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Aus der Welt der Esoterik

Work-Life-Balance – Beruf und Privatleben im Einklang

Arbeiten wir, um zu leben oder leben wir, um zu arbeiten? Weder noch, die Balance entscheidet. Genauer reden wir von der Work-Life-Balance.

Das ausgewogene Verhältnis vom Berufs- und Privatleben wird in seiner Wichtigkeit oft unterschätzt. Von allein wird diese wichtige Balance jedoch nicht zu Stande kommen.

Das Gelingen sollte sowohl von Arbeitnehmern für sich selbst und von Unternehmen für die Belegschaft angestrebt werden. Angesichts der hohen Zahlen von stressbedingten Erkrankungen ist ein möglichst hoher Einklang von privatem und beruflichem Bereich erforderlich, um Leistungssteigerung und Arbeitslust zu erhalten und zu fördern. Konzepte zur Work-Life-Balance sollten im Interesse der Leistungsfähigkeit und sinkender Krankenstände in Unternehmen angestrebt werden.

Was das Gleichgewicht zwischen Berufsanforderungen und Privatleben erschwert

Ein vollständiges Gleichgewicht zwischen der eigenen Arbeitswelt und dem privaten Bereich von Familie, Freizeit, Hobby lässt sich nicht auf Dauer und überall in allen Einzelheiten erreichen. Was eine Work-Life-Balance erschwert, sind gewöhnlich die ungleich verteilten Belastungen von Beruf und Familie. So stehen Kindererziehung, Krankheiten der Kinder, Zeitbeschränkungen der Kinderbetreuung in Deutschland noch immer dem üblichen Berufsalltag konträr gegenüber. Weder sind die Zeitarrangements für berufstätige Eltern ausreichend, noch kann von der vollständigen Akzeptanz der Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Gesellschaft und Unternehmen die Rede sein.

Trotz des gesetzlichen Anspruchs auf Kinderbetreuung werden beispielsweise Betreuungszeiten in Kindereinrichtungen nicht mit den Arbeitszeiten in Übereinstimmung gebracht. Ständig zunehmende berufliche Anforderungen von der Arbeitszeit bis zur zusätzlichen Qualifikation und persönlichen Leistung und Flexibilität bezahlen viele Arbeitnehmer mit Verzicht im Privatleben. Wird der persönliche Lebensbereich aber immer weiter begrenzt, verzichten Menschen auf immer mehr Freizeit, Familienzeit und Zeit für Kinder und Hobbys, sinkt damit die allgemeine Lebensqualität.

Zu viel Arbeit kann krank machen

Im Ergebnis nehmen ungesunder Stress und das Bestreben, es allen recht zu machen, zu. Das fordert seinen gesundheitlichen Tribut bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Burn-out, Depressionen und vielen weiteren Erkrankungen. Der kranke Arbeitnehmer ist weder für das Unternehmen, noch seine Familie und sich selbst ein Plus. Aus Angst um den Arbeitsplatz oder die erreichte Position in der Arbeitswelt, werden Krankheiten oft lange nicht beachtet, was zusammen mit steigendem Stress zu höheren gesundheitlichen Risiken und besonders teuren Behandlungen bis hin zur Arbeitsunfähigkeit führt. Was dem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben im persönlichen Bereich entgegensteht ist oft eine ausschließliche Orientierung auf die Karriere, bei der nicht immer die berufliche Zufriedenheit mit angestrebt wird, sowie Ausgeglichenheit im Privatleben. Fehlt es in manchem Betrieb an Work-Life-Balance Konzepten und Gesundheitsmanagement, so mangelt es dagegen dem einzelnen Menschen oft am Freizeitmanagement und dem Setzen der richtigen Schwerpunkte.

 

Der Work-Life-Balance stehen entgegen:

  • Unzureichende Arbeitszeitkonzepte
  • Oft unzureichende Qualität der Kinderbetreuung
  • Selbstverantwortlichkeit der Mitarbeiter
  • Anerkennung von Leistung
  • Akzeptanz unterschiedlicher Familien- und Lebenskonzepte
  • Mangelhaftes Gesundheitsmangement
  • Eigenverantwortliche Lebensgestaltung auch im Privatleben
  • Kreative Gestaltung von Freizeit und Ruhepausen (Freizeitmanagement)
  • Verantwortlichkeit für die eigene Gesundheit (die richtigen Schwerpunkte setzen)
  • Fehlen von Selbstwertgefühl, wenn es um eigene Interessen im Beruf geht
  • Opfer von Freizeit, Gesundheit und Familienleben für berufliche Erfordernisse

Balance zwischen Beruf und Freizeit finden

Eine große Verantwortung kommt selbstverständlich allen Unternehmen zu, in ihrem Bereich für ein gutes Gesundheitsmanagement, verträgliche Arbeitsregelungen und ein gutes Betriebsklima zu sorgen. Doch auch der einzelne Mensch kann sehr viel für seine eigene Work-Life-Balance tun. Der größte Fehler ist, sich einfach treiben zu lassen und damit immer mehr von der Qualität des Privatlebens abzugeben.

Bis zu einem gewissen Grad geht das, doch jeder sollte für sich persönlich die Grenze dort ziehen, wo Privates nicht mehr geopfert werden kann ohne dass dies an die Lebenssubtanz und Gesundheit geht. Oft lernen Menschen das erst in einer Therapie nach einem Burn-out. Doch soweit muss und sollte es nicht kommen.

Das Privatleben muss einen gesunden Ausgleich zur Berufswelt schaffen. Dazu gehört auch, dass nicht zusätzliche Berufsarbeit nicht noch kostenlos zu Hause erledigt wird, Mitarbeiter nicht ständig erreichbar und verfügbar sind, Freizeit sinnvoll genutzt wird.

 

Wichtig für Work-Life-Balance:

  • Festgelegte Freizeit, keine ständige Erreichbarkeit (keine beruflichen Anrufe am Wochenende, am Feierabend, im Urlaub)

  • Freizeitmanagement für sinnvolle Zeitgestaltung (Sport, Ausflüge, Radfahrten, Hobbys statt des ganzen Abends vor dem Fernseher)

  • Feste Zeiten, falls berufliche Angelegenheiten auch zu Hause erledigt werden müssen

  • Berufliche Probleme wie Angst um den Arbeitsplatz, Stresssymtomatik, berufliche Veränderungen mit Familie oder Freunden besprechen, statt sie ratlos mit sich selbst auszumachen

  • Ausreichend schlafen

Gibt es Grenzen für Leistungsfähigkeit?

Arbeit lässt sich nicht allein auf das Berufsfeld begrenzen. Im Beruf geht es um produktive, bezahlte Arbeit. Das menschliche Leistungsvermögen geht weit über die bezahlte Arbeitsleistung hinaus. Eigentlich ist das gesamte Leben von Arbeit geprägt. Dinge wie Erziehung der Kinder und häusliche Arbeiten, Hausbau, Gartenarbeit, Reparaturen gehören fest zum Leben dazu.

Viele Menschen gehen außerhalb der Berufstätigkeit noch einem Ehrenamt nach, sind in Vereinen, politischen Verbänden tätig, studieren neben dem Beruf oder üben gar mehrere berufliche Tätigkeiten zum Verdienst des Lebensunterhalts aus. Wie die Erfahrungen im Sportbereich zeigen, gibt es für den Menschen kaum eine festzulegende Leistungsgrenze. Dies trifft auf die körperliche wie auch geistige Leistung zu. Grenzen können erreicht weden, wenn Anforderungen über die individuelle körperliche oder geistige Leistungsfähigkeit hinausgehen. Individuell sind jedem Menschen andere Grenzen gesetzt. Menschen, die eine Tätigkeit ausüben, die sie geistig und körperlich voll zufrieden stellt, für ihren Lebenstraum und ihr Lebensziel steht, ziehen oft zwischen Beruf und Privatleben kaum eine spürbare Grenze.

Erwiesen ist, dass Menschen mehr leisten können, die sich in ihrem Beruf bestätigt fühlen, die dabei positive Selbsterfahrungen machen und mehr Eigenverantwortlichkeit haben. Etliche Betriebe sind zu solchen Arbeitskonzepten übergegangen. Die eigene Verantwortung von Mitarbeitern wird erhöht, Arbeitszeiten und Arbeitsplätze stärker den Bedürfnissen angepasst. Der Erfolg ist, dass die Mitarbeiter bessere Leistungen zeigen, freudiger bei der Arbeit und gesünder sind. Für die Mehrzahl der Menschen ist eine gesunde Balance zwischen den Anforderungen der Pflichten in der Arbeitswelt und privaten Aufgaben und Entspannung erforderlich. Wer das dauerhaft außer Acht lässt, gefährdet seine Gesundheit und auch ein einvernehmliches Familienleben.

Work-Life-Balance und eigene Gesundheit

Wer auf Dauer die Balance zwischen Berufs- und Privatleben gefährdet, läuft Gefahr, früher oder später krank zu werden. Die Missachtung einer gesunden Work-Life-Balance kann zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen. Die Grenzen zur Schädigung der Gesundheit sind von Mensch zu Mensch fließend.

Es gibt Menschen, die über lange Jahre schwerste körperliche Belastungen schadlos überstehen und solche, die an Gelenkerkrankungen und anderen Schädigungen erkranken. Es gibt Menschen, die Stress ausgezeichnet bewältigen können und somit auch ein Ungleichgewicht über längere Zeiträume ertragen. Im Interesse der eigenen Gesundheit und des Familien- und Privatlebens sollte jedoch die bestmögliche Balance zwischen Beruf und Privatleben angestrebt werden.

Auch Menschen, die meinen, maßlos im Beruf aufgehen zu können, da sie keine Familie haben, können an der Unausgeglichenheit beider Lebensbereiche Schaden nehmen. So kann das maßlose Ausweiten der beruflichen Anforderungen zu sozialer Isolierung führen. Wichtige Freundschaften gehen verloren und Chancen für neue Kontakte und menschliche Eindrücke werden nicht wahrgenommen. Auch diese Situation kann auf Dauer zu psychischen Erkrankungen wie dem Burn-out führen. In der Regel leidet ein Mensch, der fast nur noch im Beruf lebt, auch körperlich an einseitigen Belastungen. Ein Großteil der Arbeiten erfordert heute langes Sitzen, wobei ohne ausreichenden körperlichen Ausgleich die Gesundheit gefährdet bis geschädigt wird.

Menschen, die ihr Privatleben zu stark vernachlässigen oder nicht sinnvoll ausfüllen, haben Schwierigkeiten, Ruhezeiten für sich zu nutzen oder sich auf veränderte Lebensumstände mit weniger beruflichen Erfordernissen einzustellen.

Die Work-Life-Balance ist wichtig und notwendig für die körperliche und seelische Gesundheit und ein ausgeglichenes Familienleben.

Für diese Balance tragen Betriebe ebenso Verantwortung wie jeder Mensch für sich selbst.

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