Astrologie
Aus den Sternen gelesen wurde bereits im Altertum. Gegenwärtig erfreut sich die Astrologie großer Beliebtheit, denn mit ihrer Hilfe können Menschen beschrieben und Ereignisse vorausgesagt werden.
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Astrologie: Weltanschauung, Wissenschaft oder was?
Die astrologische Weltsicht wird seit der Antike von der Annahme bestimmt, dass eine Momentaufnahme von Sternenkonstellationen zum Zeitpunkt der Geburt eines Menschen, die in einem Horoskop dargestellt werden, es ermöglicht, Angaben über den Charakter und das Schicksal dieser Person zu machen.
Astrologen deuten anhand eines Horoskops, was vorherbestimmt ist oder wie jemand sein Schicksalslos verändern kann. In Abhängigkeit vom kulturellen Hintergrund haben sich astrologische Sichtweisen mit religiösen und philosophischen Vorstellungen vermischt. Darum hat sich eine einheitliche Weltanschauung für die Astrologie nicht durchsetzen können.
Astrologie: Sternzeichen machen nur einen Teil aus

Das Wort „Astrologie“ ist zusammengesetzt aus „Stern“ von griechisch „astron“ und „Lehre“ von „logos“. Vereinfacht ist sie also die „Sternenlehre“. Gemeint ist jedenfalls, dass anhand von Himmelskörpern beziehungsweise Planetenkonstellationen Ereignisse oder Merkmale eines Menschen vorhergesagt beziehungsweise gedeutet werden. Dabei ist das Horoskop oftmals die Grundlage dafür. Weitere Themenbereiche, die die Astrologie ausmachen, sind die Aspekte der Himmelskörper, die Häuser oder Felder und die Sternzeichen. Darüber hinaus gibt es Richtungen, die auch einzelne Fixsterne in die Berechnung einbeziehen.
Astrologie erfreut sich größter Popularität

Die Anfänge der westlichen Sichtweise – es gibt außerdem die chinesische Astrologie, die indische Astrologie und die alt-amerikanische Astrologie – gehen zurück bis in die Regionen Babylonien, Assyrien und Ägypten. Die bis dato älteste bekannte Quelle stammt aus dem 4. Jahrhundert vor Christus: der sogenannte Naos der Dekaden. Auf diesem Schrein aus Diorit gibt es einerseits für jede der 37 Dekaden eines Jahres astrologische Vorhersagen und andererseits Hinweise zum ägyptischen Kalender. Im 2. Jahrhundert nach Christus verfasste Claudius Ptolemäus seine Tetrabiblos („Vier Bücher“), die heute als Grundlagenwerk der Astrologie gelten.
Mit der Ausbreitung des Christentums in Europa verschwand das astrologische Wissen zunehmend. Erst die Renaissance bescherte der Astrologie einen Aufschwung: Bis ins 17. Jahrhundert hinein galt sie als Wissenschaft. Während der Aufklärung verlor sie diesen Status. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert herum wurde sie aus nicht wissenschaftlicher Perspektive betrachtet erneut populär. Das ist zum Beispiel an Internetangeboten wie „Astrologie gratis“, „Astrologie kostenlos“ oder „Astrologie online“ zu merken aber auch Angebote wie „Astrologie Horoskop“ und „Spirituelle Astrologie“ weisen darauf hin.
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