Auch wenn es in der Zeit nach einer Trennung unvorstellbar scheint: Es wird wieder besser. Der Schmerz lässt irgendwann nach. Doch erst einmal steht eine schwierige Zeit an. Wer verlassen wurde, weiß oft nicht, wie es weitergehen soll, der Kummer ist unerträglich. Man muss lernen, die Trennung zu akzeptieren und den geliebten Menschen loszulassen. Das ist hart – aber nötig, damit es wieder aufwärtsgehen kann. Unsere Tipps helfen dir, diese Phase gut zu überstehen und über den Ex-Partner hinwegzukommen.
Eine Trennung überwindet man nicht von heute auf morgen. Es findet ein Prozess statt, der uns dem Ziel kontinuierlich näherbringt. Grob wird er in 4 Trennungsphasen unterteilt:
Am Anfang können wir noch gar nicht glauben, was passiert ist. Die Trennung kommt uns unwirklich vor und wir weigern uns, zu akzeptieren, dass sie endgültig ist. Wir fühlen uns leer oder versuchen, den Partner umzustimmen.
Langsam begreifen wir – und werden von Gefühlen wie Trauer, Wut und Verzweiflung überrollt. Oft geht die Phase mit Appetitlosigkeit und Unruhe einher, Schlafprobleme können auftreten. Einige Menschen ziehen sich zurück, andere versuchen, sich abzulenken.
Wir sehen Licht am Horizont. Die schlimmen Gefühle werden schwächer, es treten wieder mehr positive Emotionen auf. Der Alltag fällt allmählich leichter und es gelingt, sich auf andere Dinge als den Ex-Partner zu konzentrieren.
In dieser letzten Phase haben wir die Trennung akzeptiert. Wir haben losgelassen und können wieder nach vorn schauen. Die Schmerzen sind nicht mehr da und wir fassen neue Pläne für unser Leben. Nun verstehen wir außerdem, warum die Beziehung auseinanderging, und sind bereit für eine neue Liebe.
Kummer, Wut und Verzweiflung einfach überspringen? Das geht natürlich nicht. Und eigentlich ist das sogar gut: Denn es ist wichtig, dass wir die Gefühle zulassen und bewusst erleben. Nur dann können wir sie irgendwann wirklich hinter uns lassen. Gesteh dir also die Zeit zu, die du brauchst, und verlang nicht von dir, sofort wieder zu funktionieren. Leb deine Gefühle aus! Es ist in Ordnung, wenn du traurig und verzweifelt, wütend und frustriert bist. Psychologen empfehlen, einen bestimmten Zeitrahmen festzulegen, in dem du dich täglich mit allen Gedanken und Gefühlen zum Thema Trennung und Ex-Partner beschäftigst. Dabei bleibt es dann aber auch. Davor und danach sollte es um andere Dinge gehen. Als Gegenprogramm ist es außerdem hilfreich, sich jeden Tag bewusst Schönes zu gönnen. Ein Buch lesen, ein Bad nehmen, Freunde treffen: Tu etwas, was dir guttut.
Die Beziehung ist vorbei, doch er oder sie ist immer noch überall: Da ist die Zahnbürste im Bad, die Lieblingstasse im Küchenschrank, die Urlaubsbilder, das Weihnachtsgeschenk … Es ist jetzt wichtig, die Erinnerungsstücke zu beseitigen, damit du sie nicht ständig vor Augen hast. Bring alles, was dich an die vergangene Beziehung erinnert, außer Sichtweite. Wenn du nicht alles wegschmeißen willst, sind die Überbleibsel auch auf dem Dachboden erst einmal gut verstaut. Später, wenn du über den Ex-Partner hinweg bist, möchtest du vielleicht manches wieder hervorholen – aber erst, wenn damit keine Schmerzen mehr verbunden sind. Momentan ist es einfach besser, so wenig wie möglich an die schönen Zeiten erinnert zu werden.
Nach dem Ende einer Beziehung haben wir oft vor allem die positiven Erinnerungen vor Augen. Dabei gab es sicher einiges, was nicht optimal gelaufen ist. Überlege dir, in welcher Hinsicht ihr beide nicht zusammengepasst habt. Vielleicht erkennst du dann, dass eure Beziehung ohnehin nicht für die Ewigkeit war.
Solche Erkenntnisse können helfen, wenn du die Trennung akzeptieren und loslassen willst. Allerdings solltest du auch nicht nach einem Schuldigen suchen. Ob du nun dem Partner oder dir selbst die Schuld geben willst – beides ist nicht sinnvoll. Auch darüber nachzugrübeln, was du anders hättest machen können, bringt dich nicht weiter.
Auf der Frage, welche Ziele und Wünsche du eventuell in der Beziehung zurückstellen musstest, lässt sich aufbauen: Denn genau diese Teile deiner Persönlichkeit kannst du nun wieder hervorholen. Mach eine Liste mit all den positiven Dingen, die die Trennung mit sich bringt. Zum Beispiel hast du wieder mehr Zeit für bestimmte Freunde, kannst die Wohnung endlich ganz nach deinem Geschmack gestalten, ein altes Hobby aufleben lassen oder ein neues beginnen. Wenn du ein wenig überlegst, fallen dir sicher einige Dinge ein, die jetzt besser werden.
Auch wenn du dich vielleicht nur verkriechen willst – Gespräche und soziale Kontakte sind in dieser Zeit extrem wichtig. Du fühlst dich sonst nur noch einsamer und es fällt immer schwerer, wieder Fuß zu fassen. Raff dich also auf und triff dich mit lieben Menschen. Ein Gespräch mit einer vertrauten Person kann Wunder wirken. Wenn du spürst, dass jemand für dich da ist und dir zuhört, fühlst du dich bereits viel besser. Rede also über das, was du empfindest! Übrigens solltest du nicht warten, bis jemand von sich aus auf dich zukommt. Sag offen, dass du reden möchtest.
Raus aus dem Trübsal und rein ins Vergnügen! Unternimm etwas, geh zum Beispiel mit Freunden aus, besuche Events, macht gemeinsam Ausflüge oder einen Spieleabend, kurz: Lenk dich ab. Du wirst sehen: Wenn es dir gelingt, dein Leid mal zu vergessen, spürst du, wie Lebensmut und Optimismus in dir erwachen. Auch Sport hat einen positiven Effekt. Dabei wird Stress abgebaut und Glückshormone werden freigesetzt. Die helfen, dass du dich besser fühlst – bei regelmäßigem Training sogar dauerhaft. Und ein netter Nebeneffekt ist natürlich auch die Fitness!
Eine schöne Idee wäre es, jetzt mit einem Projekt zu beginnen, für das du bislang noch nicht die Zeit gefunden hast. Das hat gleich mehrere Vorteile: Du steckst deine Energie hinein, fokussierst dich auf etwas, lenkst dich ab und bringst etwas voran. Und im Idealfall macht das Ganze natürlich auch noch Spaß, sodass du den Ex-Partner weniger vermisst. Außerdem führst du dir so vor Augen, dass es mehr gibt als nur die Beziehung, und dass du auch allein vollständig bist. Du tankst Selbstvertrauen. Und vielleicht ist das ja auch der erste Schritt für dich, um doch noch Buchautor/in zu werden oder fließend Spanisch zu lernen!
Übrigens: So ein Projekt kann auch eine Reise sein. Überlege dir doch mal, ob du dir nicht eine Auszeit nehmen willst. Vielleicht brauchst du etwas Zeit, um dich selbst zu finden – und neue Ziele für dich und dein Leben zu entdecken.
Jemanden loszulassen, den man liebt, ist schwer. Doch mit Willenskraft, Geduld und Selbstvertrauen kann es gelingen, die Trennung zu akzeptieren und loszulassen. Egal wie schmerzhaft es anfangs ist, eins ist gewiss: Die Welt dreht sich weiter – und du kannst wieder glücklich werden.
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