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Aus der Welt der Esoterik

Warum Trauerbewältigung so wichtig ist

Früher gehörte der Tod zum Leben dazu. Man erlebte mit eigenen Augen, wie Menschen in der Großfamilie älter wurden und schließlich starben.

Bei der Totenwache gab es dann die nötige Zeit, um sich von dem geliebten Menschen in aller Ruhe verabschieden zu können.

Heute wird der Tod abgeschoben und ist ein Tabuthema. Lesen Sie unsere Tipps, wie Sie oder Menschen in Ihrer Umgebung leichter mit dieser Situation umgehen können.

Die vier Phasen der Trauerbewältigung

Das Sterben findet mittlerweile fast immer im Verborgenen statt, im Krankenhaus oder im Altenheim. Unsere Gefühle gegenüber dem Tod verdrängen wir häufig – und wenn er dann tatsächlich wirklich jemanden aus unserer Mitte reißt, verlieren wir oft erst einmal jegliche Zuversicht, dass unser Leben eines Tages wieder ‚normal’ sein könnte. Der Trauerprozess ist lang und schmerzvoll, aber am Ende kann man gestärkt daraus hervorgehen und das Leben annehmen als das, was es ist – ein großes Geschenk. Deshalb ist es ganz wichtig, die eigenen Gefühle nicht zu verdrängen: Denn die ungelebte, eingesperrte Trauer kann später zu Depressionen führen.

Phase 1 der Trauerbewlätigung: Sie wollen die schlimme Nachricht nicht wahrhaben

Der Tod eines Menschen ist immer ein Schock, selbst wenn der Betreffende nicht unerwartet, sondern nach langer Krankheit stirbt. Auf der körperlichen Ebene reichen die Reaktionen von Schwitzen über erhöhten Puls und ständiger Unruhe bis hin zu Übelkeit und Erbrechen. Auf der psychischen Ebene kommt es zu Reaktionen der Hilflosigkeit, Verzweiflung oder Apathie, manchmal auch zum völligen Zusammenbruch. Wir können die Wahrheit in all ihren Dimensionen noch gar nicht erfassen, wollen sie nicht glauben oder streiten sie ab.

Das können Sie in dieser Situation für Trauernde tun:

In der ersten Trauerphase sind viele Menschen oft überfordert. Lassen Sie die Trauernden nicht alleine und sein Sie einfach nur da für Sie. Machen Sie sich außerdem klar, dass jeder Mensch anders trauert – die einen werden starr vor Kummer, andere wiederum weinen sich die Augen aus.

 

Phase 2 der Trauer: Ihre Gefühle werden erschüttert

Nachdem wir verstanden haben, dass der Tod uns wirklich einen geliebten Menschen entrissen hat, bricht ein wahrer Ozean unterschiedlichster Emotionen über uns herein. In einem  Augenblick sind wir voller Wut, im nächsten Moment packt uns schiere Verzweiflung, gefolgt von einer seltsamen Leere. In dieser Phase wirken wir auf unsere Außenwelt oft nicht ganz zurechnungsfähig, umso wichtiger ist es zu akzeptieren, dass diese Aufs und Abs der Gefühle zum heilsamen Prozess der Trauerbewältigung gehören.

Das können Sie in dieser Situation für Trauernde tun:

In der zweiten Trauerphase reagieren viele Menschen oft scheinbar irrational. Wenn Sie Gefühle wie Wut, Verzweiflung oder Niedergeschlagenheit interpretieren oder gar werten, tun Sie dem Trauernden keinen Gefallen. Nehmen Sie die Situation einfach an und hören Sie zu, auch wenn Sie vieles schon zum wiederholten Male gehört haben.

 

Phase 3 der Trauerbewältigung: Langsame Schritte zurück in den Alltag

Je länger der Tod zurück liegt, umso mehr Normalität nimmt das Leben auch wieder an. Der Schmerz klingt allmählich ab und tritt nur noch in Wellen auf. Plötzlich können wir uns auch wieder an den Dingen des täglichen Lebens erfreuen wie einem Kinobesuch, Sport oder einem Essen mit Freunden.

Das können Sie in dieser Situation für Trauernde tun:

In der dritten Trauerphase kommen die meisten Menschen wieder allmählich im Alltag an. Unterstützen Sie dabei und haben Sie dennoch weiterhin ein offenes Ohr, wenn der Trauernde das Gespräch mit Ihnen sucht.

 

Phase 4: Akzeptieren der Situation und Neubeginn

Wir haben das Unfassliche erlebt: Ein geliebter Mensch ist nicht mehr da. Wir haben darüber getrauert und gelernt, diese Wahrheit – so schmerzlich sie auch sein mag –  zu akzeptieren. Wir stellen uns wieder unserem Alltag und sehen viele Dinge des Lebens plötzlich mit ganz anderen Augen.

Das können Sie in dieser Situation für Trauernde tun:

In der vierten Trauerphase ist der Prozess der Trauerbewältigung abgeschlossen. Sie können nun wieder eine ganz ‚normale’ Beziehung führen mit dem Wissen, dass Sie das getan haben, was am wichtigsten ist: einfach da sein und dem anderen zuhören.

 

Wie gehen wir mit dem Tod eines Menschen um? Es braucht Zeit, Kraft und Mut, um die vier Phasen der Trauerbewältigung zu durchstehen. Wenn der Prozess aber abgeschlossen ist, haben viele Menschen dabei gelernt, das Leben mit all seinen Facetten, seinem Reichtum und seinen Möglichkeiten ganz neu wertzuschätzen.

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