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Rosenmontag Bedeutung und Ursprung

„Hellau“ und „Alaaf“ - beim Karneval können sich Närrinnen und Narren nach Herzenslust austoben. Der absolute Höhepunkt zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch ist der Rosenmontag. Was macht diesen Tag so besonders?

Wenn am 11. November Punkt 11:11 Uhr die Narren in die Rathäuser einfallen, ist das der Startschuss in die fünfte Jahreszeit. Das närrische Faschingstreiben erreicht am Rosenmontag den Gipfel des Frohsinns.

Karnevalisten werfen sich in fantastische Kostüme und vergnügen sich bei Rosenmontagsumzügen, Faschingssitzungen und Karnevalspartys. Doch woher kommen diese deutschen Bräuche und in welchen anderen Ländern ist der Rosenmontag ebenfalls ein narrensicherer Feiertag?

Rosenmontag – Ursprung und Bedeutung

Der Rosenmontag 2016 bildet traditionsgemäß den Höhepunkt im Karneval und wird in vielen Regionen Deutschlands als spektakuläres Volksfest zelebriert, auch wenn er kein offizieller Feiertag ist, insbesondere in den Faschingshochburgen Köln, Düsseldorf, Mainz und Aachen. Zwei Tage nach dem feucht-fröhlichen Ereignis beginnt am Aschermittwoch für gläubige Christen die Fastenzeit als Vorbereitung auf die Auferstehung von Jesus Christus an Ostern. Der Rosenmontag wird in vielen Teilen der Erde immer 48 Tage vor Ostern gefeiert. Da Ostersonntag auf den ersten Vollmond im Frühling folgt, kann der Narrentag frühestens auf den 02. Februar fallen und spätestens auf den 08. März. Der Rosenmontag ist noch eine recht junge Erfindung. Der erste große Rosenmontagszug fand 1823 in Köln statt. Vor dieser Zeit markierte der Faschingsdienstag den Anfang der Fastenzeit, während der Straßenkarneval vor allem am Sonntag veranstaltet wurde.

Ist der Rosenmontag 2016 eigentlich ein Feiertag?

Wenn Ihnen auch die drängende Frage unter den Nägeln brennt, ob der Rosenmontag 2016 ein gesetzlicher Feiertag ist, dann heißt die Antwort: Leider nein. Gleich, ob im Rheinland, in Bayern oder in Hamburg, ob Karnevalshochburg oder tiefste Provinz - in ganz Deutschland ist der Rosenmontag kein offizieller Feiertag. Übrigens fällt der jecke Montag immer auf ein anderes Datum, abhängig vom Osterfesttermin. Doch in manchen Regionen ist der Rosenmontag ein Brauchtumstag. Was bedeutet das konkret? Weil es in den Hochburgen Mainz, Düsseldorf und Köln zum Feiern auf die Straßen geht, spendieren viele Schuldirektoren ihren Schülern und Chefs ihren Mitarbeitern einen freien Tag. Rosenmontag 2016 ist am 08. Februar. Wurde in Ihrem Arbeitsvertrag vereinbart, dass der Karnevalsmontag als Feiertag gilt, können Sie sich im Zweifel auf diese Klausel berufen.

Die größten Rosenmontagszüge in Deutschland

Am 08. Februar 2016 erreicht das bunte Narrentreiben seinen Höhepunkt. In Köln begrüßen bis zu einer Million Karnevalisten Deutschlands größten Festumzug mit Kölle Alaaf. Doch Fasching feiern die Menschen auch andernorts ausgiebig. Die elf wichtigsten Karnevalshochburgen mit den größten Karnevalsumzügen sind:

  • Köln, Düsseldorf, Mainz
  • Nürnberg, Rottweil, Aachen
  • Bremen, Berlin, Köthen
  • München und Marne

 

Kölner Karneval: „Mer stelle alles op der Kopp“

Der als "d'r Zoch" bekannte Kölner Rosenmontagszug schlängelt sich in diesem Jahr unter dem Leitspruch „Mer stelle alles op der Kopp“ durch die närrische Domstadt. Für die rund sieben Kilometer lange Tour brauchen die ca. 100 Persiflage- und Prunkwagen sowie die bis zu 12.000 teilnehmenden Karnevalisten mehr als vier Stunden.

 

Düsseldorfer Karneval mit Schelm Hoppeditz

In Düsseldorf klettert am 11. November um 11:11 Uhr der von einem Karnevalisten verkörperte Schelm Hoppeditz aus einem Topf mit Senf und eröffnet mit einer scharfzüngigen Rede die Faschingszeit. Neben dem Rosenmontag 2016 ist der Tulpensonntag ein wichtiges Datum. Dann treten die Düsseldorfer Jecken zum traditionellen Niederkasseler Tonnenrennen an. Das Highlight ist der Rosenmontagszug mit mehr als 70 Karnevalsvereinen und über 5.000 Teilnehmern.

 

Markenzeichen Mainzer Fastnacht: spitze Seitenhiebe

Der Mainzer Karnevalsumzug mit mehr als 500.000 Besuchern gehört ebenfalls zu den größten des Landes. Das Markenzeichen der Mainzer Fastnacht sind die Prunksitzungen, in denen Jecken nicht mit spitzen Seitenhieben auf die Politik sparen und auch andere aktuelle Ereignisse aufs Korn nehmen. „Helau“ ist der Narrenruf der Meenzer Narren.

Rosenmontagsbräuche in anderen Ländern

Die Rosenmontagsbräuche und Karnevalsrituale in anderen Ländern unterscheiden sich erheblich von den deutschen Faschingstraditionen. Für ausgelassene Partys sind vor allem Rio de Janeiro, Venedig und New Orleans bekannt. Beim brasilianischen Karneval tanzen mehr als zwei Millionen Menschen zu heißen Sambarhythmen auf Rios Straßen. Im andalusischen Cádiz in Südspanien stehen leckere Schlemmereien und Musik im Vordergrund. Fast einen Monat vor Rosenmontag finden überall Wettbewerbe und Tanzveranstaltungen statt.

Auf dem karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago in Port of Spain ist der J'ouvert am Karnevalsmontag ein bekanntes Highlight. Narren reiben sich gegenseitig mit Schokoladensoße, Schlamm oder sogar mit Rohöl ein. In Finnland gibt es zwar keine Paraden oder Faschingskostüme am Rosenmontag 2016, dennoch haben die Finnen jede Menge Spaß. In Helsinki dreht sich alles um das Schlittenfahren. Beim Rodeln sind vor allem Studenten in kuriosen Gefährten zu bestaunen. Ein finnischer Aberglaube besagt, dass intensive Rodel-Aktionen die Ernteerträge steigern.

Wenn Sie Lust auf einen komischen Karnevalsbrauch haben, sollten Sie einen Abstecher in die italienische Stadt Ivrea machen, denn dort vergnügen sich Bewohner und Urlauber bei der alljährlichen Orangenschlacht. Außergewöhnliche Masken, grandiose Feuerwerke und spannende Herkulesspiele erleben Sie beim „Carnevale di Venezia“, der am 2. Weihnachtstag beginnt und bis Aschermittwoch dauert.

 

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