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Platonische Beziehung - Freundschaft zwischen Mann und Frau

Kann es sie geben, die rein freundschaftliche Liebe zwischen Mann und Frau? Was ist platonische Liebe und welche Regeln gibt es?

Platonische Beziehung

Ist heutzutage von Liebe die Rede, ist meist die Liebe zwischen zwei liebenden Individuen gemeint, die sowohl erotisch als auch emotional ausgelebt wird. Der Begriff der platonischen Liebe wird hingegen eher für jene wohlwollende, harmlose Form von Liebe verwendet, die Freunde füreinander hegen. Diese Liebe ist frei von sexuellem Begehren, sondern findet nur auf der geistigen freundschaftlichen Ebene statt. Wo der Begriff herkommt und welche Voraussetzungen und Merkmale eine platonische Beziehung hat, erfahren Sie hier.

Eros, Philia und Agape – drei Begriffe der Liebe

Ursprünglich hatte Platon bei seiner Definition von Liebe etwas ganz anderes im Sinn. Sein Liebesverständnis basierte auf Eros, einer der drei Facetten der Liebe, von denen in der Antike die Rede war:

Eros: Die leidenschaftliche, erotisch geprägte Liebe, wie wir sie zwischen Mann und Frau kennen.

Philia: Eine freundschaftliche, „platonische“ Liebe ohne erotischen Aspekt. Gern verwendet, um den Hang zu etwas auszudrücken, zum Beispiel im Wort Philosophie (aus Philia und Sophia – die Liebe zur Weisheit). Für diese Art der Liebe kursierte auch der Begriff Storge.

Agape: Eine bedingungslose, uneigennützige Art der Liebe – ähnlich der Liebe, die Gott für die Menschen oder eine Mutter für ihr Kind hegt. Der Begriff stammt aus dem Griechischen, erlangte aber über seine Verwendung im Neuen Testament auch in anderen Sprachen Berühmtheit.

Platonische Liebe – welche Bedeutung hatte Platon im Sinn?

Als der griechische Philosoph Platon (ca. 427 v. Chr.–ca. 347 v. Chr.) in der Antike in seinen Dialogen über die Liebe schrieb, ahnte er vermutlich noch nicht, dass man eines Tages seinen Namen verwenden würde, um eine freundschaftliche – platonische – Bedeutung einer Beziehung zu beschreiben.

Bei seiner Liebestheorie steigt die Liebe vom Kleinen ins Große auf, vom Einzelnen zum Ganzen.

  1. Durch erotische Anziehung zur Schönheit empfindet der Mensch zum ersten Mal Eros – Liebe. Zunächst bezieht sich die Liebe nur auf die äußere Schönheit einer Person, die zwar auch göttlich ist, jedoch nur eine Facette des Göttlichen darstellt. Mit der Zeit wird der Liebende ein Muster der Schönheit erkennen, bis er die Schönheit überall in ihrer Gesamtheit sehen kann.
  2. Der nächste Schritt besteht dann darin, sich auch von innerer Schönheit, der Schönheit der tugendhaften Seele, angezogen zu fühlen und diese zu lieben. Damit lenkt der Liebende seinen Fokus auf die Ethik und erkennt, dass Schönheit auch in guten Taten steckt statt nur im Äußeren.
  3. Je älter, reifer und weiser der Liebende wird, desto mehr erkennt er dann auch die Schönheit des Wissens und der Erkenntnisse. Es dürstet ihn nun nicht mehr nach körperlicher Schönheit, sondern nach Schönheit des Geistes.
  4. Nun möchte der Liebende die Schönheit des Ganzen nicht länger nur passiv betrachten, sondern selbst Schönes hervorbringen, zum Beispiel durch Kunst oder Wissenschaft.

Das Ziel der Liebe, an die Platon glaubte, beinhaltete also tatsächlich ein Freisein von sexueller Bedürftigkeit. Platons Liebe ist in ihrer Erfüllung eine höhere Form der Liebe. Um diese zu erreichen, muss jedoch eine erotische Anziehung ganz klar den Anfang bilden. Und darin unterscheidet sich der landläufige Ausdruck der platonischen Beziehung, wie er im heutigen Sprachgebrauch stets verwendet wird. Bei diesem steht die platonische Liebe für eine freundschaftliche Liebe ohne erotischen Aspekt.

Der Ausdruck der platonischen Liebe im heutigen Sprachgebrauch entspricht also eher der Philia – einer platonischen Freundschaft.

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Zuneigung und Verbundenheit in der platonischen Beziehung

Nicht immer spielt die Sexualität in Beziehungen zwischen den Geschlechtern eine Rolle. Viele Freundschaften zwischen Männern und Frauen sind von großer Beständigkeit.

Formen der platonischen Beziehung:

  • dauerhafte Freundschaft als platonische Beziehung neben sexuellen Partnerschaften
  • Seelenverwandschaft“, Freundschaft ohne sexuellen Reiz
  • geschwisterähnliche Freundschaften seit frühster Kindheit
  • Freundschaft nach dem Ende einer langen Liebesbeziehung, in der das sexuelle Feuer längst erloschen ist

Derartige platonische Freundschaften überdauern sexuelle Beziehungen zu jeweiligen Partnern, bestehen während einer dauerhaften Beziehung, Ehe und Familie fort, und werden oft in diese einbezogen. Der Freund wird zum Freund der Familie, des Paares. Die besondere, vertrauensvolle Beziehung zu einem der Partner bleibt dabei erhalten. In einer platonischen Beziehung muss nicht krampfhaft auf Sex verzichtet werden, denn in solchen Beziehungen gibt es meist gar nicht das Bedürfnis danach. Die Freundin, der Freund kann für den anderen sexuell gänzlich unattraktiv sein. Bei Freundschaften, die schon seit früher Kindheit bestehen, kennt man sich oft einfach zu gut, als dass sexuelle Reize in Betracht gezogen werden.

Die Freunde fühlen sich eher wie Geschwister, gehen auch mit entsprechend hoher Vertrautheit und Verbundenheit miteinander um. Andererseits kann es durchaus sein, dass eine solche platonische Beziehung eines Tages in eine Liebesbeziehung mündet, die nicht asexuell ist. Oder aus der einstigen, auch sexuellen Liebesbeziehung entwickelt sich nach der Trennung eine Freundschaft. Solche platonischen Freundschaften setzen in den meisten Fällen aber voraus, dass schon vor der Trennung der Umgang eher freundschaftlich und respektvoll war, oder es ist eine längere Zeit zwischen der Trennung und dem Weg in eine Freundschaft vergangen. Immer setzt aber eine platonische Beziehung voraus, dass sie von beiden Teilen so gewünscht ist und die Regeln einer platonischen Freundschaft auch eingehalten werden.

Platonische Liebe auf Grundlage einer langjährigen Freundschaft

Es gibt auch die platonische Beziehung als Partner- statt als Freundschaftsbeziehung. Für eine solche platonische Beziehung liegen meist Zwänge vor, die Sexualität verhindern, beispielsweise:

  • gesundheitliche Hindernisse
  • sehr hohes Alter und damit verbundene verminderte Sexualität
  • religiöse Schranken (Zölibat)
  • gesellschaftliche Zwänge (Standesunterschiede in bestimmten Gesellschaftsformen, Aufrechterhaltung der Ehe wegen der Kinder oder aus Gründen sozialer Sicherheit)
  • lange Haftstrafen eines oder beider platonischer Partner

Platonische Beziehung

Wenn einem Partner die platonische Beziehung nicht mehr reicht

In einer langjährigen Freundschaftsbeziehung, die auch fast geschwisterlichen Charakter hat, kann es vorkommen, dass ein Partner Bedürfnisse nach Sexualität mit dem anderen, vielleicht sogar nach einer dauerhaften Liebesbindung verspürt und sich somit wohlmöglich unglücklich verliebt. Die platonische Beziehung beruht jedoch immer auf der Anerkennung der platonischen Regeln von beiden. Erkennbar werden solche Veränderungen meist durch kleine Veränderungen der Blicke, der Körpersprache, der Art der Berührungen. Berührungen werden ohne Notwendigkeit (Begrüßung, Trost, Betonung freundlicher Verbundenheit ...) ausgedehnt und nehmen zärtliche Formen an, die der platonischen Beziehung nicht mehr entsprechen.

Falls der andere Partner nicht willens ist, die platonische Beziehung zu erweitern, sollte er das unbedingt ansprechen. Es kann sein, dass daran die Freundschaft zerbricht. Im besten Fall erkennt der andere aber die Bedürfnisse des Freundes an und beendet die sexuell motivierte Annäherung. Zuvor sollte jedoch hinterfragt werden, ob nicht auch von eigener Seite solche Signale ausgesendet wurden und vielleicht unbewusst das Bedürfnis nach gemeinsamer Sexualität besteht. Es kommt vor, dass Freund und Freundin einmalig ein sexuelles Erlebnis ausprobieren und es dabei belassen, wieder zur Freundschaft zurückzukehren.

Freundschaft plus oder doch Liebe? Erfahren Sie mehr im Test

Als Freundschaft plus wird im modernen Sprachgebrauch eine Freundschaft bezeichnet, in der die beiden Freunde auch Sex (=plus) miteinander haben. Nicht immer funktioniert ein solches Arrangement zufriedenstellend, da einer der Beteiligten, meist die Frau, sich oft mehr wünscht, zum Beispiel eine Beziehung.

Wünschen auch Sie sich, dass aus Ihrer Freundschaft plus mehr wird? Unser Test kann Ihnen helfen, herauszufinden, was dahintersteckt. Beantworten Sie folgende Fragen; seien Sie dabei ehrlich zu sich selbst:

  • Unternehmen Sie Dinge zu zweit?
  • Steht er vor anderen dazu, dass er mit Ihnen schläft?
  • Verbringen Sie die Nacht zusammen?
  • Schmiedet er Pläne?
  • Ist er zärtlich zu Ihnen?
  • Achtet er darauf, dass Sie im Bett auf Ihre Kosten kommen?
  • Liegt es ihm am Herzen, dass es Ihnen gut geht?

Wenn Sie die meisten Fragen mit Ja beantworten konnten, stehen die Chancen nicht schlecht, dass mehr aus Ihrer Freundschaft plus werden könnte. Sie werden aber erst mit Sicherheit wissen, woran Sie sind, wenn Sie mit Ihrem Freund darüber gesprochen haben.

Platonische Freundschaft zwischen Mann und Frau: Regeln

Damit eine platonische Beziehung zwischen Mann und Frau hält, muss sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es gibt auch Regeln, die die platonischen Freunde aufstellen können. Die Voraussetzungen können wie folgt aussehen:

  • keine erotische Anziehungskraft
  • kein Körperkontakt
  • keine sexuellen Anspielungen
  • keine gemeinsame sexuelle Vergangenheit
  • gemeinsame Interessen und Hobbys

Glauben Sie an eine platonische Beziehung zwischen Mann und Frau? Oder wünschen Sie sich insgeheim mehr von Ihrem Freund? >> Wählen Sie jetzt Ihren Berater und sichern Sie sich Ihr Gratisgespräch

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