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Aus der Welt der Esoterik

Liebe und Hass - die zwei stärksten menschlichen Emotionen

Hass ist die stärkste Form der Abneigung und Liebe die stärkste Form der Zuneigung. Was beide gemeinsam haben, ist die enorme Intensität des Gefühls.

In Beziehungen kann es unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Wechsel von Hass und Liebe, der Hassliebe, kommen.

Die Ursachen für eine Hassliebe, die übrigens sehr häufig vorkommt, liegen zumeist in einer sehr abhängigen Art der Beziehung, die keinerlei oder nicht ausreichend Freiräume gestattet.

Psychologische Tests haben erwiesen, dass ein solches Wechselbad der Gefühle in einer Beziehung auf innere Unsicherheit hinweist.

Hassliebe, was ist das? Wie kann sich so ein Gefühl entwickeln?

Zu welcher emotionalen Intensität ein Mensch fähig ist, das liegt in seiner Persönlichkeit begründet. Dabei spielen Entwicklungen, Erfahrungen, Erziehung, soziales Umfeld in der frühen und späteren Kindheit eine große Rolle. Menschen mit einer unsicheren Persönlichkeit neigen auch später in Beziehungen eher dazu, zwischen verschiedenen Empfindungen zu schwanken.

 

Es gibt „emotionale Böden“, auf denen sich eine Hassliebe herausbilden kann:

  • Übermäßige Fokussierung auf den anderen, starke Abhängigkeit
  • Gefühl der Ausweglosigkeit - schmerzliche Beziehung wird dem Alleinsein vorgezogen
  • Menschen, Vorkommnisse werden nur als ganz schlecht oder großartig angesehen
  • Mangelnde Fähigkeit, eigene Gefühle zu kontrollieren und einzuordnen
  • Unfähigkeit zur gegenseitigen Toleranz

Eine starke Abhängigkeit, die keinen Raum für liebevolle Toleranz lässt, ist bei solchen heftigen Gefühlsschwankungen meist gegeben. Sie besteht entweder infolge äußerer, gesellschaftlicher Umstände oder auf emotionaler, häufig auf sexueller Ebene.

Führen Wege aus dem Chaos von Hass und Liebe?

Aspekten der Logik folgend müssten sich diese gegensätzlichen Empfindungen ausschließen. Wirklich bestehen sie auch nicht gleichzeitig zwischen zwei Menschen. Entweder wird gerade gehasst oder abgöttisch geliebt. Liebe beinhaltet jedoch eigentlich tiefe emotionale Zuwendung, die auch einige negative Eigenschaften und zwischenmenschliche Probleme akzeptieren und überwinden kann. Bei der Hassliebe fehlt meist auch jede normale Kommunikation.

Das Leben in diesem Gefühlsklima ist nicht gesund. Die beiden Menschen können eine Paartherapie anstreben, ihren eigenen Gefühlen auf den Grund gehen und scheinbar unüberbrückbare Hürden in Angriff nehmen. Oft kommt es in Beziehungen mit dem Wechsel von Hass und Liebe aber auch zu unkontrollierter Aggressivität, ständiger gegenseitiger Verletzung. Streit führt zu Tätlichkeiten. Dann ist eine Trennung trotz Liebe, eventuell eine folgende Therapie, meist der einzige Weg.

Sind es bestimmte Eigenschaften, Verhaltensweisen, Unvereinbarkeit der beiden Lebensauffassungen, die der Gemeinsamkeit im Weg stehen, kann eine räumliche Trennung helfen. Beide halten in dem Fall ihre Liebesbeziehung aufrecht, entscheiden sich aber für einen eigenständigen Wohnort.

Kann aus Hass Liebe werden?

Spontan halten das die meisten Menschen für ausgeschlossen. Es kommt jedoch vor, dass sich Hassgefühle gar nicht gegen die Persönlichkeit eines Menschen richten. Sie können auf die Übertragung hergebrachter, anerzogener Vorurteile zurückzuführen sein. Dann geht es gar nicht um diesen einen Menschen. Bei näherem Kennenlernen entpuppen sich die Vorurteile als falsch und es kann Liebe wachsen.

Hassgefühle können auch aus der Rolle entstehen, die ein Mensch spielt, beispielsweise in der gesellschaftlichen, beruflichen Hierarchie.

Gehasst wird die bestimmende, absolute Art eines Vorgesetzten, die Dominanz eines Kollegen ...

Lernen sich zwei Menschen richtig kennen, werden weitere und sehr positive Eigenschaften entdeckt.

Es kommt zu einer Liebesbeziehung, da sich beide zuvor falsch einschätzten.

Manchmal kann ein Mensch seine Gefühle nicht eindeutig einordnen. Aufgrund bestimmter Vorkommnisse und undefinierbarer Emotionen wird für Hass gehalten, was eigentlich Anziehung und Liebesanbahnung ist. Die Ursache liegt in der vollständigen Fokussierung beider Gefühle auf eine bestimmte Person. In all diesen Fällen wandelt sich nicht der Hass in Liebe, sondern der Hass wird als falsch und unbegründet erkannt und abgelegt.

Kompliziert wir das Verhältnis, wenn ein Teil der anderen Persönlichkeit weiter gehasst wird, ein anderer Teil jedoch unwiderstehliche Anziehungskraft ausübt. Hier sollte äußerste Vorsicht walten, denn hier bahnen sich Abhängigkeit und Hassliebe an. Dann ist es besser, der Gefahr, die eine solche Beziehung bergen könnte, aus dem Weg zu gehen.

Klarheit über eigene Emotionen gewinnen - Abneigung und Zuneigung

Es ist wichtig, dass Menschen lernen, ihre Gefühle einzuordnen und zu erkennen. Die Grundlagen hierfür werden in der Kindheit und Jugend geschaffen. Menschen, die sich ihrer Gefühle nie sicher sein können, haben oft in der Kindheit Erfahrungen von Verlassen, Abneigung, mangelnder Zuneigung, ständiger Zurückweisung gemacht. So ein Manko ist nicht unüberwindlich. Hilfreich können Übungen der Selbstfindung, der Achtsamkeit gegenüber sich und anderen, der Eigenwertschätzung, eventuell eine Therapie zur Aufarbeitung vergangener Probleme sein.

Es gilt auch Abneigung und Hass, Zuneigung und Liebe zu unterscheiden. „Ich hasse dich“, wird oft im Streit dahin gesagt. Gemeint ist: Ich habe eine Abneigung gegen diese Entscheidung, diesen Hang bei dir oder dieses Verhalten. Hass erwächst gewöhnlich erst aus einer Abneigung, deren Ursache der Betroffene nichts entgegenzusetzen hat, der er hilflos ausgeliefert ist.

Liebe und Hass – zwei Seiten einer Medaille?

Man könnte es so formulieren: Hass und Liebe sind einander in der Intensität der Emotionalität und der Fokussierung auf eine Person ähnlich. Dennoch sind es unvereinbare Gegensätze. Ihr gleichzeitiges Bestehen in einer Beziehung, die Hassliebe, fügt den Partnern und der Beziehung Schaden zu.

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