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Aus der Welt der Esoterik

Frühlingsgefühle - was steckt dahinter?

Viele sehnen ihn herbei – den Frühling. Die Tage werden länger, die Temperaturen milder. Daunenmäntel weichen Sommerjäckchen.

Die Menschen tummeln sich wieder in den Parks, auf den Straßen, in Cafés und Biergärten. Und natürlich, wohin man blickt: Händchen haltende Pärchen, die mit der Frühlingssonne um die Wette strahlen.

Auch Singles, verliebt oder nicht, spüren die Leichtigkeit, Freude und Frühlingsgefühle –, die die erwachende Natur mit sich bringt.

Was sind Frühlingsgefühle eigentlich?

Mit dem Begriff „Frühlingsgefühle“ verbindet man zwar in erster Linie das Gefühl des Verliebtseins, doch beschreibt er weit mehr: nämlich all die positiven Empfindungen, die der Frühling in uns auslöst. Während wir uns im dunklen, nassen, kalten Winter gern in unsere eigenen vier Wände zurückziehen, häufig müde und lustlos sind, haben wir im Frühjahr plötzlich wieder mehr Energie, sind fröhlicher und möchten uns unter die Leute mischen. Wir sind optimistischer, blicken zuversichtlich und erwartungsfroh in die Zukunft. Denn so, wie die Natur neu erblüht, wächst und gedeiht, regt sich auch in uns der Wunsch, etwas Altes abzuschließen und mit etwas Neuem zu beginnen.

Spielen im Frühling die Hormone verrückt?

Häufig werden die Hormone für unsere Frühlingsgefühle verantwortlich gemacht. Dies ist nur zum Teil richtig:

  • Die Sexualhormone Testosteron und Östrogen beeinflussen die sexuelle Lust, nicht aber unsere Empfindungen speziell im Frühling. Zwar wird Testosteron beim Mann im Frühjahr und Sommer vermehrt produziert, jedoch gibt es wohl keinen Zusammenhang zwischen dem Testosteronspiegel im Blut und den Frühlingsgefühlen. Der Östrogenspiegel unterliegt keinen saisonalen Schwankungen und ist bei vielen Frauen ohnehin von hormonellen Verhütungsmitteln gesteuert.

  • Das Schlafhormon Melatonin macht müde und wird ausgeschüttet, wenn nur wenig Licht vorhanden ist. Natürlich ist es generell durchaus sinnvoll, langsam schläfrig zu werden, sobald die Sonne untergegangen ist – doch im Winter bleibt der Melatoninspiegel im Blut oft dauerhaft erhöht. Werden die Tage im Frühjahr wieder länger, bleibt es auch länger hell: Weniger Schlafhormon wird ausgeschüttet und automatisch sind wir wacher und fitter.

  • Das Glückshormon Serotonin schenkt uns das Gefühl von Gelassenheit und innerer Ruhe, und kann als Gegenspieler zum Schlafhormon bezeichnet werden. Es wird nämlich verstärkt produziert, wenn viel Tageslicht vorhanden ist. Serotonin steigert unser Wohlbefinden, vertreibt schlechte Laune – wir fühlen uns leichter, zufriedener und ausgeglichener.

Demnach haben die Sexualhormone keinen Einfluss auf unsere positiven Empfindungen im Frühjahr. Wenn die Tage länger und heller werden, produziert der Körper weniger Schlaf-, dafür aber mehr Glückshormone. Also sind unsere Frühlingsgefühle ausschließlich hormonell bedingt? Nicht ganz!

Was beeinflusst Frühlingsgefühle außerdem?

Es gibt nämlich noch weitere Faktoren, die unsere Emotionen beeinflussen. Visuelle und olfaktorische Reize – das, was wir sehen und riechen – sind entscheidend an der Entstehung von Frühlingsgefühlen beteiligt.

  • Wir können den Frühling sehen. Blumen, Bäume und Sträucher erblühen, und die Menschen kleiden sich wieder farbenfroher und weniger dick an! Dank leichterer Kleidung lässt sich die Figur des anderen viel besser erahnen als in dicken Mänteln. Je höher die Temperaturen, desto kürzer Kleider und Hosen: Und von nackter Haut wird unser Blick fast magisch angezogen. Die Flirtlust, die der Frühling mit sich bringt, wird also vor allem von optischen Reizen beeinflusst.

  • Wir können den Frühling aber auch riechen. Es sind allerdings nicht die Düfte von blühenden Blumen, die für Frühlingsgefühle sorgen, sondern der Geruch von Gras, Moos und modrigem Laub. Nehmen wir diese Düfte, diese Duftmoleküle wahr, werden sie direkt an einen Teil im Gehirn weitergeleitet, der für Empfindungen, Gefühle und auch Erinnerungen zuständig ist. In jedem einzelnen Frühling, den wir bislang erlebten, haben wir gewissermaßen gelernt, dass der Frühling mit all seinen Annehmlichkeiten naht, sobald ein leicht modriger Geruch in der Luft liegt. Riechen wir ihn erneut, sagt uns unser Gehirn: Es ist soweit! Wir sind also automatisch fröhlicher, optimistischer und in Aufbruchsstimmung, weil unser Gehirn weiß, dass wir all die Jahre zuvor auch Frühlingsgefühle hatten.

Im Frühling verliebt sich‘s leichter!

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Partner sind, haben Sie im Frühling beste Chancen, fündig zu werden. Denn auch andere Singles haben keine Lust mehr, sich zu Hause zu verkriechen, sondern mischen sich unter die Leute, besuchen Cafés oder spazieren durch die Stadt. Die Wahrscheinlichkeit, jemanden kennenzulernen, steigt also! Wenn unsere Frühlingsgefühle uns glücklicher stimmen und uns ein Strahlen ins Gesicht zaubern, fällt es auch leichter, neue Kontakte zu knüpfen – schließlich wirken wir gleich viel sympathischer.

Nur keine falsche Scheu: Suchen Sie Blickkontakt, lächeln Sie den oder die Auserwählte(n) an. Wird Ihr Lächeln erwidert, sollten Sie ihn oder sie einfach ansprechen. Was Sie dann sagen, ist gar nicht so wichtig – die Frühlingsgefühle erledigen den Rest.

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