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Das Tarot de Marseille

Das Tarot de Marseille gehört zu den ältesten bekannten Tarotkarten. Noch heute ist es auch eines der beliebtesten Kartendecks bei Neulingen sowie Fortgeschrittenen im Kartenlegen.

Für das Legen der Karten verwendete man ursprünglich einfache Spielkarten. Erste Belege von Tarotkarten stammen aus dem 15. Jahrhundert. Damals war Marseille eine der wichtigsten Produktionsstätten für Kartenspiele. Die ersten Nachweise für das Tarot de Marseille sind im 16. Jahrhundert zu finden. Auch wenn sich die Aufmachung des Tarot de Marseille über die Jahrhunderte ein wenig verändert hat, so hat es dennoch stets seinen Charme behalten und kann auch heute noch mit seiner scheinbaren Einfachheit überzeugen.

Das Marseiller Tarot – Entstehung und Ursprung

Das wohl älteste erhaltene Tarot de Marseille entstand 1713 in Südfrankreich, wo J. P. Payen es aber noch Tarot de Centuries nannte. 1751 schuf Claude Burdel ein Tarot de Marseille und ein Universal Tarot de Marseille, auf denen schon farbenfrohere Abbildungen als noch bei Payen zu sehen waren. Das heute gängige Tarot de Marseille stammt aus der Werkstatt Nicolas Convers. 1760 entwarf er ein Kartendeck, bei dem er sich vor allem an Bildern alter italienischer Holzstiche orientierte. Obwohl er nur mit Rot, Gelb, Blau und Schwarz arbeitete, sind die Karten optisch sehr ansprechend. Dank Schablonen konnte er relativ kostengünstig eine große Auflage der Karten drucken. Vielleicht ist neben der ansprechenden Aufmachung auch das einer der Gründe, warum das Tarot de Marseille von Conver so verbreitet war und ist.

Der Aufbau des Tarot de Marseille

Wie die meisten Tarotdecks besteht auch das Marseiller Tarot aus 78 Karten. Diese werden in die Großen Arkana und die Kleinen Arkana unterteilt. Das Wort Arkana leitet sich vom Lateinischen ab: arcanum = das Geheimnis.

Die Kleinen Arkana 

Die kleinen Geheimnisse bestehen aus 56 Karten, die zu gleichen Teilen auf vier Symbole aufgeteilt sind: Kelche, Schwerter, Münzen und Stäbe. Im Tarot de Marseille gibt es für jedes Symbol folgende Karten: As, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, Bube, Ritter, Königin und König. Worin der Ursprung der vier Symbole liegt, ist nicht eindeutig. Eine Theorie geht davon aus, dass sie auf die vier Stände des Mittelalters zurückgehen könnten: Kelche – Klerus; Schwerter – Adel; Münzen – Kaufleute; Stäbe – Bauern.

Die Großen Arkana 

Die großen Geheimnisse umfassen 22 Karten mit allegorischen Abbildungen, die auch Trümpfe genannt werden. Diese 22 Karten sind durchnummeriert und auf jeder sind ein Bild und ein Bildtitel abgebildet. Lediglich die Karte XIII mit der Darstellung „Der Tod“ hat keinen Titel. Daher nennt man sie auch „Karte ohne Namen“. Die Karten der Großen Arkana zeigen die essenziellen Themen des Lebens: von der Geburt, wenn der Mensch noch unwissend ist (0 - Der Narr), bis hin zu seiner vollen Entfaltung (XXI – Die Welt).

Das Tarot de Marseille und seine Bedeutung

Mit dem Marseiller Tarot kann der Fragende vor allem Erkenntnisse über sein eigenes Tun erlangen bzw. seine persönliche Lebenssituation analysieren. Die Karten sind außerdem hilfreich, um verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten zu er- und hinterfragen. Für konkrete Zukunftsaussagen eignet sich das Tarot de Marseille jedoch weniger.

Kartenlegen mit dem Tarot de Marseille

Es ist wichtig, dass man sich intensiver mit den einzelnen Karten des Marseiller Tarots auseinandersetzt, bevor man mit dem Kartenlegen beginnt. Für den Einstieg bietet es sich an, sich vorerst mit den Bildern und der Symbolik der Großen Arkana zu beschäftigen. Hat man die Bedeutung der Karten des Tarot de Marseille einmal verinnerlicht, kann man sich mit den verschiedenen Legesystemen befassen.

Typische Legesysteme für das Tarot de Marseille:

  • Ziehung einer Tages, Wochen- oder Monatskarte: Die Tarotkarte zeigt an, welche Entwicklung den Fragenden an dem Tag, in der Woche oder dem Monat erwarten wird.
  • Das Kreuz: Bei dieser Legung erhält der Fragende einen Rat von den Karten. Vier Karten geben Auskunft darüber, um welches Thema es sich handelt, welches weitere Vorgehen empfohlen wird, was der Fragende lieber nicht tun sollte, und wohin ihn das Befolgen des Ratschlages führt.
  • Das Entscheidungsspiel: Steckt man in einer Situation fest und weiß nicht, welchen Weg man einschlagen soll, dann können die Karten mit diesem Legesystem weiterhelfen. Es werden sieben Karten gezogen. Davon spiegelt eine Karte das Thema wider, während die sechs weiteren Karten Pro und Kontra bzw. positive und negative Einflüsse aufzeigen.

Die Karten des Tarot de Marseille deuten 

Das Interpretieren der Tarotkarten ist gar nicht so einfach. Hat man sich jedoch einmal intensiv mit den Karten und ihrer Bedeutung auseinandergesetzt, fällt es mit jeder Legung leichter, die Antworten der Karten zu verstehen. Besonders die Zahlen- und Hofkarten des Tarot de Marseille sind schwierig zu deuten. Hilfreich sind hierbei Kenntnisse der Numerologie, in der die Zahlen eine Bedeutung erhalten, als auch Wissen über die vier Elemente – Feuer, Wasser, Luft und Erde. Letztere können den vier Symbolen zugeordnet werden:

Kelche – Wasser – Emotionen

Schwerter – Luft – Intellekt

Münzen – Erde – reale Welt

Stäbe – Feuer – geistige Welt

Auch wenn es im ersten Moment schwierig erscheint, die Karten des Tarot de Marseille zu deuten, so sollte man sich davon nicht abschrecken lassen. Wichtig ist, dass die Karten Sie ansprechen und für Sie eine Aussagekraft ausstrahlen. Dann finden Sie die Antworten auf Ihre Fragen in den Karten des Tarot de Marseille.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Legung oder wollen Sie sich von einem erfahrenen Kartenleger das Tarot de Marseille legen lassen? Bei viversum finden Sie kompetente Berater, die Ihnen gern weiterhelfen.

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