Du bist nicht der Nabel der Welt – das weißt du. Aber dein Nabelchakra, das oben in deinem Bauch sitzt, würde sich trotzdem wünschen, dass du dich nicht ständig kleiner machst, als du bist.
Das Nabelchakra steht für Selbstvertrauen und stellt die Frage, wie gut du für deine eigenen Ziele, Sehnsüchte und Wünsche einstehst. Wenn eine Freundin ein Ziel verfolgt, feuerst du sie vermutlich an. Wenn sie zweifelt, redest du ihr gut zu. Nur bei dir selbst wird es oft komplizierter: Der eigene Wunsch klingt dir schnell zu groß, das eigene Ziel zu ambitioniert. Beim Solarplexuschakra geht es genau darum: Trau dir selbst genauso viel zu wie anderen.
Ein ausgeglichenes Solarplexuschakra zeigt sich selten laut. Es zeigt sich eher leise: darin, eine Entscheidung zu treffen und dahinter zu stehen, ohne sie fünfmal zu hinterfragen. Wenn es aus dem Gleichgewicht gerät, kippt das oft in eine von zwei Richtungen. Die eine: ständiger Selbstzweifel, das Gefühl, nie ganz sicher sein zu können, ob du richtig liegst. Die andere, weniger offensichtliche: eine Selbstsicherheit, die eigentlich nur überspielt, wie unsicher es im Inneren gerade wirklich aussieht – laut nach außen, zweifelnd nach innen. Beides hat denselben Kern: dass du dir selbst nicht ganz traust.
Beim Nabelchakra denkt man schnell an die großen Lebensziele. Doch hier geht es auch um die kleinen, alltäglichen Wünsche – und ob du ihnen überhaupt Gewicht gibst. Der Wunsch nach einem ruhigen Abend für dich allein. Die Idee für ein Projekt, das dir viel bedeutet. Der Impuls, etwas Neues auszuprobieren. Wie oft schiebst du solche Wünsche beiseite, weil gerade "Wichtigeres" ansteht?
Ein blockiertes Nabelchakra zeigt sich oft in Momenten, in denen du dich kleiner machst, als du müsstest:
Viele haben früh gelernt, dass Anpassung leichter ankommt als eigene Ansprüche – weil eigene Entscheidungen kritisiert wurden oder weil Zurückhaltung mehr Anerkennung brachte. Mit der Zeit wird daraus keine bewusste Entscheidung mehr, sondern eine Gewohnheit: Du traust deiner eigenen Einschätzung nicht mehr und suchst lieber nach Bestätigung von außen.
Der Nabel der Welt zu sein, war ohnehin nie der Anspruch. Aber du darfst gern der Mittelpunkt deines eigenen Lebens sein. Und das fängt nicht mit der großen Geste an, sondern damit, eine Entscheidung zu treffen und sie einfach mal stehen zu lassen.
Abonniere uns, um keine Vorhersagen zu verpassen!
Exklusive Angebote, Gewinnspiele, Rabatte...
Kontaktiere unser Team Mo-So von 8 bis 22 Uhr