche, Aufsteigende und Helle. Der Konfuzianismus hat zum Ziel, das Gleichgewicht der Eigenschaften zu halten. Der entscheidende Punkt in der konfuzianischen Philosophie ist die Hinwendung zum praktischen Leben und zu den Mitmenschen. Das System besteht aus Logik, Riten, Ethik und Metaphysik. Konfuzius glaubte, dass nur durch Achtung und Respekt eine Ordnung erreicht werden kann. Die sozialen Prinzipien:

  • Loyalität, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit
  • Verehrung der Ahnen und älteren Familienmitglieder
  • Das Wahren der Sitten

Konfuzianismus der Moderne – Die konfuzianische Idee heute

Der Konfuzianismus ist seit mehr als 2.000 Jahren prägend in der chinesischen Gesellschaft. Die Lehren beeinflussen den politischen, medizinischen und ethischen Bereich. Die konfuzianischen Ideen haben im Zuge der Globalisierung auch die westlichen Industrienationen erreicht. Immer mehr Menschen interessieren sich für die Kernthemen und lesen Bücher bekannter Konfuzianisten und Mönche. Die chinesischen Weisheiten helfen vielen Menschen im Alltag. Sie können die Lehren im beruflichen und privaten Bereich anwenden. Philosophien aus dem Konfuzianismus:

  • „Wer am falschen Faden arbeitet, zerstört das ganze Gewebe.“
  • „Es ist besser das winzigste Lämpchen zu entzünden, als sich über Dunkelheit zu beklagen.“
  • „Nur wer mit dem Strom schwimmt, wird das Meer erreichen.“

Wichtige Personen im Umfeld des Konfuzianismus

Neben Konfuzius ist Mengzi einer der großen Weisen. Er hat die philosophischen Richtungen neu interpretiert und weiterentwickelt. Mengzi stellte die Menschenliebe in den Vordergrund und sah sie  Teil des menschlichen Naturells. Einzig das Umfeld und die Gefühle entfernen den Menschen von seinen positiven Anlagen. Der chinesische Philosoph Xunzi ist ebenfalls einer der berühmten Nachfolger von Konfuzius. Er legte den Fokus auf Rituale und hielt die menschliche Natur für schlecht. Xunzi vertrat den Standpunkt, einzig Disziplin führe zu Verhaltensänderungen.

Bekannte Bücher und Schriften rund um den Konfuzianismus

Die philosophischen Lehren hat Konfuzius nie als seine eigene Schöpfung betrachtet, sondern immer als Erfahrungen, die Kaiser im frühen China weitergegeben hatten. Konfuzius hat die alten Überlieferungen jedoch bewahrt und den Mitmenschen zugänglich gemacht. Von den fünf klassischen oder kanonischen Büchern wurden die ersten vier Bücher höchstwahrscheinlich von Konfuzius geschrieben, das fünfte wohl nur in Auszügen. Die fünf bekanntesten Bücher und Schriften:

  • Buch der Wandlungen – beschäftigt sich mit der  Metaphysik des Universums
  • Buch der Lieder – enthält sehr alte Gesänge und Dichtungen
  • Buch der Urkunden – eine Sammlung von Gesetzen und Urkunden
  • Frühlings- und Herbstannalen – eine Chronik von Konfuzius Geburtsort Lu
  • Buch der Riten – befasst sich mit Sitten, Vorschriften und Bräuchen in China

Konfuzius – der Gründer aller nach ihm benannten Lehren

Konfuzius (552 bis 479 v. Chr.) wurde in Lu, einem Staat an der chinesischen Nordostküste, geboren. Seine Familie verarmte infolge politischer Unruhen, als er drei Jahre alt war.

Nach dem Tod seines Vaters besuchte Konfuzius eine Adelsschule, heiratete und arbeitete zunächst in untergeordneten Beamtenpositionen.

Die Hoffnung, eine bessere Anstellung zu finden, trieb ihn in die Welt hinaus. Doch weil es für Konfuzius  keine gute Arbeitsstelle gab, kehrte er in seine Heimat Lu zurück.

Dort versammelte der Vater von zwei Kindern Menschen aus niederen sozialen Schichten und vermittelte ihnen Weisheiten von Liebe, Gerechtigkeit und Respekt.

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