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Raja Yoga – Kontrolle des Geistes

Raja heißt in der Übersetzung aus dem Sankrit „König“. Raja Yoga wird somit auch als das königliche Yoga beschrieben. Doch was ist Raja Yoga eigentlich?

Wie schon dem Begriff königlich zu entnehmen ist, ist es eine besondere Disziplin innerhalb der vier Wege des Yoga. Beim Raja Yoga geht es um die Kontrolle des Geistes.

Ein anderer Begriff für diese Yoga-Art ist auch Ashtanga Yoga, was soviel wie „achtgliedriges Yoga“ heißt. Das bezieht sich auf die acht entscheidenden Stufen des Raja Yoga, die den Kern der Ausübung bilden. Wenn nach Schriften zu diesem Yoga gefragt wird, so sind die Niederschriften des Weisen Patanjali ein grundsätzliches schriftliches Werk zu diesem Yoga.

Mentaltechniken des Raja Yoga - das Potenzial des Geistes voll ausschöpfen

Das besondere Ziel bei dieser Yoga-Disziplin ist es, die Kontrolle über den eigenen Geist, die Gedankenwelten und die eigenen Sinne zu erlangen. Auf der höchsten der Stufen des Raja Yoga erfährt der Yogi (tätiger Ausführender von Yoga) dann die Erleuchtung. Beim Yoga geht es bei der Erleuchtung nicht um eine zufällige momentane Offenbarung, Erkenntnis oder spirituelle Vision. Der Erleuchtung, der tiefen Erkenntnis und inneren Einheit, geht eine Zeit harter Arbeit an sich selbst voraus. Dazu gehören sowohl die Körperübungen wie auch das Erlernen von hoher Konzentration und die Einkehr im eigenen Selbst ohne jede Ablenkung.

Während des Weges über die acht Stufen des Raja Yoga geht es um körperliche und geistige Selbstkontrolle, um Wahrhaftigkeit, Enthaltsamkeit von alltäglichen, banalen Bedürfnissen, um das Studium der heiligen Schriften und die Hingabe an Gott. Der Yogi gewinnt dabei innere Zufriedenheit und Gelassenheit. Er ist seinen Gedanken nicht mehr ausgeliefert, sondern kann sein Denken und Fühlen kontrollieren wie auch seine körperliche Aktivität, die bei den Yoga Übungen gefestigt wird. Auch soll sich der Ausführende von der dem Menschen eigenen Trägheit befreien, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen und weder sich noch die Welt zu hinterfragen. So werden beim Raja Yoga im Prinzip eine Reihe von Tugenden angestrebt und geübt, die für ein gutes gesellschaftliches Miteinander sehr erstrebenswert sind.

Asanas im Sinne des Raja Yoga – Konzentrierte Meditation ohne Ermüdung

Beim Raja Yoga werden auch körperliche Übungen, Posen und Asanas durchgeführt. Diese sind in den alten Schriften nicht fest vorgeschrieben. Dort geht es eher darum, das Stellungen gefunden werden sollen, bei denen lange Konzentration und Meditation möglich ist ohne dabei müde oder verkrampft zu werden. Die Asanas, die besondere Position des Sitzes beim Yoga, haben sich über die Zeit als die Haltungen bewährt, die der Meditation besonders zuträglich sind.

Auch die bekannten Körperübungen des Hatha Yoga kommen zur Anwendung. Es wird davon ausgegangen, dass ein schlaffer, müder, kranker, schlecht beherrschter Körper eine schlechte Voraussetzung ist, um in tiefe Meditation zu versinken und sich und den eigenen Geist zu kontrollieren. Die körperlichen Disziplinen der Übungen dienen also als Vorbereitung für die innere Versenkung und Konzentration auf das Geistige.

Nach dem Yogasutra von Patanjali - Die acht Stufen des Raja Yoga

Die Ausführung vom Raja Yoga ist an das Durchschreiten der acht Stufen des Raja Yoga gebunden. Diese Stufen sind in den Schriften festgelegt. Daher müssen diese Stufen für das Verständnis dieses Yoga besondere Beachtung finden. Die acht Stufen stellen sich dar als:

  • Yama – fünf Verhaltensregeln, zu denen Gewaltlosigkeit, Ehrlichkeit, Unbestechlichkeit und Enthaltsamkeit gehören
  • Niyama – fünf Verhaltensregeln für die eigene Disziplin beim Yoga
  • Asana – die Yogaübungen zur Reinigung des Körpers wie beim Hatha Yoga
  • Pranayama – Atemkontrolle, wie sie beim Hatha Yoga durchgeführt wird
  • Pratyahara – der Rückzug der eigenen sinnlichen Wahrnehmung von der Außenwelt
  • Dharana – die Übung von konsequenter Konzentration ohne Ablenkungen zuzulassen, weder von außen noch durch eigene Gedanken
  • Dhyana – die Übung der Meditation, wobei verschiedene Möglichkeiten für die Meditation offen stehen
  • Samadhi – das Erreichen des inneren Einbewusstseins

Dharana, Dhyana, Samadhi sind die höheren der Stufen. Sie werden unter dem Begriff Smayama zusammengefasst und stehen für die Erreichung der echten spirituellen Erleuchtung.

Ausführliche Beschreibung der acht Stufen des Raja Yoga:

► Die ersten Stufen - Yama und Niyama:

Bei den beiden ersten Stufen, Yama und Niyama geht es darum, Voraussetzung für die Meditation zu schaffen. Hier kommen auch körperliche Übungen zum Einsatz. Vor allem geht es jedoch darum, die ethischen Werte einzuhalten, die vom Yoga verlangt werden. Bei diesen Stufen ist die ständige Übung die wichtigste Voraussetzung, um zu den nächsten Stufen übergehen zu können.

► Asana in Raja Yoga:

Die Asanas, die vom Hatha Yoga bekannten Körperübungen sollen helfen, inneres Versinken und Konzentration zu üben. Es wird angestrebt, dass Körper und Geist in ein gutes Gleichgewicht kommen.

► Atemübungen - Pranayama:

Bei den Atemübungen handelt es sich ebenfalls um Übungen, die so auch beim Hatha Yoga durchgeführt werden. Es geht darum, die Atmung bewusst zu kontrollieren und dabei zu innerer Ruhe und körperlicher Ausgeglichenheit zu gelangen. Diese Übungen sind ebenfalls eine wichtige Vorübung für die intensive Meditation.

► Pratyahara Bedeutung in Raja Yoga:

Beim Pratyahara, der Verinnerlichung, wendet sich der Teilnehmer an Raja Yoga Übungen dem spirituellen Sein zu. Er zieht sich von der Welt zurück, die ihn umgibt. Er lässt auch keine Gedanken zu, die das äußere Leben und Treiben betreffen, zum Beispiel berufliche und familiäre Probleme, Geldsorgen und ähnliche Gedanken. Auch seine Sinne kehrt er nach innen. Das heißt, er lässt sich nicht durch Gerüche, Geräusche und dergleichen ablenken, sondern versinkt in die spirituelle Welt.

► Bedeutung von Dharana:

Die hohe Übung der Konzentration, Dharana, ist von größter Bedeutung. Nur, wer sich wirklich auf einen Gedanken, auf ein Ziel, auf sich selbst und auf sein Innerstes konzentrieren kann, kann auch wirklich innig meditieren. Die Konzentration muss, wie alle anderen Übungen, immer wieder geübt werden.

► Dhyana- Meditationsübung:

Die Meditation, Dhyana, schließlich gilt beim Yoga als der Weg zur Erleuchtung. Bei der Meditation ist der Teilnehmer gänzlich in sich versunken, vollkommen auf das Meditieren konzentriert, löst sich von allen äußerlichen Reizen los.

Wenn anfangs bei den Konzentrations- und Meditationsübungen die Gedanken abschweifen, muss sich der Yogi erneut in die Meditation vertiefen. Das „Abschalten“ gegenüber der Außenwelt gelingt mit der Zeit immer vollkommener, bis äußere Reize nicht mehr nur abgeschaltet, sondern gar nicht mehr wahrgenommen werden.

► Letzte Meditationsstufe - Samadhi:

Samyama, Samadhi, die Stufe auf der der Yogi zur Erleuchtung kommt ist nicht der Abschluss der Übung beim Raja Yoga. Um immer vollkommener alles zu beherrschen und zu verinnerlichen, werden die acht Stufen des Raja Yoga immer wieder durchlaufen.

Die verschiedenen Übungen wiederholen sich und verschmelzen immer mehr miteinander. Die Durchführung aller körperlichen und geistigen Übungen bereitet keinerlei Probleme. Dann kann der Yoga-Teilnehmer im wahrsten Sinne des Wortes „mit Yoga leben“.

Yoga mit hohen Ansprüchen - mehr Ausgeglichenheit im Alltag durch Raja Yoga

Für Raja Yoga können sich Menschen entscheiden, die mehr als körperliche Übungen und die Anforderungen von Hatha Yoga wünschen. Die verschiedenen Übungen können in Gruppen, aber auch allein, durchgeführt werden. Raja Yoga hat positive Einflüsse auf die körperliche und geistige Gesundheit und Ausgeglichenheit, dient auch der besseren Bewältigung des Alltags. Da die körperlichen Übungen nicht in den alten Schriften dafür niedergelegt sind, dürfen diese so durchgeführt werden, wie es dem einzelnen Teilnehmer möglich ist. Man muss also weder gelenkig, noch jung oder sportlich sein. Es kommt auf die innere, geistige Kontrolle an. Wichtige Werke dazu haben beispielsweise G.James Larson, Selvarajan Yesudian oder Swami Vivekananda geschrieben. Die Bücher und Auszüge der übersetzten alten Schriften können auch online gekauft werden.

Hektik adé – So nutzen Sie die Philosophie des Raja Yoga für sich

Was ist Raja Yoga in der heutigen Zeit? In einer hektischen Welt, in der sich die Räder immer schneller drehen, bietet dieses Yoga ideale Möglichkeiten für körperliche Übung und geistigen Rückzug, um zum eigenen Selbst zu finden. Wer als Yogi der Hektik des eigenen Alltags entfliehen möchte, kann die körperlichen Übungen und Meditationstechniken des Raja Yoga als ein Hilfsmittel nutzen, um einen eigenen, ganz individuellen Weg zu mehr innerer Ausgeglichenheit und Kontrolle über den eigenen Geist zu finden. Bereits wenige Minuten täglicher Meditation und innerer Einkehr können helfen, sich von der hektischen Umwelt zu lösen und zu entspannen.

Das Wichtigste über Yoga erfahren Sie in unserer Yoga-Serie:

► Die Geschichte des Yoga      ► Hatha Yoga       ► Bhakti Yoga           

► Kundalini Yoga                       ► Jnana Yoga        ► Karma Yoga

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