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Yogan - Yoga und veganes Leben

Yogan ist eine künstliche Wortschöpfung, die auf der Zusammenführung der Begriffe Yoga und vegan beruht. Yogan ist eine neue Lebensrichtung, die im klassischen Yoga keinerlei Vorbilder hat. Zwar nehmen Hindus vornehmlich vegetarische Kost zu sich, Buddhisten ist das Fasten nicht fremd, der vollkommene Verzicht auf tierische Produkte als freiwillig gewählte Lebensweise ist jedoch eine Lebensidee der jüngsten Zeit.

Als eigentlicher Urheber von Yogan kann der Yogalehrer Dominik Grimm benannt werden, der zu yoganem Leben Bücher geschrieben hat und Seminare und Workshop in seinem Yoga Studio in Köln abhält. Eine Homepage namens yogan befasst sich eingehend mit dieser Lebensweise und bietet Anhängern yoganen Lebens ein Forum.

Yogan - keine neue Yogarichtung, sondern ein modernes Lebensstilkonzept

Yoga stützt sich auf traditionelle Grundsätze. Dazu gehören:

  • Asansas, die verschiedenen Yogastellungen
  • Pranayama, die Yoga-Atemtechniken
  • Shavasana, die tiefe körperliche und geistige Entspannung
  • Fasten als eine Form der Schweigsamkeit und Enthaltsamkeit (keine vollständige Askese, sondern mäßiges, reduziertes Essen)
  • Meditation

Yoga entstammt der hinduistischen Lehre, wird auch im Buddhismus rituell praktiziert. Das Ziel ist eine vollkommene innere Harmonie, Unabhängigkeit von realen Einflüssen und Lasten zu gewinnen und letztendlich zur inneren, spirituellen Erlösung zu gelangen. Beim Yoga wird dem Körper Beachtung geschenkt, ohne körperliche Bedürfnisse überzubewerten und sofort und vollständig zu erfüllen. Enthaltsamkeit ist eine der Formen des Praktizierens vom traditionellen Yoga. Fasten wird jedoch nicht im Sinne vollkommenen Nahrungsverzichts verstanden. Vielmehr wird gelehrt, nur die Hälfte des Magens zu füllen, damit ausreichend Platz für Wasser und Atemluft bleibt.

Der Mensch wird ganzheitlich betrachtet. Fasten wird also nicht zum Selbstzweck ausgeübt, sondern um körperlich geistig besser auf die Übungen vorbereitet zu sein und intensiver meditieren zu können. Anhängern bleibt es überlassen, beispielsweise in Zeiten intensiver Meditation gänzlich auf feste Nahrung zu verzichten. Um die Balance von Körper und Geist zu erreichen, wird der körperlichen Gesundheit und damit einer gesunden Ernährung großer Wert zugemessen. Bevorzugt werden vegetarische Gerichte aus Gemüse, Obst und Reis.

Veganer verzichten nicht nur auf den Genuss getöteter Tiere, sondern gänzlich alle tierischen Produkte, also auch Milch, Milchprodukte und Eier. In Verbindung mit der Yoga-Lehre wurde von Dominik Grimm das Lebensstilkonzept „Yogan“ geschaffen. Nach seiner eigenen Aussage ist ihm der Begriff „yogan“ beim Frühstück eingefallen. Aus der Idee Yoga und nicht nur vegetarische Ernährung, sondern veganes Leben zu verbinden, entwickelte Grimm eine eigene Lebens- und Yogalehre, die er in Büchern und Seminaren verbreitet und der eine viel besuchte Homepage im Internet gewidmet ist. Dabei wird davon ausgegangen, dass die vegane Lebensweise besonders gesundheitsförderlich und naturschonend ist und somit eine besonders gute Grundlage für das Praktizieren ernsthaften Yogas darstellt.

Yogan richtet sich an Menschen, die den veganen Lebensstil bevorzugen und mit den Prinzipien des Yoga in Einklang bringen möchten. Es gibt allerdings keinerlei Hinweise, dass durch Yogan mehr oder intensiver eine mentale Stärke erreicht wird als durch traditionelles Yoga mit traditioneller Ernährung nach der Yoga-Lehre.

Vegan und Yoga

Kritisch betrachtet stehen diese Begriffe einander sogar konträr gegenüber. Veganes Essen und Leben ist auf sehr individuelle Lebensauffassung verhältnismäßig kleiner Menschengruppen beschränkt. Veganer beschränken veganes Leben nicht nur auf das Essen, sondern auch auf den Gebrauch tierischer Produkte wie Leder oder Fell. Diese Lebensweise ist ausschließlich in den modernen Industrienationen zu finden.

Sie entspringt wahrscheinlich dem Wunsch nach Selbstbeschränkung in einer sogenannten Wohlstands- und Wegwerfgesellschaft, die der Natur nicht die nötige Achtung entgegenbringt. Mit dieser Lebensweise erlegen sich Veganer selbst strenge Regeln auf.

Yoga dagegen ist jedem Menschen zugänglich, kann von jedem - unabhängig von Religion und Lebensstil - praktiziert werden. Yoga kennt keine Doktrinen und absoluten Regeln. Der Weg zur Erkenntnis wird unter Anleitung von Lehrern des Yoga selbst gegangen. Wie weit dabei ein Anhänger geht, bleibt ihm selbst überlassen, sowohl bei den Übungen wie auch bei der Intensität der Meditation und beim Fasten. Das Ziel ist Harmonie und Selbsterkenntnis, innere Befreiung. Somit steht Yoga als Lehre und Praxis Veganern ebenso offen wie Vegetariern und Fleischessern. Wer Yoga ernst nimmt, wird selbst einige Beschränkungen auf sich nehmen, um entsprechend dem ganzheitlichen Konzept Körper und Geist gesund zu erhalten.

Es bleibt die Frage, ob es in das traditionelle Konzept des Yoga passt, eine Richtung zu entwickeln, die nur einer bestimmten Gruppe von Menschen mit bestimmten Lebensauffassungen offensteht. Wer allerdings glaubt, durch die Verbindung von veganem Leben und Yoga-Praxis mehr mentale Stärke und Erfüllung zu finden, sollte sich um solche Fragestellungen nicht kümmern und ruhig diesen Weg gehen.

Yogan als Lebensstilkonzept

Yogan ist ein vom Yogalehrer Grimm geschaffenes Lebensstilkonzept und ist ein gangbarer Weg für Menschen, die Yoga unter Gleichgesinnten im Sinne veganen Lebens betreiben möchten. Eine religiöse oder historische Entsprechung dieser Yoga-Richtung gibt es nicht.

Das Wichtigste über Yoga erfahren Sie in unserer Yoga-Serie:

► Die Geschichte des Yoga      ► Hatha Yoga      ► Bhakti Yoga        ► Karma Yoga

► Kundalini Yoga                        ► Jnana Yoga       ► Raja Yoga           

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