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Nächste Mondfinsternis – Wann ist es wieder soweit?

Am 28. September 2015 ab 4.11 Uhr wanderte der Mond durch den Erdschatten und erschien blutrot am Himmel. Diese Mondfinsternis vereinte gleich mehrere astronomische Ausnahmefälle.

Als sich der Mond während der totalen Mondfinsternis blutrot verfärbte, erlebten auch die Menschen in Deutschland ein faszinierendes Naturschauspiel, das es nur selten zu sehen gibt. Sterndeuter und Himmelsgucker waren Zeugen eines außergewöhnlichen Ereignisses mit einem fantastischen Blick auf den tiefroten Mond.

Aber wie entstehen eigentlich Mondfinsternisse? Welche Beobachtungsorte bieten die beste Sicht? Und wann ereignet sich die nächste Mondfinsternis in Deutschland?

Was ist eine Mondfinsternis?

Manchmal verfinstert sich das Antlitz des Mondes, nämlich dann, wenn sich unser Planet zwischen Mond und Sonne schiebt. Das passiert allerdings nur während einer Vollmondphase und wenn sich der Mond nahe der Schnittpunkte seiner Umlaufbahn um die Erde mit der Erdbahnebene um die Sonne befindet. Bei einer Mondfinsternis durchwandert der Trabant den Schattenkegel der Erde. Ob eine totale oder partielle Mondfinsternis entsteht, ist davon abhängig, ob der Mond durch den Kernschatten oder Halbschatten der Erde wandert.

Bei einer totalen Mondfinsternis taucht der Himmelskörper komplett in den Erdschatten ein und die Mondoberfläche erscheint in einem kupferroten Licht, zur Mitte des Schattens wirkt das Licht bräunlich bis dunkelrot. Bedecken nur Teile des Kernschattens die Mondoberfläche, erleben Sie eine partielle Mondfinsternis.

 

Generell erfolgt eine Unterteilung in drei Finsternis-Typen:

  • Totale Mondfinsternis: Der Mond passiert den Kernschatten der Erde mit seinem ganzen Durchmesser.

  • Partielle oder teilweise Mondfinsternis: Der Mond passiert den Erdschatten nur mit einem Teil seines Gesamtdurchmessers.

  • Halbschattenfinsternis: Der Mond passiert den Halbschatten der Erde mit einem Teil und selten auch mit seinem Gesamtdurchmesser.

Obwohl wir jeden Monat Vollmond haben, erleben wir nicht jedes Mal eine totale oder partielle Mondfinsternis. Der Mond durchquert nicht immer den Kernschatten der Erde, sondern befindet sich oft oberhalb oder unterhalb davon, weshalb sich der Mond nicht jeden Monat verfinstert. Eine partielle Mondfinsternis kommt nur zwei- bis fünfmal pro Jahr, eine totale Mondfinsternis gibt es dagegen maximal dreimal in einem Kalenderjahr. Im Gegensatz zu Sonnenfinsternissen sind Mondfinsternisse von drei Vierteln der Welt aus beobachtbar. An einigen Orten ist eine totale Sonnenfinsternis sogar nur alle 375 Jahre zu sehen.

Die nächsten Mondfinsternisse für 2016, 2017, 2018

Die totale Mondfinsternis am 28. September 2015 war an vielen Orten in Mitteleuropa unter idealen Bedingungen beobachtbar.

Die nächste sichtbare totale Mondfinsternis in Deutschland kann erst wieder am 27. Juli 2018 bestaunt werden.

Das Blutmond Phänomen erleben Sie erst wieder in rund 600 Jahren.

 

Nachstehend alle Mondfinsternis Termine für die kommenden drei Jahre:

  • 23. März 2016: Halbschattenmondfinsternis – Australien, Pazifik, Asien

  • 16. September 2016: Halbschattenmondfinsternis – Australien, Asien, Europa, Afrika

  • 11. Februar 2017: Halbschattenmondfinsternis – Asien, Europa, Süd- und Nordamerika

  • 07. August 2017: Partielle Mondfinsternis – Asien, Europa, Australien

  • 31. Januar 2018: Totale Mondfinsternis – Australien, Pazifik, Asien

  • 27. Juli 2018: Totale Mondfinsternis – Australien, Südamerika, Europa, Asien, Afrika

Die historische Bedeutung einer Mondfinsternis

Mondfinsternisse spielten schon vor unserer Zeitrechnung eine gewichtige Rolle und konnten auch damals mit relativ hoher Sicherheit vorhergesagt werden. Doch das Auftreten eines solchen Himmelsereignisses verbreitete meistens Panik und Schrecken. Viele Menschen glaubten, dass Tiere wie Drachen den Mond verschluckten, und sie versuchten mit Gebeten und Ritualen, das Tier gütlich zu stimmen, um den Trabanten wieder freizugeben.

Die Babylonier versuchten sich wie die Chinesen über Jahrhunderte an der Prognose von Finsternissen und stellten fest, dass Mondfinsternisse ca. alle 18 Jahre und 11 Tage auftreten, was als Sarosperiode bezeichnet wird.

Als die Athener 412 v. Chr. die Stadt Syrakus belagerten, verfinsterte sich nachts der Mond, was sie als göttliches Zeichen für kommendes Unheil deuteten. Es gab auch die Vermutung, dass eine Blutmond Finsternis den Tod von Königen und prominenten Zeitgenossen ankündigte.

Dem Tod von Kaiser Augustus ging tatsächlich eine Mondfinsternis voran, was Geschichtsschreiber als böses Omen werteten.

 

Tipps und Tricks für gute Fotos der nächsten Mondfinsternisse

Ein optimaler Beobachtungsplatz für eine Mondfinsternis kann ein normales Fenster sein, sofern Sie freie Sicht auf den Mond haben und keine anderen Lichtquellen stören. Einen Schnappschuss vom Mond können Sie mit jeder Kamera machen, allerdings sollte die Scharfstellung am besten auf „unendlich“ stehen. Besonders geeignet sind Spiegelreflexkameras mit Zoom-Objektiv. Damit die Mondfinsternis Fotos nicht verwackeln, sollten Sie mit einem Stativ arbeiten, den Fernauslöser betätigen und einer kurzen Belichtungszeit. Achten Sie darauf, dass der Kamera-Akku noch genügend Reserve hat und ausreichend Speicherplatz vorhanden ist

Von Mondfinsternissen werden Millionen Bilder mit Hightech-Teleobjektiven geschossen, doch im Prinzip sehen sie alle gleich aus. Aussagekräftiger sind Mondaufnahmen mit Bäumen oder Gebäuden im Vordergrund. Sie sollten jede Aufnahme sogleich kontrollieren und die Belichtungszeit je nach Finsternisverlauf anpassen.

Möchten Sie ganz sicher gehen, dass das Wetter Ihnen keinen Strich durch die Rechnung macht, haben Sie in klimatisch günstigeren Regionen beste Chancen, eine Mondfinsternis bei klarem Himmel zu erleben. Insbesondere auf den Kanaren in den Hochlagen von La Palma oder Teneriffa bieten sich die besten Voraussetzungen. Zwar gibt es auch auf den Kanarischen Inseln im Winter zahlreiche Tiefdruckgebiete, doch die Wahrscheinlichkeit ist wesentlich höher, eine Mondfinsternis in ihrer ganzen Schönheit zu erleben.

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