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Aus der Welt der Esoterik

Lyriden Maximum am 22.04.2017 - der wunderschöne Meteoritenschauer

Mitte April streifen die Lyriden 2017 wieder über unseren Nachthimmel.

Dieses wundervolle Spektakel inspiriert Dichter, Denker und Träumer gleichermaßen.

Es ist eine Zeit, in der Wünsche in Erfüllung gehen. Die Lyriden gehören zu den bekanntesten Meteorschauern unseres Sonnensystems.

Jedes Jahr im April ziehen sie so dicht an der Erde vorbei, dass wir sie mit bloßem Auge wahrnehmen können.

Wie entstehen diese faszinierenden astronomischen Objekte und wann kann man sie am besten beobachten? Welche Traditionen und Mythen gibt es rund um die Sternschnuppen?

Der Ursprung der Lyriden

Jede Sternschnuppe, welche für wenige Sekunden über unseren Himmel flitzt, ist ein kleiner Meteor. Alle Kometen in unserem Sonnensystem verlieren Teilchen aus Gas und Staub, so auch der Komet Thatcher, aus dessen Staub die Lyriden entstehen. Sobald unser Planet auf seiner Bahn auf die Thatcher Staubwolke trifft, können wir die Sternschnuppen mit bloßem Auge beobachten. Zu sehen sind nicht die Staubteile selbst, sondern ihre glühend heiße Leuchtspur.

Der Meteorschauer der Lyriden 2017 ist zwischen dem 16. und 25. April am Himmel sichtbar. Das Lyriden Maximum ist am 22. April 2017 zu beobachten. Dieser Begriff steht für den Zeitraum, in dem man die meisten Sternschnuppen pro Stunde beobachten kann. Bei den Lyriden sind das üblicher Weise 18 Sternschnuppen pro Stunde. Jedoch kommt es hin und wieder zu Schwankungen. So konnten im Jahr 1982 zum Beispiel 90 Meteore pro Stunde gesichtet werden. Diese Schwankungen treten alle 60 Jahre auf.

Wie lange die Lyriden schon die Erde streifen auf ihrem Weg, ist unbekannt. Doch gibt es erste Aufzeichnungen ihrer Erscheinung bereits vor mehr als 2.600 Jahren. So war es der chinesische Gelehrte Zuozhuan, der die Lyriden das erste Mal im Jahr 687 v. Chr. dokumentierte. Chinesische Augenzeugen berichteten, dass die Sterne wie ein Regenschauer vom Himmel fielen.

Augen auf in der Sternschnuppennacht!

Die Lyriden 2017 sind leider nicht sonderlich gut zu sehen. Am 22. April, dem Lyriden Maximum, ist Vollmond und die Helligkeit des Mondes erschwert es uns, die Leuchtstreifen der Sternschnuppen am Himmel zu erkennen. Außerdem sind die Sichtverhältnisse auch vom Wetter abhängig. Bei Regen oder Bewölkung müssen wir auf das faszinierende Schauspiel vom Lyriden Meteorschauer verzichten.

Doch wer sich die Lyriden 2017 nicht entgehen lassen will, kann sich mit einfachen Mitteln behelfen: So ist nicht nur das Datum sondern auch der genaue Zeitpunkt für Sternengucker wichtig. Am deutlichsten sieht man den Meteorschauer der Lyriden 2017 am Morgenhimmel, das bedeutet weit nach Mitternacht und kurz vor Sonnenaufgang. Auch ist es wichtig seinen Blick nach Osten zu richten. Um die Sicht etwas zu verbessern, hilft es Lichtquellen zu vermeiden. Das bedeutet fernab von Städten oder Ballungszentren zu sein, am besten in der Natur.

Die Lyriden sind nicht die einzigen Meteorschauer, welche man bei uns beobachten kann. Sie verfügen vergleichsweise sogar über eine recht geringe Anzahl von Sternschnuppen. Hier sind einige der bekanntesten Meteorschauer:

  • 28. Dez. - 12. Jan.   Quadrantiden (Maximum am 3. Januar)
  • 16. Apr. – 25. Apr.   Lyriden (Maximum am 22. April)
  • 17. Jul. – 24. Aug.   Perseiden (Maximum am 12. August)
  • 15. Sep. – 25. Nov. Tauriden (Maximum am 10. November)
  • 6. Nov. – 30. Nov.    Leoniden (Maximum am 17. November)
  • 4. Dez. – 17. Dez.    Geminiden (Maximum am 14. Dezember)
  • 17. Dez. – 26. Dez. Ursiden (Maximum am 22. Dezember)

Der Zauber der Sternschnuppen

Der Sternenhimmel, aber im Besonderen die Sternschnuppen, haben seit jeher unsere Fantasie beflügelt.

In Erzählungen und Märchen, in der Musik oder Kunst ist die Sternschnuppe ein immer wiederkehrendes Motiv.

Im Volksglauben heißt es, wer eine Sternschnuppe sieht, darf einen Wunsch aussprechen.

Verrät man niemandem, was man sich gewünscht hat, so geht es schließlich in Erfüllung.

Auch wenn man Sternschnuppen in den meisten Kulturen magische Kräfte unterstellt, so gelten sie an manchen Orten nicht als Glücksbringer sondern als ein Zeichen von Unheil.

In der Mongolei sind Meteore ein Zeichen großen Unglücks. Der Aberglaube besagt, dass die Sternschnuppen die Seelen der Verstorbenen auf dem Weg ins Jenseits repräsentieren. Sie zu erblicken bringt großes Unheil über den Beobachter. Die Ureinwohner einiger Inselgruppen im indischen Ozean fürchten sich sogar vor Sternschnuppen. Sie glauben es handele sich bei den Meteorschauern um Fackeln, mit denen bösartige Geister nachts Jagd auf unvorsichtige Menschen machen.

Früher galten die Sterne bei uns als Funken göttlichen Lichts. Man glaubte, dass Sternschnuppen Dochte seien, die den Engeln beim Putzen der Himmelskerzen herunterfielen. So hoffte man auf göttlichen Schutz, gar einen schützenden Engel, wenn man sich beim Anblick der Sternschnuppen etwas wünschte. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten.

Ganz gleich ob man abergläubisch ist oder nicht, der Meteorschauer der Lyriden 2017 sind ein wunderschönes Naturschauspiel, dass wir uns nicht entgehen lassen sollten. Dieses Jahr fällt das Lyriden Maximum auf einen Freitag. Vielleicht ist dies die ideale Gelegenheit, sich mit einer Decke und einem Picknickkorb zu bewaffnen, in die Natur zu gehen und die Sternschnuppen am Himmel zu zählen.

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